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Godspeed You! Black Emperor

Allelujah! Don't Bend! Ascend!

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: instrumental; Postrock
Label: Constellation Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Thierry Amar Bass, Contrabass, Cello
David Bryant Guitars, Dulcimer, Portasound, Kemence
Bruce Cawdron Drums, Vibraphone, Marimba, Glockenspiel
Audan Girt Drums
Efrim Manuel Menuck Guitars, Hurdy Gurdy
Michael Moya Guitars
Mauro Pezzente Bass
Sophie Trudeau Violin, SK5

Tracklist

Disc 1
1. Mladic 19:59
2. Their helicopters sing 6:30
3. We drift like worried fire 20:07
4. Strung like lights at thee printemps erable 6:31
Gesamtlaufzeit53:07


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Na sowas! Ein neues Album von Godspeed You! Black Emperor! Ich hatte zeitweise sogar angenommen, dass es die Formation gar nicht mehr gibt. Oder ... offenbar ist "Allelujah! Don't Bend! Ascend!" auch nicht von Godspeed You! Black Emperor, sondern von God's Pee. So steht es jedenfalls seitlich und hinten auf dem für das kanadische Constellation Label typischen Pappfaltteil in dem die CD untergebracht ist und auch auf der Innenhülle. "Godspeed You! Black Emperor" kommt da nirgends vor. Allerdings hat man einen Aufkleber auf die Cellophanverpackung gepappt, der das Album dann doch als eines von Godspeed You! Black Emperor identifiziert.

Zehn Jahre nach dem Erscheinen von "Yanqui U.X.O." legen die stilprägenden kanadischen Postrocker also ihr fünftes Album vor. Den Grossteil dieser Zeit lag das Projekt wohl auf Eis und die Musiker widmeten sich vornehmlich anderen Solo- und Seitenprojekten (z.B. Esmerine, Hrsta und A Silver Mt. Zion) oder betätigten sich als Gastmusiker. Nun also "Allelujah! Don't Bend! Ascend!", dem diesmal übrigens - im Gegensatz zu den anderen Scheiben der Band - eine sehr ausführliche Besetzungsliste mit voll ausgeschriebenen Namen beiliegt.

Was gibt es hier zu hören? More of the same? Nun, es gibt natürlich - wie auch nicht anders zu erwarten - kanadischen Instrumentalpostrock aus der GY!BE-Schule zu hören. Allerdings kommt das Ganze doch ein gutes Stück härter und rauer aus den Boxen als auf den ersten vier Alben. Die von Streichern getragenen, delikat-elegischen Momente der frühen Scheiben fehlen hier weitestgehend, oder sind nicht mehr so wohlklingen-melancholisch gehalten, sondern ziemlich sperrig, knarzend und verstörend. Stimm-, Tonband- und Spracheinlagen, die es auf den ersten drei Alben der Band oft gab, fehlen - wie auch schon auf "Yanqui U.X.O." - bis auf den Anfang von "Mladic" ganz. Recht laut und düster ist die Scheibe ausgefallen, stellenweise fast experimentell und schräg. Gelegentlich klingt die Musik fast nach dem wüsten Psych-Spacrock von Acid Mothers Temple (über weite Strecken von "Mladic", in dem durch all das heftige Gerocke zudem seltsam orientalisch anmutende Melodien schwirren).

Aber, natürlich gibt es hier auch vieles, was man eben von Godspeed You! Black Emperor! kennt, dieses typische auf- und abwallen der Musik, langsam voranschreitende Klanggebirge, karge Streicherlinien, statisch dahingleitende Tonwälle, raumfüllende, sehr hypnotische Atmosphäre und heftige Ausbrüche. Auf "Allelujah! Don't Bend! Ascend!" kommt das alles allerdings deutlich desperater, düsterer, wüster, freiformatiger, etwas flotter und viel lauter als auf früheren GY!BE-Alben daher. Das abschließende "Strung like lights at thee printemps erable" besteht z.B. vornehmlich aus einem verstörenden Gemenge an verzerrt-sägendem Gitarrendröhnen und schräg hallendem Klangwabern. Gesungen wird nach wie vor nicht.

Es lässt sich somit feststellen, dass "Allelujah! Don't Bend! Ascend!", bezogen auf das bisherige Schaffen von Godspeed You! Black Emperor, kaum "more of the same" bietet. Da sich aber diverse Bands in den letzten Jahren in ähnlichen Soundwelten zwischen Krach und Postrock bewegt haben (darunter natürlich auch die Schwesterformation A Silver Mount Zion), ist das klangliche Ergebnis dann doch etwas unoriginell, oder zumindest etwas vorhersehbar bzw. wenig überraschend. Sehr gut gemacht ist das Album natürlich, so dass alte Fans der Band, Liebhaber der Postrockszene Montreals und alle die getragen-wüste, vornehmlich von elektrisch verstärkten Saiteninstrumenten erzeugte Klangelaborate schätzen von "Allelujah! Don't Bend! Ascend!" mehr als zufrieden gestellt werden sollten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.10.2012
Letzte Änderung: 27.10.2012
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Godspeed You! Black Emperor

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 f#a#oo 12.00 1
1999 slow riot for new zero kanada 10.50 2
2000 Lift yr. skinny fists like antennas to heaven 11.50 2
2002 Yanqui U.X.O. 8.00 1
2015 'Asunder, Sweet And Other Distress' 9.00 1
2017 Luciferian Towers 12.00 1

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