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Frequency Drift

...laid to rest

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Folk; Neoprog; New Artrock
Label: Gentle Art of Music
Durchschnittswertung: 10.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Antje Auer vocals
Alexander Galimbis guitar
Frank Schmitz violin
Jürgen Rennecke bass, stick
Nerissa Schwarz acoustic and electric harp
Andreas Hack keyboards
Jasper Jöris drums, percussion

Gastmusiker

Barbara Jöris gemshorn, various medieval instruments
Thomas Epp clarinet
Christian Hack guitar, flute
Martin Schnella guitar on "Copper"

Tracklist

Disc 1
1. Dead 9:40
2. Parted 7:44
3. Cold 15:24
4. Wish 15:25
5. Ice 9:12
6. Copper 12:22
Gesamtlaufzeit69:47


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 3)


„Ghosts...“ liegt noch nicht lange zurück, da sind die Oberfranken Frequency Drift mit einem neuen Album namens „...laid to rest“. Da die Band sich ja anscheinend keine Ruhe gönnt, ist es vielleicht die Aufforderung an den Hörer, sich etwas bei Musik zu entspannen. Gegenüber „Ghosts...“ gibt es ein paar Veränderungen zu vermelden. Es sind ein neuer Gitarrist und ein neuer Drummer am Start und Violinist Frank Schmitz und Harfenistin Nerissa Schwarz – vormals noch Gastmusiker – sind nun feste Bandmitglieder. Das dem wirklich so ist, konnte man beim 2012er „Night of Prog“ auf der Loreley erleben, wo die Band live aufspielte und dass eben mit Violine und Harfe (!!) auf der Bühne (bei Youtube kann man das auch sehen). Im letzten Track gibt Martin Schnella von Flaming Row ein Gastspiel.

Musikalisch setzen Frequency Drift bei „Ghosts...“ an und gehen auch wieder einen Schritt weiter. Es entstehen ausladende Klanggemälde, die sich aus erlesenen Keyboard-Flächen und Tasten-Läufen, filigranen, aber knackigen Gitarren-Passagen, profundem Bassspiel und entspannter, grooviger Rhythmik zusammensetzen. Frequency Drift spielen noblen, erlesenen Kunstrock, anders kann man das kaum bezeichnen. Artrock, ganz in Sinne des Wortes. Sicherlich eher melodisch-sanft, als rockig-aufwühlend, also mit leichter Neoprog-Schlagseite. Aber jederzeit überzeugen die Kompositionen mit Tiefe, mit interessanten Arrangements und Wendungen. Zuhör-Musik im besten Sinne. Geschickt werden Soundscapes, orientalische Melodien, gelegentlich Weltmusik-Anklänge, folkig-mittelalterliche Passagen und fremdländischer Gesang eingebaut, was dem Abwechslungsreichtum des musikalischen Geschehen guttut. Selten steigert sich die Band mal in einen bombastisch-symphonischen Ausbruch hinein, aber wenn, dann kommen diese Passagen umso gewaltiger aus den Boxen. "Ice" hat ein richtiges 'Drama, mehr Drama'-Finale. Da darf sich dann die Gitarre auch mal etwas mehr in den Vordergrund spielen, die sich sonst sehr songdienlich verhält.

Besondere Akzente setzen die häufig im Vordergrund stehende Violine, das verträumte Harfenspiel und vor allem auch der Gast-Klarinettist, bei seinen wenigen, aber gut platzierten Einsätzen. Dazu kommt natürlich auch das Markenzeichen von Frequency Drift, der hervorragende weibliche Gesang, der auch hier wieder in Gestalt von Antje Auer die Musik veredelt.

Mit „...laid to rest“ machen Frequency Drift wieder einen Schritt nach vorne in ihrer musikalischen Entwicklung und klingen nun sehr eigenständig mit ihrer Variante des melodisch-erzählenden Artrock.

Anspieltipp(s): Cold, Wish ...aber eigentlich sollte das Album im Ganzen genossen werden...
Vergleichbar mit: Aries, Poor Genetic Material, Esthetic Pale
Veröffentlicht am: 14.7.2012
Letzte Änderung: 15.7.2012
Wertung: 11/15
...mit Tendenz nach oben

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 3)


Willkommen in einem anderen Klangkosmos... Du legst die CD in den Player und erwartest erstmal nichts. Die Band ist dir total unbekannt. Das Cover zeigt ein Foto eines Morgen(Abend)rots mit Scherenschnittgebirge. Sieht alles nicht wirklich besonders aus. Klingt aber so!

