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SOT

Kind of Saltz

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; RIO / Avant
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Skjalg Reithaug Gitarre
Anders Hunstad Schlagzeug
Lars Andreas Haug Tuba, Trompete, Saxophon, Posaune

Tracklist

Disc 1
1. Schlatan 5:14
2. Tusjpen 5:53
3. Bartof 1:38
4. Follower 6:30
5. Salpetersyre 6:01
6. Den Avsagde 1:52
7. Støtten 4:22
8. End of Saltz 2:44
9. Oftebrua 3:44
10. Tzar Saltan 8:21
Gesamtlaufzeit46:19


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


SOT nennt sich ein Trio aus Norwegen, das in der Besetzung Gitarre, Schlagzeug und Tuba spielt. Tuba? Ja, dieses monströse Ding, das vor allem in bajuwarischen Blaskapellen für Humtata eingesetzt wird. Im Prog, oder überhaupt im Rock, ist die Tuba dagegen ein eher selten anzutreffendes Instrument. Obwohl... war da nicht mal was? Nein, ich meine jetzt nicht Sky, obwohl deren Bassist Herbie Flowers gelegentlich zur Tuba gegriffen hat, sondern ein anderes Projekt aus dem Land im hohen Norden. Von dort kam vor einigen Jahren eine CD mit dem schönen Titel Megetmeget, auf der ebenfalls die Tuba eine ganz entscheidende Rolle spielt, dargebracht von einem Herrn Lars Andreas Haug. Ebenjener bedient auch bei SOT die Tuba.

Kind of Saltz, das Debütalbum des Trios, bietet eine wunderbare Melange aus kantigem Jazzrock, Avant-Prog und gelegentlichen progmetallischen Anflügen. Auch eine Prise Folklore gibt's hin und wieder. Gitarrist Skjalg Reithaug lässt sein Instrument gerne mal metallisch bratzen und legt dabei wunderbar komplexe Riffs hin, hat aber ebenso filigran verzwirbelte Läufe im Angebot, deren Tempo von entspannt bis fingerverknotend reicht. Dazu trommelt Anders Hunstad souverän. Das Sahnehäubchen dieser Musik ist aber der erwähnte Lars Andreas Haug, der seiner Tuba die wunderbarsten Klänge entlockt, die weit über simples Humtata hinaus gehen. Die Riesentröte schlägt wilde Kapriolen, kann ebenso im harten Staccato hämmern wie avantgardistische Klangfiguren erzeugen. Dank der tiefen Lage dieses Instrumentes klingen diese nicht schrill und quietschig (nicht dass ich so etwas nicht auch goutieren könnte), sondern bringen eher einen burlesken Charakter in die Musik. Oder besser gesagt, verstärkt sie den meist ohnehin schon burlesken Charakter selbiger. Denn die Stücke purzeln ebenso vertrackt wie humoristisch aus den Boxen, sind voller Schrulligkeiten, wie sie für viele skandinavische Bands typisch sind. Da läuft man manchmal Gefahr, die vielen Ecken und Kanten dieser Musik glatt zu überhören!

Zu keinem Zeitpunkt besteht dabei die Gefahr, dass der Tuba-Einsatz zum billigen Effekt verkommt, der nach einiger Zeit ermüden würde, dafür spielt Lars Andreas Haug viel zu virtuos, kostet das volle Klangspektrum seines Instruments aus. Neben der Tuba greift Herr Haug gelegentlich auch zu Trompete oder Sopransaxophon, was zusätzliche Klangfarben in die Musik bringt. Von einigen, meist textlosen Stimmeinsätzen abgesehen, ist die Musik instrumental.

Bei aller Komplexität und Vertracktheit ist die Musik von SOT stets gut hörbar, die drei verlieren nie den Sinn für Melodien. Nur dass die Melodien bisweilen ziemlich verquer sind. Ein wunderbares Debüt, das viel Spaß und Lust auf mehr macht!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.11.2012
Letzte Änderung: 28.11.2012
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von SOT

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2014 Redwings Nest 12.00 1

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