Duke
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Virgin/EMI Music |
| Durchschnittswertung: |
8/15 (7 Rezensionen) |
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Besetzung
| Tony Banks |
Keyboards |
| Phil Collins |
Gesang, Schlagzeug |
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| Mike Rutherford |
Gitarre, Bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Behind The Lines
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5:43
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| 2. |
Duchess
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6:25
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| 3. |
Guide Vocal
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1:21
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| 4. |
Man Of Our Times
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5:34
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| 5. |
Misunderstanding
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3:13
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| 6. |
Heathaze
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4:57
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| 7. |
Turn It On Again
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3:46
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| 8. |
Alone Tonight
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3:54
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| 9. |
Cul-de-Sac
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5:06
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| 10. |
Please Don't Ask
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4.00
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| 11. |
Duke's Travels
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8:39
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| 12. |
Duke's End
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3:08
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| Gesamtlaufzeit | 55:46 |
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Rezensionen

Und da waren sie wieder, die drei Recken aus Englands posh class in ihren musikalischen Sphären aus seltsamen Rock-Ideen... nur leider waren die gar nicht mehr so seltsam. Spätestens auf "Duke" hatten sich Genesis dem 80er-Plastik-Sound angepasst, der die CD wirklich grauenvoll durchzieht.
Das bezieht sich natürlich vor allem auf Banks' Keyboards, die allerdings durch das Fehlen eines mit gutem Gewissen so zu bezeichnenden Gitarristen unverblühmt im Vordergrund rumdudeln. Nebenbei erhalten wir noch ein paar Blechpfropfen hier und da und tatatataaaah, fertig ist die nächste Platte.
Aber wir wollen nicht unfair sein: "Behind the lines" ist rhythmisch voller guter Ideen (wenn auch melodisch fürn Arsch), "Duchess" hat einen gewissen Anti-Charme (wie in Anti-Christ), der "Guide Vocal" ist harmonisch nett gestaltet, "Turn it on again" ist intelligente Partymucke (toller Rhythmus, nette Lyrics), "Duke's Travels" und "Duke's End" sind sicherlich hörenswert, wären aber auf jeder früheren Genesis-Platte der 70er im Durchschnitt versunken... Tja, und der Rest... der Rest ist leider kein Schweigen.
Da haben wir die kümmerlichen Versuche von Kompositionen aus Rutherfords Feder, mit deren Nachfolger gewisse mechanically inclined persons später die Radios füllen sollten, grauenvollen, selbstzufriedenen Sophisticationpop im Langweiltakt ("Man of our times"), konstruierte, nicht authentische Kalkulationsemotionen ("Alone tonight") - die machen ein Album nicht unbedingt interessanter...
Was noch... "Misunderstanding", die Ausgeburt eines frühen Collins-Songs mit den üblichen Waeh-waeh-waeh-du-liebst-mich-nicht-Lyrics, "Please don't ask", die Ausgeburt eines... huch, ist das ein Deja Vu oder hab ich den Song schon auf 12 anderen CDs beschrieben?
Banks' Beiträge ("Heathaze", "Cul de Sac") sind zwar etwas weniger billig, reißen aber auch niemanden vom Hocker, nichts, das einen immer wieder aus dem Regal heraus nötigt, es unbedingt an den CD-Player zu verfüttern...
Hinzu kommt, daß diese beschriebenen musikalischen Bankrotterklärungen und auch die spärlichen akzeptabelen Nummern von diesem furchtbar dünnen, klirrend sterilen, drucklosen (Keyboard-)Sound überstrahlt werden, der auch die letzten positiven Eindrücke zunichte macht. Die Dynamik des Albums geht folglich gegen Null.
Fazit: NICHT kaufen! Für mich ist Duke das wohl schlechteste GenesisAlbum aller Zeiten, dünn gespielt, dünn komponiert, dünn produziert.
| Anspieltipp(s): |
Duke's Travels & Duke's End, Turn it on again |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
10.6.2002 |
| Letzte Änderung: |
10.6.2002 |
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Mit Duke beginnt für Genesis eine neue Ära. Die Band hat ihre Musik weiter und tiefgreifender modernisiert als dies bislang der Fall war und ist erwachsen geworden. Dies zeigt sich auch an den Texten, die von Erfolg und Niederlagen, verpassten Chancen und Einsamkeit handeln. Die Grundstimmung ist so eher trüb und kühl. Auch musikalisch. Die Wärme von „...AND THEN THERE WERE THREE...“ ist verschwunden. Die Melodien sind hingegen im Vergleich zu „A TRICK OF THE TAIL“ oder „...ATTWT...“ wieder anspruchsvoller geworden, wirken nicht mehr so infantil.
