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Iain Jennings

My Dark Surprise

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Elektronische Musik; Melodic Rock / AOR; New Artrock
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 7/15 (1 Rezension)

Besetzung

Iain Jennings Keyboards

Gastmusiker

Andy Newlove Gitarre
Colin Elsworth Gitarre
James Russell Saxofon
Mark Chatterton Gesang
Gavin Griffiths Schlagzeug
Stuart Fletcher Bass
Liam Davison Gitarre
Abi Sciberras Gesang

Tracklist

Disc 1
1. Take Control 5:12
2. Change The Shape 5:06
3. Hiding From My Tears 4:33
4. My Dark Surprise 4:23
5. Stand Inside The Shadow 6:03
6. That's Why I Fly 5:29
7. A Choice To Make A Change 6:38
8. Nowhere In My Head 5:33
9. A Mirror Of Me 7:48
10. Just Your Genetic 6:01
Gesamtlaufzeit56:46


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


Zwar sind mir Mostly Autumn, als deren Keyboarder Iain Jennings wohl noch den meisten Lesern ein Begriff sein dürfte, nicht unbedingt präsent. Aufgrund der hiesigen Beschreibungen des Bandschaffens lässt sich jedoch vermuten, dass sein nunmehr zweites Soloalbum "My Dark Surprise" keine allzu großen Gemeinsamkeiten damit aufweist. Insofern dürfte auch der Albentitel ganz passend gewählt sein: "Surprise", weil dieses Album mit der Stammband eben nur wenig zu schaffen hat, "My", weil es eben ein Soloalbum ist, und natürlich "Dark", weil die Musik in der Tat teils düster und heimelig klingt. Bleiben wir zunächst aber mal bei den Fakten: Das Album wurde offensichtlich mit Hilfe einiger mehr oder weniger prominenter Musiker aufgenommen, worunter mit Mark Chatterton netterweise auch ein Sänger fällt (man könnte annehmen, dass anderswo nur deshalb Soloalben aufgenommen werden, weil das jeweilige Bandmitglied endlich selber mal ins Mikro röhren möchte). Das sorgt insofern für Stimmung, weil Chatterton teils in der Tat an den späteren Peter Gabriel erinnert (in schlechteren Momenten, wie beispielsweise der Ballade "Hiding From My Fears", klingt er allerdings eher gepresst).

Was sind das also für Stücke, zu denen Chatterton so singen darf? Interessanterweise setzt Jennings da in Teilen auf recht eigenwillige Elektronik. So gibt es im eröffnenden "Take Control" kratzige Streichersounds zu einem Sequencer-Bass, was etwas an Klaus Schulzes "Death Of An Analogue" erinnert, im Zusammenspiel mit dem Gesang aber mehr noch an Thomas-Dolby-Songs wie "One Of Our Submarines" denken lässt. Später wird es dann in "Change The Shape" oder insbesondere "My Dark Surprise" (samt Autotune-Gesang) gar noch technoider, was allerdings angesichts recht unspektakulärer Gesangsmelodien weitaus weniger souverän wirkt als beispielsweise derartige Exkurse von Galahad ("Seize The Day"). Im Mittelteil der Platte ist von der interessanten elektronischen Ausrichtung allerdings nicht mehr viel übrig. Stattdessen gibt es mit "That's Why I Fly" und "A Choice To Make A Change" zwei simple und völlig unspannende Balladen, die die meiste Zeit ihrer Dauer mit ständig wiederholten Melodien langweilen. Ansonsten sind auch rockige Stücke wie "Nowhere In My Head" (dessen kratziger Gesang etwas an die Transport-Aerian-Scheibe erinnert) trotz durchaus effektvoller Keyboard-Begleitung bei weitem nicht abwechslungsreich genug, um wirklich zu fesseln.

Überhaupt, der Rock: Hier dürften wohl noch die meisten Verweise auf Mostly Autumn angebracht sein. Da sind beispielsweise eher simple (und umso keyboard-lastigere) AOR-Parts wie am Ende von "Change The Shape" oder "A Choice To Make A Change", und auch die spaßige Offbeat-Orgie "Stand Inside The Shadows" klingt schön erdig (obendrein liefert hier James Russell am Saxofon seinen besten Einsatz ab). Aber vermutlich passt auch eine simple und reichlich oberflächliche Mainstream-Halbballade wie "That's Why I Fly" ganz gut dahin, auch wenn ich Mostly Autumn mit dieser Konnotation langsam aber sicher Unrecht tun dürfte. Kurz vor dem Ende bessert sich die Lage mit der spartanischen (Loop-Rhythmus, Akustikgitarre, Gesang und einige wenige Keyboards), aber effektvollen und herzlich warmen Ballade "A Mirror Of Me" noch mal kurz, die in der Tat sehr an Peter-Gabriel-Klassiker der 80er erinnert. Das abschließende "Just Your Genetic" ist dagegen wieder etwas zwiespältig: Einerseits kontrastiert sich der stampfige Rock-Rhythmus aufs beste mit Saga-artigem Keyboardbombast und elektronischen Spielereien, andererseits nerven die etwas flachen Gesangsmelodien.

Oh je, schon wieder so ein langer Rezensionstext. Bringen wir die Sache hier auch zu einem schnellen Ende und fazitieren: Das Beste an Iain Jennings "My Dark Surprise" wäre wohl die Ausrichtung auf eindringliche Elektronik-Nummern mit Peter-Gabriel-Gedächtnis-Gesang gewesen, derartiges verwässert man hier allerdings mit eher uninspirierten AOR-Parts und recht einfallslosen Balladen. Somit wirkt das Album insgesamt eher halbgar, was angesichts des Potenzials der genannten Stilistik etwas schade ist.

Anspieltipp(s): Take Control, A Mirror Of Me
Vergleichbar mit: es hätte eine recht spannende Mischung aus Thomas Dolby und Peter Gabriel werden können
Veröffentlicht am: 25.10.2013
Letzte Änderung: 8.2.2015
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Iain Jennings

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2017 The House 7.00 1

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