Seconds Out
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Virgin |
| Durchschnittswertung: |
10.5/15 (2 Rezensionen) |
|
Besetzung
| Phil Collins |
Gesang, Schlagzeug |
| Steve Hackett |
Gitarre |
|
| Mike Rutherford |
Bass, Gitarre |
| Tony Banks |
Keyboards, Gitarre |
|
Gastmusiker
| Chester Thompson |
Schlagzeug |
|
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Squonk
|
6:22
|
| 2. |
The Carpet Crawl
|
5:12
|
| 3. |
Robbery Assault & Battery
|
6:00
|
| 4. |
Afterglow
|
4:19
|
| 5. |
Firth Of Fifth
|
8:41
|
| 6. |
I Know What I Like
|
8:35
|
| 7. |
The Lamb Lies Down On Broadway
|
4:55
|
| 8. |
The Musical Box (closing section)
|
2:56
|
| Gesamtlaufzeit | 47:00 |
|
| Disc 2 |
| 1. |
Supper's Ready
|
24:02
|
| 2. |
Cinema Show
|
10:51
|
| 3. |
Dance On A Volcano
|
5:08
|
| 4. |
Los Endos
|
5:48
|
| Gesamtlaufzeit | 45:49 |
|
Rezensionen

Der spätnachtige Sound der CD ist eigentlich das wirklich Beeindruckende, die den Songs neues Leben einhaucht. Natürlich sind die Kompositionen allesamt wirklich hörenswert, aber für genauere Infos bitte ich, bei den jeweils einschlägigen Studioversionen nachzuschauen.
Wir wollen uns auf die live-spezifischen Merkmale konzentrieren. Da gibt es zunächst einmal das besondere Flair von Gabriel-Songs mit Collins-Vocals zu bestaunen. Hervorzuheben ist hier vor allem die Killer-Version von "Supper's Ready", die zwar nicht in punkto Aggressivität ans Original rankommt, aber durch den stimmigeren Sound eine brauchbare Alternative darstellt. Phils Stimme ist nicht nur hier leider sehr, sehr dünn gemixt, noch dünner als sonst immer, was aber zum Gesamtsound erstaunlicherweise gut paßt. Auch "Cinema Show" weiß im neuen, elektrischeren Klang zu überzeugen, vor allem die Duelle von Collins und Bruford an den Drums machen den Song noch interessanter.
Die Lieder von "Trick of the Tail" und "Wind and Wuthering" klingen noch etwas zurückgezogener als auf den genannten CDs, wobei vor allem Banks' inzwischen kultig gewordener Orgel+Flanger (Phaser?) -Sound und das weich klirrende E-Piano dominieren. Auch Hacketts Gitarrenuntermalung ist ähnlich dezent und geschmackvoll, wirkt im Klang aber viel ausgereifter und moderner. Hach, die CD gibt wirklich zu erkennen, was alles mit ihm verlorengegangen sein muß; richtig reinhauen kann er auch bei "Dance on a volcano", das ebenso wie das zum letzten Mal bei Genesis so zu hörende, zum letzten Mal geschmackvolle "Firth of Fifth"-Solo schwelgen läßt... Sturmer mag ja ein netter Gitarrist sein, aber diese dunklen, langgezogenen Töne aus Hacketts Klampfe toppen sein Gefrickel einfach tausendfach...
Ich schweife ab; Fazit: Eine wirklich gelungene Live-Platte mit einem tollen (echt!) Collins als Gabriel-Ersatz, wenn man seine Stimme denn ertragen kann. Spieltechnisch oberklasse, die Songsauswahl annehmbar (auch wenn man sich natürlich "Mad Man Moon", "One for the Vine", "Eleventh Earl of Mar", "Ripples"... gewünscht hätte, aber wenn sie dafür "Cinema Show", "Robbery, Assault..." und "Dance on a Volcano" weggelassen hätten, würde ich jetzt nach denen schreien), der Sound genau mein Ding - eine tolle Genesis-Zusammenfassung bevor es mit "And the there were three" mal so richtig abwärts ging.
| Anspieltipp(s): |
Dance on a Volcano, Supper's Ready, Cinema Show |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
10.6.2002 |
| Letzte Änderung: |
10.6.2002 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Genesis waren immer eine hervorragende Liveband. "Seconds Out" sollte also eigentlich das Non-Plus-Ultra der Genesis-Diskographie sein, nicht?
Nun - ehrlich gesagt, ich war noch nie sonderlich begeistert von dem Album (hört, hört!). Warum? Der Sound ist furchtbar dünn und mittenlastig! Wo ist die berühmte Power geblieben? Warum klingt Phil so fiepsig (vor allem bei Supper's Ready)?
Vor allem: wieso klingen andere Live-Aufnahmen aus der Zeit im Vergleich so viel besser?
Eine Antwort auf diese Fragen drängt sich auf: die Produktion. Auch wenn die Legende, dass Hacketts Parts nach seinem Ausstieg schlicht rausgemischt wurden, tatsächlich eine Legende ist, ist die Abmischung ziemlich merkwürdig für meine Ohren.
Musikalisch finde ich es übrigens schade, dass nur eine Aufnahme mit Bill Bruford als Drummer ("Cinema Show") enthalten ist. Chester Thompson in allen Ehren, aber dagegen wirkte er zumindest damals reichlich farblos.
Sicherlich die ausgewogenste und repräsentativste offizielle Live-Scheibe von Genesis, aber ich habe eben schon so viel besseres gehört... ;)
P.S.: Zur Thomas' Rezi: "Mad Man Moon" wurde tatsächlich niemals live gespielt - angeblich, weil der Piano-Mittelteil live nicht spielbar war (Overdubs im Studio?). Und "Ripples" wurde erstmals 1980 auf der Duke-Tour live gespielt.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
6.8.2004 |
| Letzte Änderung: |
6.8.2004 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Genesis
Zum Seitenanfang
|