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Tiles

Off The Floor

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: live; HardRock; Melodic Rock / AOR; Progmetal
Label: Standing Pavement Records
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Paul Rarick lead vocals
Jeff Whittle bass, keyboards, backing vocals
Chris Herin electric & acoustic guitar, mandolin, keyboards, backing vocals
Mark Evans drums, percussion

Gastmusiker

Matthew Parmenter violin, backing vocals (on "Changing The Guard", mellotron (on "The Wading Pool")
Keith Kaminski flute (on "The Wading Pool")

Tracklist

Disc 1
1. Landscrape 4:27
2. Toke Pledge 6:47
3. Modification 3:39
4. Capture The Flag 9:38
5. Changing The Guard 7:18
6. Segue / Window Dressing (Part IV) 3:49
7. Dragons, Dreams & Daring Deeds 7:52
8. Dress Rehearsal 5:06
9. Hide In My Shadow 5:37
10. A Minor Interlude 1:59
11. Checkerboards 15:17
12. The Wading Pool   (bonus track) 6:10
Gesamtlaufzeit77:39


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Tiles sind eine Progmetal- / Progressive Hardrock- / Melodic Rock-Band der zweiten Reihe. So macher wird sagen, zu recht und hat damit vermutlich nicht mal unrecht. Zum einen stellt sich die Band selbst immer wieder in den Schatten der großen Vorbilder Rush, zum anderen scheut die Musik von Tiles große Risiken und es wird etwas zu gefällig agiert.

Nichtsdestotrotz kann die Musik von Tiles Spaß machen und unterhalten. Diese Mischung aus Rush-Riffing, epischen Rocksongs und kürzeren Hardrockern ist zwischendurch sicherlich manchmal genau das richtige um intelligent Abzurocken. Knackige Gitarren, druckvolles Bassspiel, wuseliges Drumming, die Musiker sind gute Techniker und gerade Chris Herin ist immer für eine Frickeleinlage gut. Es hapert eben, wie gesagt, ein bisschen an Eigenständigkeit. Sänger Paul Rarick ist sicherlich nicht jedermanns Liebling, macht seine Sache aber ordentlich. Gerade in der Livesituation hat er aber schon den einen oder anderen Wackler. Irgendwie stört das aber nicht, sondern wirkt eher menschlich und sympathisch. Dem Hörspaß tut es jedenfalls keinen Abbruch.

Da Tiles aber vermutlich trotzdem ein paar Fans haben – ein ziemlich prominenter ist Disciplines Matthew Parmenter, der hier auch wieder mit von der Partie ist -, wollten sie zum 20jährigen Bestehen was besonderes bieten. Ein Livealbum sollte her, dumm nur, dass Tiles eher selten touren und eher selten Konzerte geben. Also ging man in die Initiative und veranstaltete ein „Live-im-Studio-Konzert“ vor geladenen Gästen. So entstand also „Off The Floor“.

Immerhin ein Lebenszeichen, man musste sich ja schon sorgen machen, dass sich die Band aufgelöst hat. Tiles spielen eine Art Best of ihres bisherigen Schaffens. Leider sind die Zuschauerreaktionen nicht zu hören, so dass man „nur“ einem Studioalbum zu lauschen meint. Das ist ein bisschen schade, aber für Fans (und solche, die es werden wollen, he, he) ist sicherlich eine lohnenswerte Anschaffung.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.1.2013
Letzte Änderung: 27.1.2013
Wertung: 9/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 2)


Abgehobener Titel für ein Album, abgehobenes Cover (wieso schwirrt da ein Abfluss rum?) und dazu bodenständige Musik. Wie geht das zusammen?

In diesem Falle möchte ich sagen: Geht nicht. Vor all zu langer Zeit hat mich mal "Fence The Clear" von Tiles fasziniert, der Nachfolger konnte mich wenig fesseln und ich verlor die Band aus den Ohren. Da sich nun die Chance bot, "Off The Floor" zu rezensieren, bekam die Band eine neue Chance. Mit einem Live Album, das nicht live klingt. Mit einem mumpfigen Sound, der nicht mitreißt.

Überhaupt klingt "Off The Floor" wenig dynamisch und voluminös. Das ist dem viel zu dumpfen Mix geschuldet (bei dem tatsächlich die frühere Rush-Produzenten-Ikone Terry Brown sein Finger im Spiel hatte), wahrscheinlich auch den nicht immer auf den Punkt arrangierten Stücken, die manchmal doch stark "erzwungen schief" klingen wollen und dann holprig und unwuchtig daherkommen. Neben dem basslastigem Mix wirkt die Gitarre wie direkt aus dem Verstärker abgenommen. Das klingt, als würde man in einer viel zu kleinen Garage sitzen, die Band spielt, der Bassmann hat voll aufgedreht und neben dir steht die Gitarrenmonitorbox und rattert. Und so ermüdet mich das Klangbild mit zunehmender Hördauer. Dieses "Sägen" mit Wattebauschbässen ist anstrengend. Was mich am meisten enttäuscht ist aber, dass man den - wenn auch klaren und guten - Gesang von Paul Rarick (ich mag seine Klangfarbe) ebenso "nebenher" hört. Die durchaus ansprechende Gesangsleistung verliert dadurch leider seine Aussagekraft, da sie nicht im Song platziert ist, sondern irgendwie nebenher läuft (vielleicht war die Garage doch zu eng und man hätte ihn nicht auf dem Flur singen lassen sollen?).

Spezielle Gimmicks, wie z.B. die von Matthew Parmenter gespielte Violine in "Changing The Guard" empfinde ich leider auch ein wenig überflüssig. Das war mal eines meiner Lieblingsstücke vom "Fence The Clear"-Album. Ich ziehe die Album Version weiterhin vor. Wie mein Vorschreiber schon gesagt hat, gehören Tiles zu der Reihe von Bands, die irgendwie in die zweite Reihe gehören. Leider muss ich das auch bestätigen. Denn viele Kompositionen wirken gleichförmig, wenig spannend und auf Distanz scheint mir das Album zu lang. Die wirklich guten Kompositionen lassen sich an einer Hand abzählen (Checkerboards, Dress Rehearsal, The Wading Pool [mit Parmenter am Mellotron, hier mal gut und Keith Kaminski an der Flöte]). Alles andere ist mehr oder weniger beliebiges Füllmaterial, bei dem man gerne gedanklich abschweift.

Ein wenig wehmütig habe ich nun diese Worte verfasst, denn irgendwie hatte ich mir gewünscht, jene Band wieder zu entdecken, die ich mal als hoffnungsvoll empfunden hatte. Leider ist dem nicht so und es bleibt der Eindruck eines unvollständigen, komischen Livealbums zurück, das leider erst mit den beiden letzten Kompositionen wirklich zu Hochform aufläuft und Spaß macht. Alles davor bewegt mich wenig bis gar nicht und ist mir zu beliebig, von der Songauswahl bis hin zu dem unglücklichen Mix. Da hätte man lieber auf neues Material setzen sollen, statt altes derart lauwarm zu servieren. Vielleicht auch deshalb der Abfluss auf dem Cover.

Anspieltipp(s): The Wading Pool (schöne Ballade, das)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.3.2013
Letzte Änderung: 29.3.2013
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Tiles

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Tiles 9.00 1
1997 Fence The Clear 7.00 1
1999 Presents Of Mind 10.50 2
2004 Window Dressing 9.00 2
2008 Fly Paper 9.00 1
2014 Off the Floor 02 10.00 1
2016 Pretending 2 run 11.50 4

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