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24189 Rezensionen zu 16534 Alben von 6441 Bands.
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Frank Zappa

Roxy & Elsewhere

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974
Besonderheiten/Stil: live; Zappaeskes
Label:
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Frank Zappa lead guitar,vocals
George Duke keyboards,vocals
Tom Fowler bass
Ruth Underwood percussion
Jeff Simmons rhythm guitar,vocals
Don Preston synthesizer
Bruce Fowler trombone,dancing(?)
Walt Fowler trumpet
Napoleon Murphy Brock tenor sax,flute,lead vocals
Ralph Humphrey drums
Chester Thompson drums

Gastmusiker

Debbi,Lynn,Ruben,George & Froggy additional back-up vocals on Cheepnis

Tracklist

Disc 1
1. Penguin In Bondage 6:48
2. Pygmy Twylyte 2:13
3. Dummy Up 6:03
4. Village Of The Sun 4:17
5. Echidna's Arf (Of You) 3:53
6. Don't You Ever Wash That Thing? 9:40
7. Cheepnis 6:32
8. Son Of Orange County 5:54
9. More Trouble Every Day 6:01
10. Be-Bop Tango (Of The Old Jazzmen's Church) 16:41
Gesamtlaufzeit68:02


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 2)


Der Meister hat Dutzende von Platten noch zu Lebzeiten selbst herausgebracht, und seit er verstorben ist, tauchen immer noch neue Raritäten-Compilitions etc. aus seinem Nachlaß auf, die Schritt für Schritt auf den Markt geworfen werden. Ein gut sortiertes Zappa-Regal in einem Plattenladen ist schon geradezu abschreckend groß...

Dieses Album ist in diesem Wust (IMHO natürlich) zusammen mit "Läther" die ideale Zappa-Einstiegsplatte. Fast alle typischen Zappaismen sind vorhanden, aber in verdaulichen Dosen. Im wesentlichen ist die CD eine Live-Aufnahme, die später im Studio mit zusätzlichen Spuren und zusätzlicher Instrumentation nachbearbeitet wurde; die Grundlagen der Songs (Basic Tracks) sind live gespielt. Diese Mischung von Live- und Studioaufnahmen wurde später eines von Zappas Markenzeichen, die er bis zur Perfektion entwickelte. Humorvolle, alberne bis krude Songansagen sind ebenso vorhanden wie ein Stück, in dem dialogisch eine 'Geschichte' erzählt wird - wenn man es eine Geschichte nennen will; auf jeden Fall spielt das Rauchen eines mit einer Socke gefüllten College-Abschlusszeugnisses eine wesentliche Rolle in dieser Szene... Rasend schnelle unisono Sechzehntel-Kaskaden, ungewöhliche Instrumentierungen (Bläser, zwei Schlagzeuge, Xylophon, Kuhglocken etc.), überragende Musicianship: eine großartige Band präsentiert sich in Topform.

Die Kompositionen sind immer intelligent, aber in der Regel gut hörbar, ohne zu sehr ins Kitschige überzeichnet zu sein, wie es bei Zappa oft der Fall ist. Sie stehen merklich in der Tradition von Zappas Jazzanwandlungen Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger. Die Arrangements sind gewohnt ausgetüftelt bis zur letzten Note; trotzdem gibt es ein paar hörenswerte Soli/Improvisationen. Insbesondere die Gitarrensoli des Meisters haben mich auf dieser CD zum erstenmal wirklich überzeugt. Angeblich gibt es zwei Fraktionen von Zappa-Fans: die einen halten ihn für einen begnadeten Gitarristen, aber mäßigen Songschreiber, die anderen halten ihn für einen genialen Komponisten, aber einen lausigen Gitarrenspieler. Normalerweise fühle ich mich mehr der letzteren Meinung zugeneigt. Für meinen Geschmack sind Zappas Soli meist zu viel Gefrickel mit zuwenig Substanz. Aber seine Soli auf "Roxy & Elsewhere", insbesondere in "Son Of Orange County" und "More Trouble Every Day" haben wirklich Gefühl und Klasse.

À propos Klasse: noch jemand sticht wirklich hervor auf dieser Platte: Keyboarder George Duke. Der gehört zu der begnadeten Sorte Musiker, die in einem Solo genau die Noten treffen, die in diesem Moment dort getroffen werden müssen: nicht mehr und nicht weniger. Kein Wunder, daß der Mann auch als Solo- und Sessionmusiker einen großen Namen in Jazzkreisen hat.

Und eines darf auf einer Zappa-Liveplatte nicht fehlen: Audience Participation Time, diesmal im letzten Stück: "Be-Bop Tango".

