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The Pineapple Thief

All The Wars

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012 (Limited Edition inklusive 'More Wars - The Accoustic Sessions')
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; New Artrock
Label: kScope
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Bruce Soord Gitarre, Lead-Gesang
Jon Sykes Bass, Background-Gesang
Steve Kitch Keyboards
Keith Harrison Schlagzeug, Background-Gesang

Gastmusiker

Guavadona Singers Chor
Prager Philharmonie-Orchester Orchester

Tracklist

Disc 1
1. Burning Pieces 04:12
2. Warm Seas 03:58
3. Last Man Standing 05:12
4. All The Wars 03:47
5. Build A World 03:57
6. Give It Back 07:01
7. Someone Pull Me Out 04:00
8. One More Step Away 03:10
9. Reaching Out 09:49
Gesamtlaufzeit45:06
Disc 2
1. Warm Seas 04:12
2. All The Wars 03:51
3. Last Man Standing 04:35
4. Every Last Moment 02:35
5. One More Step Away 03:01
6. Someone Pull Me Out 04:07
7. Burning Pieces 03:14
8. Reaching Out 04:54
9. Light Up Your Eyes 04:07
Gesamtlaufzeit34:36


Rezensionen


Von: Sebastian Hauck @ (Rezension 1 von 2)


Back to the roots, back to the Prog, back to the Limited Edition mit Extradisc. Das könnte so ganz grob die Zusammenfassung zum 2012er Album 'All The Wars' von The Pineapple Thief sein. Schon der Opener 'Burning Pieces' ist kein hartes, mit elektronischen Spielereien durchzogenes Brett wie auf dem Vorgängeralbum, sondern eine zwar zackige, aber auch verspielte Nummer mit überraschenden Harmoniewechseln. Vor allem was das angeht, haben die Briten ihr Repertoire deutlich verbreitert. Im zweiten Song 'Warm Seas' gibt es ähnliche Passagen. Gerade die Hörer, die die Band schon eine Weile kennen, werden ein ums andere Mal mit unerwarteten Akkordfolgen überrascht, auch wenn der Sound diesbezüglich natürlich ähnlich den älteren Alben bleibt; man kann sich ja schließlich nicht permanent neu erfinden.

Die Verspieltheit setzt sich weiter fort, auch in 'Last Man Standing', mit dem Tremolo-Effekt auf der Gitarre und später den interessanten Hooks ist der Song eines der Highlights der Platte. Der aufgebrochene Rhythmus wird wunderbar vom Gesang umschlossen und der Song so zusammengehalten. Der epische Refrain erinnert ein wenig an neuere Elbow-Veröffentlichungen. Die latent melancholische Grundstimmung, die die Band schon immer verbreitete, zieht sich auch durch dieses Album. Vor allem im Mittelteil der regulären CD wird es insgesamt etwas ruhiger. Der Titelsong macht dabei den Anfang, akustische Gitarre, Streicherarrangements und vielstimmiger Gesang verschmelzen zu einer schönen Ballade. Streicher bleiben ein beliebtes Stilmittel, dazu gesellen sich in den weiteren Stücken wahlweise Klavier und Gitarrenriffs. Die elektronische Spielfreude des Vorgängers ist fast ganz verschwunden, das Album ist sehr organisch im Klang. Auch die Härte ist gewichen, dennoch ist die Platte rockig, nur mit weniger metallischem Einschlag. Gutes Beispiel dafür ist 'Give It Back', wo rockige Gitarrenhooks und gebrochene Schlagzeug-Beats dich zu einem krachenden Schlussteil hochschaukeln. Dann folgen wieder Klavier und melancholischere, aber auch kraftvolle Gitarren in der besonders gut gelungenen, Fünf-Viertel-Ballade 'Someone Pull Me Out'. 'One More Step Away' erinnert an den angenehmen Kitsch aus der Frühphase von Coldplay, bevor das fast zehnminütige 'Reaching Out' das Album zu einem epischen Ende bringt.

Die Bonus-CD, die in der Limited Edition enthalten ist, beinhaltet zum einen Akustik-Versionen von vielen der Stücke vom regulären Album, dazu kommen einige wenige neue Songs. Wie es sich für ein Akustik-Album gehört, ist es eher ruhig und getragen, und das Songmaterial ist so gut, dass auch die unverzerrten Versionen der Stücke einiges hermachen, allen voran 'Someone Pull Me Out'. Es lohnt sich also auf jeden Fall, man sollte auf die Bonusplatte nicht verzichten.