Frequency Drift überraschen durch ungewöhnliche Instrumente und vor allem deren Einsatz in Rockmusik. Geigen kennt man ja bspw. von Kansas, beim Einsatz von Flöten oder Klarinetten finden sich auch noch Parallelen, aber Harfe und bspw. Gemshorn sind dann doch schon recht außergewöhnlich. Und es ist vor allem die Harfe, die immer wieder Kontrapunkte zu treibenden und modernen Beats liefert. Das klingt ganz schön und schafft wie gesagt einen sehr eigenen Klangkosmos, der im Opener bereits überrascht.

Die Kompositionen versprühen zeitweise neo-proggigen, manchmal auf floydigen Charakter, hier und da wird recht geradlinig gerockt, ein Hauch Mittelalter taucht auch immer wieder auf, meistens liegen den Kompositionen treibende Grooves zugrunde. Es entstehen auf diese Art Klangbilder, die mit mehrmaligem Hören eine eigene Sprache sprechen. Gesanglich liefert die Stimme von Antje Auer das nötige Gefühl, um den Stücken noch einen i-Punkt zu geben.

Insgesamt ein angenehmes Werk, das vor allem Freunde von Pink Floyd, des Neoprog oder der leichter eingängigen Spielart unserer Musik zusagen dürfte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.7.2012
Letzte Änderung: 27.7.2012
Wertung: 10/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 3)


Eigentlich bin ich nicht so der Freund der "leichter eingängigen Spielart unserer Musik" (siehe Throstens Rezi) oder gar des Neoprog, dennoch stehe ich dem neuen Werk der Franken wohlwollend gegenüber. Frequency Drift schaffen nämlich, was nicht vielen Bands dieses Subgenres gelingt: einen eigenen, ganz charakteristischen Stil zu entwickeln.

Zwar hört man in den ausladenden Songs immer wieder gewisse Vorbilder aus der Musik heraus, etwa The Gathering oder auch Pink Floyd; typisch Gilmoursche Gitarrensoli, eine durchweg leicht elegische Stimmung, atmosphärische Keyboards. Dies wird aber immer wieder durchbrochen durch ungewöhnliche Zwischenspiele, in denen gerne auch ebenso ungewöhnliche Instrumente zum Einsatz kommen. Das geht gleich im einleitenden Dead los, in dem Violine und Klarinette einen orientalisch anmutenden Einsatz haben, und in dem auch die Harfe ein prägendes Instrument ist. Überhaupt, die Harfe: die spielt durchweg auf diesem Album eine zentrale Rolle. Frequency Drift sind erst die zweite mir bekannte Band aus dem Prog- oder allgemein aus dem Rockbereich, die dieses Instrument einsetzt (die andere ist Camembert, die aber in ganz anderen musikalischen Gefilden beheimatet ist).

Mit dem Gemshorn haben die Bayreuther noch ein weiteres absolut ungewöhnliches Instrument zu bieten, und ebenso wie das restliche Rock-untypische Instrumentarium wird auch dieses nicht zur bloßen Effekthascherei eingesetzt, sondern fügt sich mit seinem folkloristisch-mittelalterlichen Klang erstaunlich nahtlos in die Musik ein. Nicht unerwähnt bleiben soll auch der wunderbare Gesang von Antje Auer, deren elfengleiche, aber gleichzeitig auch kräftige Stimme perfekt zu dieser Musik passt. Mit ihren - leider nur kurzen - Ethno-artigen Einsätzen in Copper zeigt sie eine weitere faszinierende Facette ihrer Sangeskunst.

Mit ...laid to erst ist der Band aus Oberfranken ein schönes, abwechslungsreiches Album gelungen. Wer beim Gedanken an melodieselige Musik nicht gleich die Nase rümpft, sollte hier einmal reinhören!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.7.2012
Letzte Änderung: 28.7.2012
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Frequency Drift

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Personal Effects (part one) 9.50 2
2010 Personal Effects (part two) 9.67 3
2011 Ghosts... 11.00 4
2014 Over 12.00 2
2014 Summer 9.50 2
2016 Last 11.33 3
2018 Letters To Maro 10.00 4

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