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Special Providence

Labyrinth

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: instrumental; Funk; Jazzrock / Fusion; Progmetal
Label: Hunnia Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Zoltan Csery keyboards
Marton Kertesz guitar
Istvan Bata bass
Adam Marko drums, percussion

Gastmusiker

Balint Csongor vocals (9)
Mate Tilk vocals (9)

Tracklist

Disc 1
1. Labyrinth 6:09
2. Deep Smile 5:01
3. Nitro-Gain 5:13
4. Green Sun 7:18
5. Dog Power 5:52
6. Sajkod 7:45
7. Reptile 5:46
8. Free Entry Into Your Heart 5:21
9. Nitro-Gain (vocal version)   (bonus track) 4:53
Gesamtlaufzeit53:18


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


„progressivejazzrockmetalturbochill“ steht als Genrebezeichnung auf der Facebook-Seite der Ungarn Special Providence. Und so lustig dieser Ausdruck klingen mag, er trifft's irgendwie.

Das 2008 erschienene „Labyrinth“ ist das zweite Studioalbum von Special Providence. Damals dürfte die Band noch recht unbekannt gewesen sein und der Vertrieb über Hunnia Records wird daran nicht viel geändert haben. Und es ist bis heute (2013) nicht so ganz einfach, an die Alben der Band zu kommen, am besten geht das noch direkt bei den Konzerten. Glücklicherweise touren die Jungs ja inzwischen auch immer mal wieder in unseren Gefilden, so dass man zum einen das Merchandising nutzen und zum anderen eine fantastische Liveband erleben kann.

Auf „Labyrinth“ agiert noch ein anderer Basser als heutzutage, was aber der gebotenen Musik keinen Abbruch tut. Istvan Bata hat sein Instrument im Griff und ist mit seinen melodischen Bassläufen ein prägender Faktor im Klanggewand der Ungarn. Seine drei Kollege sind bis heute in der Band und stehen ihrem ehemaligen Kollegen in Sachen technischer Kompetenz in nichts nach. Marko Adam wirbelt an den Drums, sorgt für knallige Grooves, aber auch für fein ziselierte Zwischenspiele in ruhigeren Passagen. Gitarrist Marton Kertesz lässt fette Riffs vom Stapel, spielt kreative Soli und baut auch immer wieder lyrische Passagen ein. Keyboarder Zoltan Csery scheut sich nicht auch mal zu technoiden Experimenten zu greifen, spielt aber überwiegend flirrende und sirrende Leads, lässt die Tasten mal quietschen, mal kreischen und streut lyrische E-Piano-Läufe ein. Zuweilen sorgt er am Piano für die besonders jazzigen Momente des Albums.

Special Providence liefern ihre zwei musikalischen Gesichter auf „Labyrinth“ quasi streng getrennt ab (was so ziemlich der einzige Mecker hier ist). Auf einen heftigen Rocker mit wilder Percussion und kraftvollen, metallische Gitarren folgt immer wieder ein eher ruhiger, jazziger, leicht melancholischer Song. Aber alle Songs brillieren mit hervorragendem Bandzusammenspiel und vielen kreativen Soloeinlagen. Teils heftig rockende, teils wunderbar ruhig dahinfließende Instrumentalmusik. Bei aller Vertracktheit wirkt die Musik von Special Providence beschwingt und leichtfüssig, weswegen "Labyrinth" in keinster Weise anstregend ist, aber intelligent unterhält.

Ja, gesungen wird dann auch noch. Als Bonustrack gibt es eine alternative Version des Album-Tracks „Nitro-Gain“. Der veritable Rocker wird durch den exaltierten Gesang ein bisschen ein seiner Dynamik beschnitten, kann aber auch so überzeugen. Trotzdem mir gefällt die instrumentale Version besser und ich bleibe bei meiner Überzeugung, wirklich gute Musik braucht nicht unbedingt Gesang.

Das Album kommt in einem hübschen Digipak mit liebevollem Artwork – die Musiker sind außen durch Pacman-artige Figuren symbolisiert, das 'Labyrinth' ist als Pacman-Spielfeld stilisiert. Ein passend schönes Artwork für ein hervorragendes Instrumental-Album an der Schnittstelle von Jazzrock, Progmetal und vertrackt-verspieltem Rock.

Wer's digital mag, kann sich dieses Album und die anderen Alben der Band als Download via Bandcamp besorgen. Und dort natürlich vorher anhören (falls mir hier nicht geglaubt wird).

Anspieltipp(s): Zu Beginn einer von den flotten... Labyrinth, Nitro-Gain, Dog Power
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.8.2013
Letzte Änderung: 11.8.2013
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Special Providence

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Space Café 12.00 1
2010 Something Special (DVD) 14.00 1
2011 Soul Alert 12.00 1
2015 Essence of Change 13.50 2
2017 Will 10.00 1

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