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Kaipa

Vittjar

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Folk; RetroProg
Label: Insideout Music
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Hans Lundin electric and acoustic keyboards, vocals
Per Nilsson electric and acoustic guitars
Morgan Ågren drums
Jonas Reingold electric basses
Patrick Lundström vocals
Aleena Gibson vocals

Gastmusiker

Fredrik Linsqvist vocals
Elin Rubinsztein violin

Tracklist

Disc 1
1. First Distraction 03:02
2. Lightblue And Green 12:01
3. Our Silent Ballroom Band 22:10
4. Vittjar 03:49
5. Treasure-House 07:34
6. A Universe Of Tinyness 07:24
7. The Crowned Hillsides 10:33
8. Second Distration 02:22
Gesamtlaufzeit68:55


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @


Unglaublich! Jetzt gibt es Kaipa-Reloaded auch schon wieder 10 Jahre. Nach der ersten Inkarnation, die während gut einer Dekade mit unterdessen zu Meilensteinen des klassischen Progs schwedischer Prägung gewordenen Alben wie Kaipa oder Inget Nytt Under Solen auf sich aufmerksam machte, legten die Mannen um Mastermind Hans Lundin und Gitarrero Roine Stolt eine Pause von 20 Jahren ein. Als Retroprogger mit neuer Mannschaft erschienen sie dann mit Notes from the Past wieder auf der Bildfläche.

Das 10-jährige Jubiläum von Kaipa Mark II bietet nun Gelegenheit zu einem kurzen flashback. War "Notes from the Past" ein melodieseliges, grösstenteils sehr ruhiges, baladeskes und von typischer Stolt`scher Gitarrenarbeit geprägtes Album, trat auf "Keyholder" Sängerin Aleena vermehrt in den Vordergrund und Stolt etwas zurück. Die Stücke waren immer noch melodielastig, ein generelles Merkmal von Kaipa, nun aber bisweilen auch rockiger. Auf "Mindrevolutions" wurde Altbekanntes im auf Dauer ermüdenden Low- bis Midtempo-Bereich lauwarm recycelt, Aleena agierte sehr elegisch und pathetisch, alles in allem war das Album ziemlich belanglos und stellte einen Stillstand dar.

Mit "Angling Feelings" wurde der Stil flotter, etwas härter und nach Stolts Dimissio irgendwie eigenständiger. "In the Wake of Evolution" setzte diesen Stil dann konsequent fort und wirkte sehr frisch, beschwingt und glänzte mit durchgehend guten Kompositionen.

Ich nehme es vorweg: "Vittjar" kann das Niveau des Vorgängers annähernd halten und macht genauso viel Spass.

Wieder werden hier Retro-Elemente mit schwedischem Folk gemischt und in gelungene Kompositionen gegossen. Hartes Gitarrenriffing frischt die Stücke an, so im holprigen Opener. Hier werden fette Riffs, eine Flöte und dann ein schönes Gitarrensolo perfekt zu einem organischen Ganzen verschmolzen.

"Lightblue and Green" erinnert sehr an Ritual. Folkig-beschwingt fidelt eine Violine, eine "Ringelreihen-Tanz-Atmosphäre-auf-Frühlingswiese" wechselt sich schön mit schrägen Gitarrenakkorden ab, unterfüttert von fettem Bass und solidem Drumfundament.

"Our Silent Ballroom Band" ist ein atmosphärisch dichtes, zum Teil bombastisches, dann wieder ruhiges, schliesslich auch virtuos-verfrickeltes Werk, das trotz Überlänge über weite Strecken die Qualität halten kann. Immer wieder lockern Instrumental-Parts (Hammond-Orgel, Gitarre, Piano, Bass, Drums) das Stück auf.

"Vittjar" ist eine lustige, auf schwedisch gesungene, Nummer, dominiert von Patriks Gesang und einer folkigen Violine. Vittjar heisst wohl soviel wie "der Fischer kontrolliert seine Netze nach Beute". Worüber man alles singen kann.

Es folgt mit "Treasure-House" eine Art Schweden-Reggae. Etwas zu lang geraten, aber ebenfalls gelungen. Sehr melodiös und fliessend.

"Universe of Tinyness" beginnt ruhig mit Violine und Aleenas eindringlichem Gesang, das Stück wird rockiger, fetter, härter. Der Bass grummelt im Untergrund vor sich hin, Per Nilsson wirft ein paar scharfe Riffs dazu, Lundin legt immer wieder geschmackvolle Keyboard-Flächen darüber.

Auch "The Crowned Hillsides" beginnt mit Violine und harten Gitarrenriffs, gefolgt von einem schönen Gitarrensolo. Das ganze wird im 11/8-Takt dargereicht, wilde flirrende Becken- und Glockenschläge hibbeln aus den Hochtönern. Dann wirds wieder ruhig und melodiös. Diese Wechsel machen die Stücke abwechslungsreich und kurzweilig. Dauernd passiert etwas, ändert sich mal die Stimmung, mal das Tempo. So bleiben die knapp 70 Minuten Spieldauer recht kurzweilig und eh man sichs versieht, ist man bei "Second Distration" angelangt, welches das Album als rockige Reprise des Openers kurz und saftig beschliesst.

"Vittjar" ist sicher kein Höhepunkt des Jahres, das wäre zuviel des Guten. Ein grundsolides Retroprog-Album, das Spielfreude ausstrahlt und Spass macht, ist es aber allemale. Wer das letzte Album der Band mochte, wird hier nicht enttäuscht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: In the Wake of Evolution
Veröffentlicht am: 2.9.2012
Letzte Änderung: 24.8.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kaipa

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Kaipa 11.67 3
1976 Inget Nytt Under Solen 11.75 4
1978 Solo 8.50 2
1980 Händer 8.00 1
1982 Nattdjurstid - 1
2002 Notes from the Past 7.60 5
2003 Keyholder 7.11 9
2005 The Decca Years 1975 - 1978 13.00 2
2005 Mindrevolutions 6.50 4
2007 Angling Feelings 7.00 4
2010 In the Wake of Evolution 9.25 4
2014 Sattyg 10.50 4
2017 Children Of The Sounds 10.50 2

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