Als ich das Album das erste Mal hörte, war ich etwas enttäuscht. Es schien mir irgendwie gar nicht nach Genesis zu klingen, so wie ich sie bis dahin kannte. Die Band hatte nämlich seit „...ATTWT...“ zwei grundlegende Änderungen an ihrem Sound vorgenommen (immerhin waren auch zwei Jahre ins Land gegangen): 1. Die Drums, die zuletzt bei „...ATTWT...“ sehr in den Hintergrund gerückt waren, dominieren auf einmal deutlich und produzieren sehr dynamische, erdige Rhythmen. Einflüsse der Weltmusik werden hier bereits von Genesis aufgegriffen. Zeitgleich erreicht Ex-Genesis Peter Gabriel auf seinem dritten Album eine ähnliche Rhythmisierung. 2. Das Keyboard verliert demgegenüber als Solo-Instrument weiter an Bedeutung, wird in die Songstruktur eingebunden. Es wird zugleich ein von der New Wave abgeguckter Minimalismus eingeführt, wie er am deutlichsten beim Song „Duchess“ zum Ausdruck kommt. Hinzugefügt werden kann noch ein Drittes, das sich allerdings schon auf „WIND & WUTHERING“ andeutete: Collins als großer Balladensänger, wie er es dann noch ausführlicher auf seinen Solo-Scheiben vorführen darf.
Das Album beginnt und endet relativ progressiv; am Ende wird das Anfangsthema wieder aufgegriffen. Die neuen Genesis repräsentiert am stärksten „Duchess“, ein Longplayer mit diesem seltsam minimalistischen Keyboardsound und ebensolchem Keyboard-„Solo“. Das hört sich vollkommen anders an als alles, was man bisher von Genesis kannte, aber es ist beeindruckend und (damals) neu. Großartige Kompositionen mit einer Mischung aus neuem Sound und noch immer anklingender 70-ies-Progressivität liefern vor allem „Heathaze“, „Cul de Sac“ und „Duke’s Travels“ mit ausgedehntem Instrumentalteil. Die Balladen-Schiene bedienen mit anspruchsvollen Melodien und Arrangements „Misunderstanding“ und „Alone tonight“. Das klingt hier noch nicht so ausgelutscht wie auf späteren Alben von Genesis bzw. Collins. Mit fettem Rhythmus kommt „Man of our times“ daher und „Please don’t ask“ ist auch ganz nett gemacht, aber eher unauffällig. Und schließlich ist da noch die Hit-Single „Turn it on again“. Flotte Melodie zu straightem Rhythmus.
Der Text von „Duchess“ liest sich wie die Geschichte von Genesis in (damaliger) Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Vergangenheit (70-ies): „Times were good, she never thought about the future, she just did what she would, But she really cared about her music, it all seemed so important then,“ Gegenwart und nahe Zukunft (1980): „But now everytime that she performed everybody cried for more, (...) Yes times were hard, Too much thinking ‘bout the future and what people might want.” Und spätere Zukunft: “And then there was the time that she performed when nobody called for more”. Es kann niemand sagen, Genesis hätten nicht sehenden Auges ihren Aufstieg, ihre Kommerzialisierung und späteren Fall verfolgt bzw. antezipiert.
Das Cover zieren niedliche, pastellfarbene Zeichnungen der französischen Figur „Albert“, die von der Art her an den „Kleinen Prinzen“ erinnern und dem Album zusätzliche Geschlossenheit verleihen, ganz abgesehen davon, dass die Songtitel aufeinander zu verweisen scheinen („Duchess“, „Duke’s Travel“, „Duke’s End“) und die meisten Songs textlich Frustrierendes beinhalten. Nicht zuletzt liegt das Gefühl der Geschlossenheit natürlich an dem rundum erneuerten Sound. Wenn man sich auf diesen Sound einlässt ist DUKE ein großes, ein tiefes Album. Wenn man vor allem auf die Genesis der frühen 70-iger eingeschworen ist, wird man von DUKE enttäuscht sein.
| Anspieltipp(s): |
Duchess, Heathaze, Duke's Travels |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.6.2002 |
| Letzte Änderung: |
5.2.2007 |
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Von: Fix Sadler (Rezension 3 von 7)

Oha, so geht das nicht, sagt Fix, und schreibt eine Gegenkritik. Zunächst: Duke ist KEIN Prog! Duke ist eine ganz tolle, melodiöse Rockplatte mit Konzeptcharakter. Obwohl ich mir über den Inhalt der Geschichte niemals Gedanken gemacht habe, klingt musikalisch (fast) alles rund und stimmig! Behind The Lines ist ein Mega-Intro zum Konzept, ein treibender, bombastischer Instrumentalteil eröffnet bis der sehr gute Collins-Gesang (machen wir uns nichts vor, seine Stimme passt viel besser zum Poprock) einsetzt. Ein rockiger Titel entwickelt sich, und ich behaupte mal, dass dies einer der besten Genesis-Collins-Songs überhaupt ist.
