Wife of God
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Clara Latham |
vocals, guitar |
| Amy Cimini |
viola, vocals |
| Mike Gallope |
keyboards, vocals |
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| Sam Kulik |
bass, vocals |
| Matt Marlin |
drums, vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The Wife Of God
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3:32
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| 2. |
She's Extended
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1:58
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| 3. |
Sonnenbrille
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5:44
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| 4. |
July
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3:08
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| 5. |
"See"
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2:59
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| 6. |
Stop Progress X
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2:04
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| 7. |
Get Over Here, Disco!
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3:29
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| 8. |
Substances & Attributes
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4:44
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| 9. |
Stop Progress XI
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2:02
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| 10. |
Body Double
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8:41
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| Gesamtlaufzeit | 38:21 |
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Rezensionen

Im Gegensatz zu "_ABCDEFG-HIJKLMNOP-QRSTUV-WXYZ_" wildern Starring auf ihrem ersten Album nicht im Krautrock, sondern lassen tatsächlich mehr als stark vermuten, dass sie vielleicht doch eher vom Prog her kommen. Je öfter man "Wife of God" hört und je weiter man in das Album eindringt, desto mehr hört man an allen möglichen Ecken, dass mindestens der Keyboarder die eine oder andere Prog-Leiche im Keller hat. Schon der rasant scheppernde Titeltrack zu Beginn kann bei näherer Untersuchung nicht verbergen, dass z.B. ein Tony Banks kein Unbekannter für Mike Gallope sein dürfte, und Amy Ciminis verzerrte Geige hat was von David Cross bei King Crimson’s "The Great Deceiver"; vielleicht durch den Gesang kommen auch Motorpsycho in den Sinn, die ja in ähnlichen Gefilden fischen, dabei aber trotzdem ebenfalls nicht altbacken und unmodern, sondern äußerst frisch klingen.
Während die Norweger jedoch trotzdem immer noch zumindest ein bisschen retro und in der Vergangenheit schwelgend rüberkommen, hat man bei Starring nicht das Gefühl, dass sie die gute alte Musik hochleben lassen wollen. Der Fünfer wirkt ungleich prog-emanzipierter und trägt die eigene musikalische Prägung nicht vor sich her, sondern baut sie wie selbstverständlich in das eigene Schaffen ein. Dass jemand aus ihrem Publikum nach einem Konzert hergeht und eine Platte von Genesis oder Yes kauft, ist nicht zu erwarten, denn diese Leute sind so artsy und hip, dass sie Prog eigentlich gar nicht mögen (dürfen).
Zwar fiel dem Village Voice-Magazin die Bezeichnung "Kraut Punk" schon zu diesem Album ein, aber krautig sind auf "Wife of God" allenfalls die kürzeren Stücke "She’s extended" sowie "Stop Progress X + XI"; stattdessen proggt es ziemlich eindeutig an allen Ecken und Enden, aber es rappelt auch verdammt noch mal schwerstens im Karton, was vor allem am Schlagzeugsound liegt, der im positiven Sinne eher nach Garage als nach Mehrspurstudio klingt. Kein Wunder, dass da der Begriff "Punk" ins Spiel kommt.
"Sonnenbrille" [sic!] hat ein bisschen ELP- bzw. Ebu Gogo-Schlagseite und klingt gleichzeitig nach RIO, sobald der Gesang einsetzt. "July" ist Flowerpower auf Speed, und auch "'See'" versprüht Endsechziger-Feeling, wenngleich etwas relaxterer Natur. In "Get Over Here, Disco!" gibt es Tribal-Drumming en masse, und überhaupt scheint Schlagzeuger Matt Marlin dezent hyperaktiv zu sein. Das sehr psychedelische "Flooded" lädt auf hypnotisierende Weise zu Hospitalismus-Bewegungen ein, und das zumeist vom Bass angetriebene "Body Double" setzt ein dickes groovendes Ausrufezeichen ans Ende des Albums und ist mit 8:41 Minuten aber auch keine Sekunde zu lang geraten.
Wer den in dieser Rezension genannten Ingredienzien etwas abgewinnen kann, dürfte mit dem ersten Album von Starring viel Spaß bekommen, und der Spaß an der Musik steht bei diesem Bandprojekt auch eindeutig an erster Stelle. Prog mit Spaß – wo gibt’s denn sowas?!?
| Anspieltipp(s): |
The Wife of God, Sonnenbrille, Body Double |
| Vergleichbar mit: |
s.o. |
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| Veröffentlicht am: |
29.6.2012 |
| Letzte Änderung: |
30.6.2012 |
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