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Seven That Spells

The Death And Resurrection Of Krautrock: Aum

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: instrumental; Krautrock; Postrock; Psychedelic
Label: Beta-Iactam Ring Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Stanislav Muškinja Drums
Jeremy White Bass, Vox
Niko Potocnjak Guitar, synth

Tracklist

Disc 1
1. In 6:42
2. Aum 19:10
3. Zero 18:56
4. Rock ist Krieg 8:40
5. Out 6:35
Gesamtlaufzeit60:03


Rezensionen


Von: Andreas Hofmann @


"50 Jahre Rock and Roll, weiche Drogen und harte Frauen" nennt Gitarrist und Bandkopf Niko Potočnjak als seine Vorbilder, und auch die Frage, warum er diese ausgerechnet zum Psychedelic Rock seiner Band destilliert hat, beantwortet er mit drei Schlagwörtern: "Leben, Drogen, Langeweile". Spitzfindigen Lesern wird die Dopplung "Drogen" nicht entgangen sein, und wie allgemein bei dem Genre üblich, klingt diese Musik nur dann gut und richtig, wenn sie einem akustischen Drogentrip gleichkommt. Dies ist bei "The Death Resurrection Of Krautrock: Aum" definitiv gegeben.

Das Wort "Krautrock" sollte man indes nicht allzu wörtlich nehmen, denn Seven That Spells stehen mit dem zweiten Bein eher im Stoner Rock-Lager, wobei der oft repetitive Charakter der Stücke schon deutlich macht, woran sich das Trio orientiert hat. Sechseinhalb Minuten lang wiederholen sie schon beim Opener "In" einen einzigen Part und schaffen es dabei trotzdem, keine Langeweile aufkommen zu lassen, sondern den Hörer direkt und unmittelbar in ein Album hineinzuziehen, das man definitiv nur am Stück hören sollte. Auch bei "Aum" verändert sich vier Minuten lang zumindest bei Bass und Schlagzeug nur sehr wenig, während der Gitarrist um sein Leben spielt. In den darauf folgenden sechs Minuten wird man mittels schamanenhafter Gesänge eingelullt, bevor die halsbrecherischen WahWah-Soli kurz fortführt werden und sich in den letzten acht Minuten dann alles zu drehen anfängt. Wer meint, dass man danach erst einmal ein bisschen weniger atemlose Musik kredenzt bekommt, hat leider nur halbrecht, denn das knapp 19-minütige Drone-Stück "Zero" verlangt dem Hörer auf ganz andere Weise einiges ab. Wer zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht im Album drin ist, wird möglicherweise irgendwann entnervt skippen oder gar abschalten, weil "Zero" vor allem Geräusch ist; wenn man jedoch mit offenen Mund vor seinen Lautsprechern sitzt und unfähig ist, auch nur noch einen Finger zu heben, wird man erleben, das diese 19 Minuten irgendwo zwischen einem flüchtigen Augenzwinkern und der Ewigkeit einzuordnen sind – Zeit spielt auf einmal keine Rolle mehr. Erst mit der grausam verzerrten Ansage "Rock ist Krieg" fangen die Uhren dann doch wieder an zu ticken, während der linke Fuß zu erstaunlich funkigen Klängen hektisch mitzuwippen beginnt und die Nackenmuskeln langsam aktiviert werden. Bis Minute 6:33 wird man psychedelisch und groovig durchgeschüttelt, dass es eine wahre Wonne ist; danach setzt für fast zwei Minuten ein Tinnitus ein, an den sich das sprichwörtliche "Out" anschließt, mit dessen Hilfe man behutsam und abermals sehr repetitiv aus dem Album herausgeholt wird. In den Fadeout der Musik wird die am Ende vielleicht zentrale Aussage dieses Albums eingeblendet: "Satan – Satan – Satan – Satan..."

Wer zufällig morgen zum Drogentest muss und trotzdem nicht auf seinen Trip verzichten will, sollte beherzt zu "The Death Resurrection Of Krautrock: Aum" greifen, denn kein Drogentest dieser Welt wird darauf anschlagen. Doch auch wer mit Drogen gar nix am Hut hat, darf hier gerne mal zwei Ohren riskieren.

Anspieltipp(s): In, Aum, Zero, Rock ist Krieg, Out
Vergleichbar mit: It's a satanic drug thing you wouldn't understand...
Veröffentlicht am: 15.6.2012
Letzte Änderung: 15.6.2012
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Seven That Spells

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2014 The Death and Resurrection of Krautrock: IO 12.00 1
2015 Superautobahn 6.00 1
2018 The Death and Resurrection of Krautrock: OMEGA 11.00 1

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