Duchess schließt sich nahtlos an, überzeugt durch grandiose Atmosphäre und Druck, ist nur etwas zu lang geraten.........
Guide Vocal ist ein wunderschönes Zwischenspiel mit Piano und Gesang. Alles in Allem ein absolut überzeugender Einstieg in die Scheibe! Weitere Höhepunkte folgen, so das tolle Heathaze, als Halbballade mit Anspruch, mein Favourit Cul-De-Sac der sich langsam zu einem Bombast-Rock-Song aller erster Kajüte entwickelt und Dukes Travels mit Reprisen aus den verschiedenen Songs, unterschiedlichen Parts und Spannung bis zum Schluß - nahezu ein Instrumental-Stück (nur Guide Vocal wird in einer abgespacten Reprise gebracht), das mir immer wieder große Freude bereitet.
Sicher gibt es auch einige Popsongs zu hören (Misunderstanding, Turn It On Again) und auch wird es ein bisserl mit den Balladen übertrieben (Alone Tonight, Please Don't Ask), und, ok, ok Mr. T., eine richtig gute Gitarre höre ich auch nicht (wie auch, kann Rutherford doch schon kaum den Bass richtig halten.....), trotzdem ist die Scheibe von schönen Melodien und toller Power nur so gespickt - und wo der Sound so übel sein soll kann ich auch nicht entdecken.......
Nö, die Platte ist geil, und von den Collins-Pop-Scheibchen die mit Abstand Beste!!!! Überhaupt kommt von den Collins Platten nur Wind And Wuthering an die Qualität (auch darüber hinaus, obwohl man es sicher nicht vergleichen kann) heran.
Also: Wer auf Duke die Gabriel-Genesis-Ära erwartet, ist eh schief gewickelt, wer aber eine schöne, melodiöse Scheibe sein eigen nennen will, sei hiermit zum Kauf angehalten!
| Anspieltipp(s): |
Duke's Travels & Duke's End, Turn it on again |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.8.2002 |
| Letzte Änderung: |
3.5.2003 |
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Habe mir "Duke" wegen kontroverser Diskussionen und auf Empfehlung wieder angehört; bin allerdings zu keiner anderen Meinung gelangt. "Duke" ist das schwächste Genesis-Album. Eine Platte in der Umbruchsphase einer Band. Der alte Progsound ist noch nicht begraben ("Duke's Travels") - zündet aber nicht mehr. Trotzdem gehören diese Teile der Platte noch zum Erträglicheren der Scheibe. Aber da sie sich an Altem messen lassen müssen, klingen sie sehr "dünn", ähnlich wie auf “And then there were three” ohne jedoch dessen altertümlichen Charme zu besitzen. Da spielt auch der neue Sound evtl. eine Rolle, der typisch 80er ist, aber leider blechern und nicht fett. Dies will alles nicht recht passen. Die Gitarre scheint auch nicht so recht Rutherfords Ding zu sein. Ja und der neue Kopf der Band Collins bleibt auch in den Startlöchern stecken. Seine Balladen berühren mich nicht ("Misunderstanding"). Auch den radiotauglichen Dance-Hit hat er auf seinen Soloplatten besser gemacht ("Turn it on again"). Überhaupt hat der poprockige Teil der Platte nicht die Prägnanz und Clevernis, die spätere Chartalben wie “Invisble Touch” oder “Genesis 83” ausmachen. Veileicht war aber auch nicht klar, wer der Kopf ist oder wo es hingeht - ein in jeglicher Richtung unentschlossenes Werk.
