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Diagonal

The Second Mechanism

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012 (VÖ 09.11.2012)
Besonderheiten/Stil: Beat; Canterbury; Psychedelic; RetroProg
Label: Rise Above Records
Durchschnittswertung: 10.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

David Wileman electric & acoustic guitars, percussion, synth, vocals
Nicholas Whittaker alto saxophone, clarinet, flute, recorder, synth, percussion
Nicholas Richards electric bass, synths, percussion
Ross Hossack synths, tapes, filters, percussion
Luke Foster drums, synths, string arrangements

Tracklist

Disc 1
1. Voyage / Paralysis 6:22
2. These Yellow Sands 8:13
3. Mitochondria 9:57
4. Hulks 10:53
5. Capsizing 9:24
Gesamtlaufzeit44:49


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 3)


Mit ihrem Debüt 2008 haben die Briten Diagonal ein überraschendes Werk aus der Retroprog-Ecke vorgelegt. Das Album war sogar dermaßen retro, dass man fast schon an ein verschollenes Original aus den 70ern glauben wollte. Danach wurde es allerdings ziemlich ruhig um die Band. Das lag vermutlich daran, dass Sänger und Keyboarder (und wohl so etwas wie der Kopf der Band) Alex Crispin und Bassist Daniel Pomlett die Band verließen. Diesen Aderlass mussten die Jungs erst verkraften. Man entschied sich für eine kleine Lösung. Der zweite Gitarrist Nicholas Richards wechselte zum Bass und man machte fortan als Quintett Musik.

Nun liegt also mit „The Second Mechanism“ das zweite Album der geschrumpften Diagonal vor. Auf den generellen Sound und Auftritt der Band hatte das Ausscheiden von Crispin und Pomlett erstaunlich wenig Einfluss. Am ehesten merkt man es vielleicht daran, dass nur bei einem Song („Hulks“) gesungen wird und da auch nicht so viel. Der Rest des Albums ist instrumental. Aber dermaßen dicht gespielt, dass mir das zu Anfang gar nicht aufgefallen ist. Erst nach einigen Durchläufe wurde mir klar, dass es hier weitgehend instrumental zugeht.

Also dröhnt hier wieder die Orgel, wabern analoge Synthies in Hülle und Fülle, der Bass rumpelt und grummelt, Gitarren sägen und kratzen, alles abgerundet von kraftvollem, variablen Drumming. Sanfte Mellotronchöre, Flötenklänge, quietschig-raues Sax runden das Klangerlebnis ab. Dazwischen erschallen auch mal melancholische Trompeten-Passagen und zu Beginn und Ende seltsames elektronisches Geplinge.

Eine Entwicklung findet hier also nicht statt, Diagonal beschwören auch auf ihrem zweiten Album des Klanggefühl einer Epoche. Die frühen 70er Jahre werden mit dieser Mixtur aus verspieltem Rock, canterburesken Schrägheiten, rauschender Psychedelic und einem Schuss Beat-Glückseligkeit sehr fein wiederbelebt. Gerade das abschließende „Caspsizing“ könnte auch von einem frühen Van der Graaf Generator-Album stammen. Wer also mal wieder in gut gespieltem, nahezu authentisch klingenden Retroprog, er eher so die Bands der zweiten Reihe als Vorbilder hat, schwelgen will, der ist hier genau richtig.

P.S.: Die Besetzungs-Liste und Instrumenten-Zuordnung oben stimmt hoffentlich. Ich musste mir die Infos an verschiedenen Stellen zusammen klauen. Anscheinend fröhnt die Band auch in ihrem Informationsgebaren dem ewig Gestrigen und nützt die modernen Möglichkeiten via Internet kaum.

Anspieltipp(s): egal
Vergleichbar mit: Van der Graaf Generator, Soft Machine, Vanilla Fudge, Beggars Opera, Black Widow, Iron Butterfly
Veröffentlicht am: 4.11.2012
Letzte Änderung: 4.11.2012
Wertung: 10/15

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 2 von 3)


Erstaunlicherweise gibt es tatsächlich noch Musik, die man mal so hört, ohne dabei irgendwelche Gedanken an Hintergründe oder Bezüge zu verschwenden, da man keinen blassen Schimmer davon hat, wer eigentlich dahinter steckt. "The Second Mechanism" von Diagonal habe ich auf eine solche Weise gehört. Der Bandname war mir kein Begriff, und die Musik hat sich ebenfalls als recht eigenständig herausgestellt. Die überwiegende Instrumentalität trägt natürlich ihren Teil dazu bei, und so ergibt sich dann doch eine ganz interessante Erfahrung.

Was gibt es also zum Stil zu sagen? Grundsätzlich spielen Diagonal einen teils psychedelischen, teils rockigen Retrosound (will meinen: damit derartige Musik gespielt werden konnte, musste es nicht erst 2012 werden), wobei man aber auf allzu wirre Angelegenheiten verzichtet und sich stets mit den Mitteln der Komposition vorwärts tastet, anstatt beispielsweise auf wirre Soundeffekte zu setzen. Das macht die Stücke hier wesentlich greifbarer und schlüssiger. In kompositorischer Hinsicht stellt sich zudem heraus, dass sich Diagonal überwiegend jazzigen Mitteln arbeiten. Bass und Schlagzeug bilden ein solides, rhythmisch versiertes Fundament, über dem Gitarre, Bläser und zahlreiche Keyboards die Melodieführung unter sich ausmachen.

