Invisible Touch
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Virgin |
| Durchschnittswertung: |
7.25/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Tony Banks |
Keyboards |
| Phil Collins |
Gesang, Schlagzeug |
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| Mike Rutherford |
Gitarre, Bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Invisible Touch
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3.30
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| 2. |
Tonight, Tonight, Tonight
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8.53
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| 3. |
Land of Confusion
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4.46
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| 4. |
In Too Deep
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5.02
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| 5. |
Anything She Does
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4.09
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| 6. |
Domino
1. In The Glow Of The Night 2. The Last Domino
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10.45
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| 7. |
Throwing It All Away
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3.51
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| 8. |
The Brazilian
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4.49
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| Gesamtlaufzeit | 45:45 |
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Rezensionen

Doch, doch, es geht noch schlimmer! Eindrucksvoll beweisen Genesis auf Invisible Touch, daß es in der Tat immer noch eine Stufe nach unten gehen kann - wenn auch nur in einzelnen Songs.
Wer die Platte anspielt, wird allerdings erst einmal heftig schlucken, Tränen wegdrücken und schwarze Fahnen auf Halbmast hängen müssen, bevor es weitergehen kann. Oh mein Gott. "Invisible Touch" ist vielleicht einer der besten Popsongs der 80er, aber was heißt das schon? Lockerflockige Null-Acht-Fuffzehn-Keyboard-Puffs im Dutzend-Kadenz-Schema (T-S-D...), Lyrics, die Phil Collins irgendwie zugefallen, aber leider nicht durchgefallen sind... allerdings auch eine Menge Spielfreude und naiver Spaß. Naja, immerhin, das konnte man bei "Duke" und "Abacab" nicht überall behaupten.
"Tonight, tonight, tonight" besteht vor allem aus einer Drummachine und dem Wunsch, "Mama" zu wiederholen. Langweilig, langweilig, langweilig.
"Land of Confusion" erinnert immer wieder ans zugegeben geniale Video (Spitting Image), ist als Song aber eine Rockpop-Nummer, die Rick Springfield nicht schlimmer gemacht hätte. Gähn und Rülps.
"In too deep": Collins und Begleitband. Ich hätte schwören können, daß ich den Track von einem der Soloalben kenne... Aber auch Banks verzapft manchmal solchen Mist, da möchte ich mich nicht festlegen, ist aber auch egal, das hier IST auf jeden Fall Müll.
"Anything she does": Pooooopp, poooooop, pooooppppp. Gähn. HALT! Noch nicht ausmachen, denn jetzt kommt:
"Domino", ein Longtrack, den man mit einer Menge unnötiger Soundeffekte zu Beginn von Teil 2 zwar erst zu einem solchen gemacht hat, der aber allein durch seine epische Anlage und viele schöne und doch nicht dümmliche Melodien aus Invisible Touch hervorsticht. Sicher haben wir hier eigentlich nur eine Durchschnittskomposition, aber man freut sich ja über jeden kleinen Finger, den die drei Deppen einem reichen.
"Throwing It All Away": siehe "In too deep"
"The Brazilian" ist wiederum ein Lichtblick in Instrumental, die alte Spielintelligenz und Virtuosität blitzt auf, es hagelt nicht mehr so viele Klischees und wir lehnen uns für kurze Sekunden zufrieden zurück. Das beste der letzten Stunde!
Fazit: Was bleibt, sind 2 Tracks, die akzeptabel bis gut sind und 6 wirklich grottenschlechte oder belanglose. Finger weg.
| Anspieltipp(s): |
Domino, The Brazilian |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
10.6.2002 |
| Letzte Änderung: |
10.6.2002 |
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Rückblende: 1974 klingt das Konzeptalbum „The Lamb lies down on Broadway“ zu den fröhlich sprudelnden Klängen von „IT“ aus. Alle Welt rätselt, was mit IT nur gemeint gewesen sein könnte...
1986: Auf IT bieten Genesis ihre reifste melodische Leistung. Fast jeder Song hat Hitqualität. Das ganze Album ist von einer fröhlich sprudelnden Atmosphäre beseelt, wie aus einem Guss, ganz im Geiste von IT...
Auf IT finden sich fast durchgängig technisch perfekte, hochmelodische Nummern mit deutlichem Hang zu feinstem Pop - Edel-Pop oder Super-Pop sozusagen. Das wird Proggern, die es etwas komplexer mögen allerdings gehörig gegen den Strich gehen!
„Invisible Touch“, „Land of Confusion“ und „Anything she does“ sind Abgehnummern allererster Güte. „Tonight tonight tonight“ perfektioniert den rhythmisch gewaltigen „Urwaldsound“, den Genesis auch später noch gerne einsetzen. Der Doppeldecker „Domino“ versucht etwas progressiv zu sein, kann aber nicht wirklich überzeugen. Da klingen „In too deep“ und „Throwing it all away“ (IT?) dem stimmgewaltigen Sänger schon eher auf das Leibchen geschrieben: perfekte Genesis-Balladen, bei denen Collins sich schön im Herz-Schmerz suhlen kann. Am Schluss steht dann noch ein atmosphärisch nett gemachtes Instrumental („Brazilian“).