| Anspieltipp(s): |
Duke's travels |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.5.2003 |
| Letzte Änderung: |
16.5.2003 |
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Bei YES waren es "Going for the one" und "Tormato", hier ist es nach "...and then there were three" nun "Duke": das Album, an dem sich die Geister scheiden. "Duke" klingt nicht mehr nach Genesis der früheren Jahre, nicht nach WaW und schon gar nicht nach den Alben davor. Es klingt grösstenteils schon so, wie die Collins-Soloplatten der 80er Jahre klingen werden. Als da wären: Eingängige Melodien, einfache, druckvolle Beats, viele Balladen, leider auch viel drumcomputer (clicks und Hölzer) und eine geschliffene Produktion mit sauberem Klang. Machen wir uns nichts vor: das Album ist eingängig, es ist gute-Laune-Mucke, es macht irgendwie Spass und es beisst einen auch nirgends wirklich. Aber: der Progfaktor, wie ich ihn definiere, ist sehr gering. Wir haben es hier mit einem Popalbum zu tun, welches sich hin und wieder kleine Ausflüge in das Genre erlaubt, das die Protagonisten einst massgeblich mitgestaltet haben. Wovon handelt die Platte? Gibt's eine Geschichte hinter dem "Duke"? Keine Ahnung. Egal. Popmusik kann von mir aus vom Zusammenrollen von Socken handeln oder der Idealtemperatur von Babymilch.
"Behind the lines" fängt nett an, macht Spass und leitet dann dünn in "duchess" über. Die ersten zwei Minuten sind pure Langeweile, dann wirds etwas intensiver, ohne jedoch richtig durchzustarten. Die eingängige Melodie und der wiegende Rhythmus tragen durch das Stück, dass ansonsten nicht allzuviel zu bieten hat. Das Ende und der Uebergang in das schwülstige "guide vocal" ist dann wieder pure Langeweile. "Man of our times" ist, ich wiederhole mich, eingängig und ein guter Popsong. "Misunderstanding" ist ein Schwachpunkt der Platte, da ziemlich uninspiriert. Besonders grässlich sind die background-"Uhuhus". "Heathaze", obwohl von Banks, ist auch nicht proggier als der Rest der Scheibe, sorry. Aber ganz nett.
Ein Genesis-Konzert ohne "Turn it on again"? Undenkbar. Hat Kultstatus und ist Spass-Party-Mucke. Das "We are the champions" von Genesis. "Alone tonight"? Berührt mich nicht. Ist sogar ziemlich trivial und dudeldidu-mässig. SKIP! "Cul-de-sac" bietet etwas mehr: ein tolles intro mit ein wenig Bombast und Piano, eine intensivere Stimme und sogar mal etwas Krummtakt. Zum Schluss ein paar schräge Akkorde und nochmals Bombast. Ein Höhepunkt des Albums.
"Please don`t ask"? PLEASE DON' ASK! SKIP!
"Duke' travels" (including "duke' end") ist der Prog-Höhepunkt des Albums und bietet für jeden etwas: druckvolle drums, Beckengewitter und viele breaks, Rhythmus- und Tempiwechsel, keyboard-soli, interessante Harmonien und Melodiebögen, Bombast und gute Länge.
Fazit: ich mag dieses Album, denn ich mag 80er Jahre Pop, ich mag die ersten 3 Soloalben von Phil Collins. Und Duke ist die Overture dazu. Es erfüllt keine höheren Ansprüche, kann aber in verschiedensten Lebenslagen im Vorder- oder Hintergrund gehört werden und macht immer wieder Spass.
| Anspieltipp(s): |
duke`s travels |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.5.2003 |
| Letzte Änderung: |
27.5.2003 |
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Es wundert mich, dass "Duke" so polarisiert. Ich dachte immer, für Prog-Puristen sei "Abacab" der Anfang allen Übels... na ja, however.
"Duke" ist übrigens ein Halb-Konzept-Album. Viele haben bereits andeutungsweise davon gesprochen, aber die sogenannte "Duke Suite", bestehend aus Behind The Lines / Duchess / Guide Vocal / Turn It On Again / Duke's Travels / Duke's End, ist, wenn man so will, eine Art "Supper's Ready" anno 1980. "Behind The Lines" wird in "Duke's End" wieder aufgegriffen, und "Guide Vocal" erfährt gegen Ende der Duke'schen Reisen eine Reprise.
Es gibt meines Wissens kein offizielles Statement von der Band, um was sich das Konzept dreht. Eine wie ich finde schlüssige Theorie besagt, dass es verschiedene Blickwinkel auf das Showbiz sind. "Duchess" aus der Sicht der Künstlerin, "Guide Vocal" aus der Sicht eines Managers/Produzenten, und "Turn It On Again" als Statement eines Fans.
Nun aber mal zur Musik. Deutlich besser als "And Then There Were Three", aber leider gibt's hier auch ein paar Griffe ins *ihrwisstschon*. Die oben erwähnte "Duke Suite" (live auch als "Music From Our Album Called Duke" angekündigt) ist überzeugend und wurde live auch am Stück gespielt - interessanterweise aber auch sonst nichts vom Album (in der Regel). Das sollte einem zu denken geben. Und in der Tat sind einige der Songs eher lala. "Man Of Our Times" konnte ich noch nie leiden, geht mir trotz oder wegen des 5/4 Taktes auf die Nerven. Der andere Rutherford-Versuch "Alone Tonight" ist schon besser, aber auch nicht überwältigend.