Dieses Album ist eines der Meisterstücke der Band. Das Songmaterial ist klasse, ebenso wie die Entscheidung, auf echtes Orchester und Chor zurückzugreifen. Der weiche, organische und unelektronische Sound steht dem Album wunderbar zu Gesicht. Es steckt voller Details, die erst nach und nach zu Tage treten, und dennoch hat man schon beim zweiten Durchlauf das Gefühl, einen alten Bekannten wiederzutreffen. Großartige Platte!

Anspieltipp(s): Last Man Standing, Reaching Out, Give It Back, Someone Pull Me Out (Original als auch Akustik-Version)
Vergleichbar mit: Gazpacho, Elbow
Veröffentlicht am: 12.9.2012
Letzte Änderung: 17.9.2012
Wertung: 14/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 2)


Mit dem Vorgängeralbum haben mich die Ananasdiebe ganz gut begeistert. "Someone Here Is Missing" fehlt seitdem nicht mehr in der heimischen CD Sammlung und ist sicher eines meiner Lieblingsalben von 2010 - auch heute noch gern gehört. Nun ist der Nachfolger da und trifft leider nicht wie sein Vorgänger ins Schwarze.

Die Truppe musiziert auf hohem Niveau und Kollege Mangold vergleicht die Band bei seiner Vorgängeralbumrezension ein Stück weit mit "Depeche Mode, nur als Prog". Das trifft es irgendwie ganz gut. Ich ergänze um den Zusatz: "... und manchmal härter". Die Zutaten auf All The Wars sind ähnlich und wirken verfeinert, nimmt man die musikalische Vergangenheit der Band als Referenz. Die Gitarren sind durchaus hart, haben immer wieder Alternative rockigen Charakter. Die Keyboards kommen oft Muse ähnlich daher, liefern Streicher und orchestrale Flächen. Und da sehe ich neben nicht zünden wollenden Melodiebögen einen Schwachpunkt drin. In einigen Passagen wirkt das fehlplatziert und zugekleistert. Jede Menge Pathos wird dadurch erzeugt. Mehrstimmiger oder säuselig getragener Gesang unterstreicht diesen Eindruck oft. Bei den ruhigeren Stücken wird dadurch eine Weichzeichnung erreicht, die einer harmonischen Übertreibung gleichkommt und (sicherlich durchaus beabsichtigt) kommerziellen Pop-Appeal vermittelt. Das ist nicht immer schlecht, auf Dauer wird Reizvolles dadurch aber schnell gewöhnlich und wirkt aufgebraucht. Hier und da kracht das Album zwar auch mal richtig, bei "Give It Back" jedoch steigert sich das Ende in ein finale furioso, das sich immer stärker aufbläht und irgendwann am überschäumenden Klangkollaps erstickt.

Insgesamt sicherlich ein hörbares Album, das mir jedoch bereits nach einigen Durchläufen zu stark an Substanz verliert. Die Melodielinien wirken nicht so treffsicher, wie vom vergangenen Album gewohnt (auch die Alben vor Someone Here Is Missing, welches da wohl die Ausnahme bildet, geben mir da nicht viel). Dies versucht man durch viel Sanftheit und getragene Stimmungen auszugleichen, was auf Dauer (jedenfalls mich) nervt - mein Harmoniebedarf ist da bereits nach wenigen Stücken vollkommen gedeckt. Ich kenne auch nur die normale CD Version, habe also nicht den Vergleich mit den alternativen Versionen der Bonusdisk, die vielleicht "besser" zu einigen Stücken passen. Aber vielleicht spielt das auch keine Rolle, hätte man gewollt, dass die Bonusversionen der Maßstab sind, wäre das Album wohl anders erschienen. Für mich sticht "All the Wars" leider nicht aus der CD Sammlung heraus und bleibt ein rein durchschnittliches Werk.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.10.2012
Letzte Änderung: 30.10.2012
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Pineapple Thief

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Abducting the unicorn 12.50 2
2002 137 10.00 2
2003 Variations on a Dream 12.00 2
2005 10 stories down 10.00 2
2005 4 stories down (EP) 10.00 1
2006 Little Man 12.00 2
2007 What we have sown 11.50 2
2008 Tightly Unwound 9.75 4
2010 Someone here is missing 11.00 2
2013 Build a World 11.00 1
2014 Magnolia 10.50 2
2016 Your Wilderness 8.00 2
2017 Where We Stood 11.00 1

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