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Voivod

Target Earth

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: HardRock; Metal; Progmetal; Psychedelic
Label: Century Media Records Ltd.
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Denis Snake Bélanger voice
Daniel Chewy Mongrain guitar
Michael Away Langevin drums
Jean-Yves Blacky Thériault bass

Tracklist

Disc 1
1. Target Earth 6:04
2. Kluskap O'Kom 4:24
3. Empathy For The Enemy 5:46
4. Mechanical Mind 7:35
5. Warchaic 7:01
6. Resistance 6:45
7. Kaleidos 6:27
8. Corps Etranger 4:35
9. Artefact 6:26
10. Defiance 1:32
11. Target Earth (live)   (nur Special Edition) 5:58
12. Man In The Trees (live)   (nur Special Edition) 3:39
Gesamtlaufzeit66:12


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @


Voivod sind wieder da. Nachdem die Band in den vergangenen Jahren eher den Nachlass des verstorbenen Gitarristen "Piggy" verwaltet hat, kommt man nun mit neuem Gitarristen und der quasi "Ur-Besetzung" wieder zurück. Soll heißen, am Bass wird nicht länger Jason Newsted (ex-Metallica) spielen, sondern wieder Jean-Yves Blacky Thériault, der ja bereits bis zum "The Outer Limits" Album die vier Saiten gezupft hatte. Und der neue? Der Gitarrist Daniel Chewy Mongrain?

Der schlägt sich verdammt gut und stilsicher im Voivod'schen Kosmos. Der Gitarrensound ist genau so metallen wie stets, viel Power sprüht aus den sechs Saiten. Ein würdiger Nachfolger. Sonst gibt es nicht so bahnbrechend viel Neues zu berichten. Oder doch? Auf Corps Étranger singt man in französisch. Das klingt ja mal anders. Überhaupt, der Gesang. Meine Frau meinte kürzlich: Was hörst du da schreckliches...? Tja, eigentlich hat sie recht. Schrecklich, für ungeübte Ohren, klingt der mittlerweile in die Jahre gekommene Denis Snake Bélanger schon. Die Frage ist: Klang er vorher besser? Nein, eher milder. Auf Target Earth produziert sich der Sangesmann in bester Manier roh und ungehobelt. Kratzig ist die Stimme. Aber eben auch gewohnt schräg. So klingt Voivod nunmal. Ein gutes Stichwort um über den Gesamtsound zu reden. Und da muss man über das Schlagzeug unweigerlich sprechen. Für meine Begriffe kommt das viel zu heftig nach vorn. Dazu eine Produktion, die irgendwie so wirkt, als würde man viel Luft in eine kleine Flasche pressen. Ich kenne mich da ja nicht aus, der Produzent wird sich auch sicher was bei gedacht haben; dennoch wirkt das Schlagzeug sehr wuchtig und brummig dumpf. Bitte nicht falsch verstehen, der Sound ist schon transparent, insgesamt aber ein wenig zu sehr auf "Metal-Effekt" produziert. Mir persönlich gefallen da Alben wie "Nothingface", "The Outer Limits" oder "Angel Rat" erheblich besser mit ihrem klaren, kalten Ausdruck.

Irgendwo hab ich gelesen, Target Earth klingt wie "Nothingface" im "Dimension Hatröss" Kostüm. Auch wenn heute (11.02.2013) Rosenmontag ist, sollte man sich nicht so narren lassen. "Target Earth" klingt wie "Dimension Hatröss". Punkt. Die Parallelen sind schon sehr groß. Angefangen beim Sound der Gitarren, die sehr ähnlich klingen, dazu dieser ungehobelte Gesang (mehr Metal statt Rock) und diese breaklastigen Arrangements, an denen sich vor allem Schlagzeuger Michel Away Langevin austoben kann. Einzig: Das Songmaterial klingt runder als noch 1988. Natürlich tauchen auch starke Stilelemente aus anderen Phasen der Band auf, diese muss man sich jedoch erarbeiten. Neben dem eröffnenden Titelsong sind es vor allem Stücke wie 'Kluskap O'kom' (Hammer) oder Mechanical Mind (könnte so auch auf Dimension Hatröss stehen), die die Spitzen auf dem Album bilden. Das abschließende 'Defiance' wird leider nach 1:30 im Saft ausgeblendet... Warum?

Wenn ich mir nun so durchlese, was ich da geschrieben habe, dann klingt das alles sehr sachlich. So wie Voivod eben. Musik ohne große Emotionen, mit viel Power, es kracht hier und da, es rumpelt auch mal ordentlich, dann wieder wird es vertrackt und komplex. "Target Earth" stellt die Band neu auf, zeigt hier und da seine Mankos (meiner Meinung nach vor allem im Sound und im nicht vollendeten Abschlusssong 'Defiance') und so manch gewollte Parallele zu der Thrash-Metal Vergangenheit der Band. Das wird nicht überall gut ankommen. Ich finde das Album charismatischer als manches, was ich seit "The Outer Limits" gehört habe, vermute aber mal, dass mir die langfristige Auseinandersetzung, die mir Alben wie "Nothingface" oder "Angel Rat" (beide höre ich heute noch sehr gerne) beschert haben, auch bei diesem Stück Musik fehlen wird. Von daher unemotionale 10 Punkte für ein Album, das aufgrund einiger guter Ideen über dem Durchschnitt liegt.

Anspieltipp(s): Kluskap O'kom
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.2.2013
Letzte Änderung: 11.2.2013
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Voivod

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1984 War And Pain - 1
1986 Rrröööaaarrr - 1
1987 Killing Technology - 1
1988 Dimension Hatröss 7.33 3
1989 Nothingface 12.00 1
1991 Angel Rat 11.00 1
1993 The Outer Limits 10.00 1
1995 Negatron 7.00 1
1997 Phobos 12.50 2
2005 D-V-O-D--1 (DVD) 7.00 1
2006 Katorz 10.00 1
2009 Infini 10.00 1

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