Und mit diesem Prinzip ergeben sich dann ganz achtbare Stücke, die schlüssig entwickelt werden und stets schön anzuhören sind. Ein gutes Beispiel hierfür ist "These Yellow Sands", das mit langsamem Tempo, unisono von Klarinette und Gitarre vorgetragenen Melodien vor einem wehmütigen Hintergrund von Mellotron-artigen Sounds und angedeuteten Chören beginnt, ehe nach ca. 2:30 ein flotterer Part mit treibendem Schlagzeug und funkiger Bläserbegleitung einsetzt, was leicht an Chicago erinnert. Das hält nochmals zwei Minuten lang an, bevor dann eine vertracktere Passage mit geradezu crimsoneskem (à la den "21st Century Schizoid Man"-Instrumentalparts), aber auch melancholischem Gebolze von Bass, Gitarre und Bläsern übernimmt und zum Ende führt.

Was die psychedelische Komponente angeht, gibt es noch des öfteren mal merkwürdige Synthesizer-Einsätze über straighte Rhythmen, wie beispielsweise gegen Ende von "Voyage / Paralysis" oder zu Beginn von "Hulks". Das klingt zwar nach Spacerock-Maßgabe, erinnert nach meinem Ermessen aber weniger an die alte britische Hawkwind-Schule, sondern mehr noch an aktuelle skandinavische Vertreter wie Hidria Spacefolk oder Circle. Hierfür sprechen nicht zuletzt das lockere Rhythmusfundament unten drunter, das jegliche Stampfigkeit umgeht, sowie die farbenfrohe, patent bediente Instrumentierung und nicht zuletzt die zahllosen Jazzrock-Fingerzeige.

Was mir persönlich an "The Second Mechanism" doch ein bisschen abgeht, ist dann doch die Tendenz zum Wahnwitz. Von Passagen, in denen die Rhythmusgruppe mal zum coolen Gefrickel ansetzt, wie beispielsweise in "Mitochondria" nach ca. 5 Minuten oder gegen Ende von "Capsizing", gibt es doch eher zu wenige auf dem Album. Gleiches gilt für große, kollektive Freakouts wie den in "These Yellow Sands" beschriebenen oder den am Ende von "Hulks". Hier wäre wesentlich mehr mut zum totalen Kontrast gefragt, sonst wird das nix mit der Nachfolge des Mahavishnu Orchestra. Anfreunden muss man sich zudem mit einigen eher nervigen, weil repetetiven, schnattrig-ostinaten Bläsereinsätzen, beispielsweise im ersten Drittel von "Mitochondria" oder nach ca. 5 Minuten von "Hulks".

Ansonsten ist "The Second Mechanism" aber ein gefälliges und schön anzuhörendes Album, das sich irgendwo im Grenzbereich von Fusion, Spacerock, Funk und sämtlichen anverwandten Stilen einsortiert. Eine richtige Großtat ist das Album zwar noch nicht, da mir die Stücke noch etwas zu kontrastarm und von der Stimmung her eintönig erscheinen. Aber eine gute Ausgangsposition haben sich Diagonal in jedem Fall schon mal erarbeitet.

Anspieltipp(s): These Yellow Sands, Hulks
Vergleichbar mit: Hidria-Spacefolk-Spacerock und Chicago-Funk
Veröffentlicht am: 30.11.2012
Letzte Änderung: 30.11.2012
Wertung: 10/15
Angenehm und jazzig, nächstes Mal gerne mit etwas weniger Beliebigkeit.

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 3 von 3)


Thomas hat ja schon geschrieben, ich glaub es war in seiner Rezension zum Debüt, dass Diagonal mehr Spaß als Sinn machen. Das trifft hundertprozentig auch auf "The Second Mechanism" zu. Wieder begegnen sich Protoprog, rauschender Psychedelic und Spacerock zu einer ebenso vergnüglichen wie vollkommen nutzlosen Mischung, die wirklich sehr viel Spaß macht. Die Band rockt, und das auch ohne Sänger - eine kurze Gesangspassage in „Hulks“ dokumentiert nämlich eher, dass die Band ohne Sänger besser fährt, als dass sie das Album groß bereichert. Klanglich ist das alles recht homogen: ein fetter Rocksound, zusammengebaut aus stetigem Beat und dicken Gitarren, wird angefettet durch Mellotron und Sax, und alle zusammen machen richtig Power.

Die Stücke selbst sind nicht allzu komplex, Protoprog eben, Diagonal scheuen aber vor der einen oder anderen krummtaktigen Passage ebensowenig zurück wie vor dissonanten Melodieführungen. Nur allzu frickelig wird es eben nicht.

Im Ganzen ist "The Second Mechanism" eines jener interessanten Alben, die zielgenau auf die Frühzeit unseres Genres zurückschauen und dabei eine neue Sicht auf eine spannende Ära eröffnen. Reinhören!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.7.2013
Letzte Änderung: 16.7.2013
Wertung: 11/15

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Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Diagonal 11.00 1

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