Die ersten Gehversuche von Phil weisen auf seine zukünftige Solo-Karriere hin. "Misunderstanding" war in seiner schlichten Plumpheit auch tatsächlich der erste Hit in Amiland. Na doll. "Please Don't Ask" war ursprünglich auch für "Face Value" gedacht, und hätte da auch gut gepasst. Sehr persönlich und emotional - und einer meiner Lieblingssongs von Phil. (Kein Witz!)
So, dann sind da noch die beiden Banks-Songs. Beide klingen wie Outtakes von "A Curious Feeling" mit gutem Sänger. Schöne Songs, aber doch eher unspektakulär. Tony hat schon besseres komponiert.
Was bleibt unter'm Strich? Ein Album mit Januskopf - eine Seite hui, andere Seite pfui.
| Anspieltipp(s): |
Duchess, Heathaze, Duke's Travels |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
24.11.2003 |
| Letzte Änderung: |
24.11.2003 |
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Auch "Duke" ist (wie alle Studioalben von Genesis von "A trick of the tail" bis "Abacab") am vierten April 2008 als Einzel-CD mit der Abmischung von Nick Davis erschienen. (Das war die gleiche Abmischung, die auf der offenbar zeitlich begrenzten Veröffentlichung von "CD/SACD and DVD double disc sets" mit den gleichen Alben zu finden ist).
Auch wenn ich subjektiv nach wie vor nicht besonders viel Sympathie für "Duke" entwickeln kann, so bleibt festzustellen, dass dank der neuen Abmischung die Musik auf der Scheibe endlich nicht mehr flach, krankhaft keyboardfixiert und ohne Bässe klingt.
Trotzdem leiden die Songs m.E. unter der Dominanz von Tony Banks, der diesmal auch einige "nur" überragende (aber nicht mehr, wie auf vorigen Alben, nach meiner sehr bescheidenen Meinung zum Teil geniale) Kompositionen ablieferte. Mr.Banks praktiziert hier weiter seinen euphorischen Keyboardbombast, was ihn immerhin unverkennbar macht.
Dafür liefert Mr.Rutherford das kraftvolle und ausgezeichnete "Man of our times", so dass er nicht als reiner Schnulzenschreiber abgestempelt werden kann. Den (überzeugenden) Schulzenschreiber lebt Rutherford dagegen in "Alone tonight" aus. Damit wären überraschenderweise auch meine zwei persönlichen Highlights dieses Albums genannt.
Auf "Duke" scheint Collins mit seinem schwachen Hit-Liedchen Misunderstanding als "Kommerzheini" hervorpreschen zu wollen. (Teile - diese mit "I know the kids are well..." - von Collins' "Please don't ask" finde ich dagegen sehr gelungen). Das rief wohl die Legende zum Leben, wonach Collins Genesis fast aus eigener Kraft zur Popband machte. (Durch die Interviews auf der CD/DVD-Ausgabe erfahren wir zudem, dass kein geringerer als P.Collins "Turn it on again" zu einer Tanznummer umarrangierte).
Die "Collins-Legende" hat nur einen Schwachpunkt: auf "Duke" zeigt sich, dass die anderen beiden 1980 da noch nicht richtig mitziehen wollten. Wenn Rutherford und Banks auf den nachfolgenden Platten immer noch keine (sehr gute) Popband abgeben wollten, würden diese Alben wahrscheinlich klingen wie "Duke": unentschlossen und etwas farblos (oder weiss wie das Cover). Dank "Duke" weiss ich: ein Collins alleine macht noch lange keine Popband möglich. Und so kommt es, dass ich die Genesis-Alben nach "Duke" lieber höre, als "Duke".
Zum Abschluss zeigen einige Mitglieder des Trios mit "Duke's travels" und "Duke's end", dass sie 1980 noch an Progressive Rock glaubten. Mit diesen beiden Nummern endet "Duke", bevor es richtig beginnen konnte. Damit endet auch die Zeit des Progressive Rock bei Genesis.
Da das Album mit den Keyboardakkorden von "Duke's end" auch beginnt, kommt das als eine Geste rüber, der ganzen Platte einen "progressiven" Rahmen verpassen zu wollen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.4.2008 |
| Letzte Änderung: |
19.4.2008 |
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