Anspieltipp(s): Cheepnis
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.6.2002
Letzte Änderung: 9.6.2002
Wertung: 11/15

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Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 2 von 2)


Aus irgendeinem rätselhaften Grund hat Udo dieser Platte, die er zutreffend beschreibt, nur 11 Punkte zugebilligt. Dabei sind es doch eindeutig verdutzende 12. Der Grund ist sonnenklar: Zappa mit (fast) allem, was dazugehört, handlich vereint auf einer CD, hoch unterhaltsam und ohne den elenden Leerlauf mancher anderen Live-Veröffentlichung. Zudem eine Live-Aufnahme, die fast nur neues Material enthielt und die insofern souverän für sich steht. Und das alles aus den gebenedeiten 70er Jahren und in ausgezeichnetem Sound.

Okay, den Orchester-Zappa lernt man hier nicht kennen, wohl aber den, der problemlos zwischen unterschiedlichsten musikalischen Welten hin- und herschaltet, der von Comedy unmittelbar den Weg zu hochkomplexer Instrumentalmusik findet - und zurück.

Allein die Strecke vom disco-poppig startenden "Village of the Sun" bis incl. zur Monsterfilm-Parodie "Cheepnis", mit all den wundervollen Instrumentalteilen insbesondere von "Echidna´s Arf (of you)" und "Don´t you ever wash that thing?". Zappaisch!

Den mittlerweile weltberühmten Satz "Jazz is not dead, it just smells funny", gibts noch gratis dazu.

P.S.: Eine Comic-Umsetzung des Songs "Cheepnis" findet sich neuerdings in dem Band Zappaesk von Andreas Rausch.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.6.2005
Letzte Änderung: 23.6.2005
Wertung: 12/15
Gefühlte 13

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Frank Zappa

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1966 Freak out! 7.00 1
1967 Absolutely Free 13.00 1
1968 We're only in it for the money 12.50 2
1968 Lumpy Gravy 12.00 1
1968 Cruising with Ruben & the Jets 6.00 1
1969 Uncle Meat 13.00 1
1969 Hot Rats 11.00 1
1970 Chunga's Revenge 8.00 1
1970 Burnt Weeny Sandwich 10.00 1
1970 Weasels Ripped My Flesh 11.00 1
1971 Fillmore East, June 1971 9.00 1
1971 200 Motels 11.00 1
1972 The Grand Wazoo 12.00 1
1972 Just Another Band From L. A. 10.00 1
1972 Waka/Jawaka 9.00 1
1973 Overnite Sensation 9.00 1
1974 Apostrophe' 9.00 1
1975 Bongo Fury 9.00 1
1975 One Size Fits All 12.00 1
1976 Zoot Allures 7.00 1
1978 Studio Tan 12.00 1
1978 Zappa In New York 13.00 1
1979 Joe's Garage 11.00 1
1979 Orchestral Favorites 11.00 1
1979 Sheik Yerbouti 12.50 2
1979 Sleep Dirt 10.00 1
1981 Tinseltown Rebellion 6.50 2
1981 Shut Up 'N Play Yer Guitar 9.00 1
1981 You Are What You Is 10.00 1
1982 Ship arriving too late to save a drowning witch 9.50 2
1983 The Man From Utopia 10.00 1
1984 Thing-Fish - 1
1984 Francesco Zappa 1.00 1
1984 Them or us 11.00 1
1984 Boulez Conducts Zappa: The Perfect Stranger 13.00 1
1986 Jazz from Hell 12.00 1
1988 You Can't Do That On Stage Anymore, Vol.1 10.00 1
1988 You Can't Do That On Stage Anymore, Vol.2 (The Helsinki Concert) 11.00 1
1988 Guitar 9.00 1
1989 Broadway The Hard Way 10.00 1
1991 Make A Jazz Noise Here 11.00 1
1991 The Best Band You Never Heard In Your Life 7.00 1
1992 You Can't Do That On Stage Anymore, Vol.6 10.00 1
1993 The Yellow Shark 13.00 1
1994 Civilization Phaze III 13.00 1
1995 Does humor belong in music? 11.00 1
1995 London Symphony Orchestra, Vol. I & II 13.00 1
1995 Strictly Commercial - 1
1996 Läther 14.00 2
1996 The Lost Episodes 10.00 1
1999 Everything Is Healing Nicely 13.00 1
1999 Son of Cheep Thrills 11.00 1
2003 Does Humor Belong in Music? (DVD) 7.00 1
2003 Ensemble Modern Play Frank Zappa - Greggery Peccary & Other Persuasions 11.50 2
2004 Baby Snakes (DVD) 11.00 1
2005 The Dub-Room Special (DVD) 11.00 1
2006 Trance-Fusion 9.00 1
2006 Imaginary Diseases 9.00 1
2007 Classic Albums: Apostrophe ('), Over-Nite Sensation (DVD) 10.00 1

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