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Monochromie

Angels And Demons

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Ambient; Moderne Electronica; Postrock
Label: Fluttery Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Wilson Trouvé alles

Tracklist

Disc 1
1. Skylines 5:42
2. A Sunny Afternoon 3:28
3. Erosion 4:39
4. Sniezny Krajobraz 4:20
5. White Storm 2:30
6. Frozen Sea 4:23
7. Untitled (Snow) 4:07
8. Undefined Field 2:57
9. Ataraxie 3:03
10. #1 3:51
11. Echos 6:00
12. Antennas 4:59
13. Gorace Zarzewie 8:19
Gesamtlaufzeit58:18


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


"Monochromie" als Projektname klingt schon ziemlich alt. Da kommen Erinnerungen hoch an Atari-Konsolen à la "Pong" oder Schwarzweißfernseher. Und da "Monotonie" als Wort recht nah liegt, neige ich dazu, Wilson Trouvés Debütwerk "Angels And Demons" von vornherein mit diesen Begriffen zu belasten. Tatsächlich ist es nun so, dass das in Marseille beheimatete Projekt in den 58 Minuten dieses Albums in der Tat oft genug auf enigmatische Repetition setzt und sich damit zielsicher im Grenzbereich zwischen Ambient und Postrock (aber bitte ohne "Rock") platziert. So etwa im Opener "Skylines", der auf ein ständig wiederholtes Klaviermotiv setzt, um dessen reichlich hallenden Klang nach und nach allerlei Glitch-Elektronik platziert wird.

Großartige Abweichungen von diesem üblichen Aufbau gibt es eigentlich nicht. Nur die Sounds variieren. "A Sunny Afternoon" setzt vermehrt auf Pfeifenorgel-artige Töne, "White Storm" auf ein übersteuertes E-Piano, "Erosion" zusätzlich auf einen dröhnenden Bass. "Frozen Sea" klingt mit Streichern und Orgel geradezu bombastisch und im Kontrast dazu "Ataraxia" mit Bläser-Sounds und weiträumigem Verzicht auf Elektronik geradezu aufgeräumt und sauber. Einige Nummern, beispielsweise "Sniezny Krajobraz", "Undefined Field", die Kristallglas-Orgie "#1" oder das Gamelan-artige "Echos", sind minimalistischer ausgefallen als die anderen. Andere wiederum betonen mehr den Rhythmus - "White Storm", "Undefined (Snow)" oder das Arpeggio-lastige "Antennas" fallen hierunter - wohingegen das Gros der Stücke ganz wie Salvador Dalís weltbekannte Uhren form- und und konturlos dahinfließen und im gleichen Nichts enden, aus dem sie sich angeschlichen haben.

Ob diese Musik althergebracht oder neu, spannend oder langweilig ist, lässt sich nicht so ohne weiteres sagen. Immerhin, das abschließende "Gorace Zarzewie" mit seiner Mischung aus feierlichen Soundscapes und einer merkwürdigen Textrezension (wohl auf Polnisch, wie ich vermute) erinnert direkt an "Stone Angels" vom letzten Ulver-Studioalbum. Das hatte bei mir damals weniger Begeisterung hervorgerufen, markierte es doch den bedenklich monotonen Ausklang eines eigentlich recht verheißungsvoll gestarteten Albums. Auch hier wird die Nummer nach immerhin schon der Hälfte ihrer achtminütigen Laufzeit geradezu bohrend penetrant und umso schwerer erträglich.

Andererseits fällt hier nun auf, dass der gesamte vorangegangene Ablauf von "Angels And Demons" weitaus angenehmer war und objektiv betrachtet zwar nicht viel Spannung bot, aber dafür doch ganz nett zu hören war und durchaus ein eigenes Profil bot. Und stellenweise übt die Musik gar eine gewisse Faszination auf mich aus. Die hiermit zu erduldende andere Seite der Medaille sind allerdings zeitweise kratzig-nervige Sounds und das vom Hörer einzufordernde Eingeständnis, sich mit Nummern zu beschäftigen, die minutenlang praktisch auf der Stelle treten. Das mag der Hobbyphilosoph in uns allen zwar als "Musik, die im Sein und nicht im Werden zu begreifen ist" bezeichnen, aber wir wollen uns mal nicht zu weit aus dem metaphorischen Fenster lehnen und stattdessen darauf verweisen, dass Robert Fripps vielgerühmte (?) Soundscapes oder die frühen Tangerine-Dream-Alben weder großartig anders noch "besser" sind.

Anspieltipp(s): Antennas, Undefined (Snow), Ataraxia
Vergleichbar mit: Kuriosen Klängen in Endlosschleife
Veröffentlicht am: 1.2.2013
Letzte Änderung: 2.2.2013
Wertung: 9/15
Ambient-Musik mit all ihren Vor- und Nachteilen, streckenweise aber schon ganz gut.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Monochromie

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2013 Colors In The Dark 8.00 1
2013 Enlighten Yourself While You Sleep 9.00 1
2014 Winter 10.00 1

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