IT ist so der eigentliche Höhepunkt des Schaffens der Band in den 80-ern, auf den der gewaltige Erfolg des Nachfolgealbums gründet (abgesehen von der Popularität Collins). Ein konsistentes Album, das letzte in LP-Länge. Ab jetzt müssen weniger Ideen in mehr zeitliches Volumen gepackt werden.
| Anspieltipp(s): |
Land of Confusion, In too deep |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
2.7.2002 |
| Letzte Änderung: |
15.12.2004 |
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Von: Fix Sadler (Rezension 3 von 4)

Auch hierzu möchte ich meine Meinung kund tun......Invisible Touch ist (wenn überhaupt) nur bedingt Prog! Auf dieser Scheibe sind zum ersten Mal nicht nur langweilige, sondern widerlich auf den US-Markt zugeschnittene Stücke. Das Titelstück ist so was von grausig, Land Of Confusion ist trotz politischen Textes (und dazugehöriges Video - dürfte wohl jeder kennen) so was von schlecht und Into Deep frustet mich vor lauter Langeweile zu Tode. Ok, die Scheiße ist abgehackt, kommen wir zu dem brauchbaren Kram:
Anything She Does - lustiger Popsong mit Bläsern, die aufgrund der 60er Jahre - haftigkeit absolut passend sind.
Throwing It All Away - luftiger Popsong mit Zupf-Gitarre (ganz einfach) und wunderbaren Melodie
Tonight - etwas zu lang geraten, aber ein wuchtiger, teils anspruchsvoller Rocksong.
Nun zu den Highlights:
Domino - ein abwechselungsreicher PROGsong mit (wie übrigens bei allen Songs) großartigem Schlagzeugspiel von Collins, der den Kauf der Scheibe alleine rechtfertigt. Natürlich wird hier getriggert und mit synthetischen Sounds gearbeit, aber was will man denn? - Die Platte ist ein Produkt der 80er Jahre!
The Brazilian - Ganz dolles Instrumental, basierend auf einem Schlagzeugwirbel und seltsamen Keyboardsounds, völlig synthetisch, aber sehr interessant und symphonisch.
Fazit: Neben Abacab die schlechteste Platte von Genesis, aber mit genügend überzeugenden Pop, Rock und sogar (wieder ein bisserl) Prog, daß mann ruhig mal reinhören kann.
| Anspieltipp(s): |
Domino |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.8.2002 |
| Letzte Änderung: |
17.1.2003 |
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Angenommen, man habe noch nie etwas von Genesis gehört, man wüsste nichts von der Progvergangenheit der Band. Dann ist "Invisible Touch" ein Popalbum erster Güteklasse. Titelstück und Konfusionsland haben mächtig Dampf und Power, der knarrende Synthibass von "land of confusion" ist ultracool und "Invisible touch" gefällt als beschwingter, happy-party-Sound. Was der Mann da singt ist doch völlig Wurscht! "In too deep" ist der obligate Magerquark aus der Schmacht-Ecke. Ähnlich gehaltvoll oder -los wie alle derartigen Balladen vorher und nachher (wobei: "one more night" hat mir immer sehr gut gefallen).
"Anything she does" ist das Illegal alien von IT. Tempopop ohne viel Hirnschmalz bemüht zu haben. Aber spassig. "Throwing it all away": genau das machen wir damit. Eine Nummer, die einem die Fussnägel kräuselt und die Füsse einschlafen lässt.
Kommen wir zu den etwas anspruchsvolleren Sachen. "The Brazilian" wird jedem Brasilianer zwar die Tränen in die Augen treiben bei derart lieb- und lebloser Elektromucke. Aber eine wohltuende Abwechslung im Einheitspopbrei ist dieses Stück allemal. Und irgendwie witzig: orientalisch angehauchtes Keyboardtremolo, viel Chinabeckengewitter und mächtige Percussioneinlage mit Glocken, Space-Gezwitscher und krachenden Kesseln. Abschliessend ein wehmütiges Gitarrensolo. Chapeau! "Tonight, tonight, tonight" ist der kleine Bruder von Mama. Hat lange nicht die Intensität wie sein Ahne, wirkt aber ebenfalls hypnotisierend mit seinen drums und dem wiegenden beat. Die 12"Maxi setzt noch einige Minuten drauf (total knapp 12 Min.) und ist ein Longtrack Marke "Driving the last spike" oder "home by the sea". Hut ab! Wenn ich von Dominoe rede, dann meine ich v.a. "the last dominoe". Part one ist teilweise zwar auch spannend, aber irgendwie halt doch auch wieder eine eher gewöhnliche Balladenschnarchnummer. Aber sie bereitet gegen Ende das Feld für die stärksten 6 Minuten der Scheibe. Mit part two geht dann so richtig die Post ab. Treibend pumpendes Schlagzeug, toller Keyboardteppich und eindringlicher Gesang zeichnen das Stück aus. Der Sound könnte zwar noch etwas fetter sein, die drums haben generell etwas wenig Volumen, aber unterm Strich ist dies der Höhepunkt der Platte.
Wir kennen aber alle Genesis, kennen seine Geschichte, seine Alben und seine Bedeutung für das Genre ProgMusic. Und deshalb wird immer der Vergleich mit der Vergangenheit da sein. Auch ich vergleiche IT mit den Meilensteinen, mit den Alben der 70er Jahre. Und ordne es dementsprechend in diesem Kontext ein. Es hat bei weitem nicht die Klasse der Alben vor Wind and Wuthering, aber es hat mir mehr Spass gemacht als das meiste danach. Es ist das typische 80er-Jahre-Album. Eighties rule!
| Anspieltipp(s): |
Dominoe, Brazilian |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
17.6.2003 |
| Letzte Änderung: |
17.6.2003 |
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