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The Fierce and The Dead

Spooky Action

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; Jazzrock / Fusion; Mathrock; Postrock; Punk; sonstiges
Label: Bad Elephant Music
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Matt Stevens guitar
Kevin Feazey bass
Steve Cleaton guitar
Stuart Marshall drums

Gastmusiker

Terry Edwards saxophone
Sarah Gill cello

Tracklist

Disc 1
1. Part 4 3:34
2. Ark 4:04
3. Let's Start A Cult 3:36
4. Pyramid Hat 3:10
5. I Like It I'm Into It 4:08
6. Intermission 3 2:37
7. Spooky Action 3:16
8. And The Bandit 4:42
9. Entropy 2:58
10. Part 5 1:52
11. Chief 6:04
Gesamtlaufzeit40:01


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Es gibt ja so Menschen, denen fehlt etwas, wenn zur Musik nicht gesungen wird. Um es denjenigen etwas leichter zu machen, werden Alben wie „Spooky Action“ eingespielt. Gitarrist Matt Stevens und seine Mitstreiter kreieren quasi erzählende Musik, die ohne Worte auskommt. Einfach weil sie so farbig und abwechslungsreich ist. Weil immer wieder andere Details in den Vordergrund rücken und man daher einfach "nur" mit Zuhören gut beschäftigt ist. Okay, richtigen Vocal-Junkies wird das immer noch nicht reichen, aber es könnte ein Anfang sein.

The Fierce and The Dead sind inzwischen ein Quartett. Früher agierte man schon mal als Trio, dann wiederum als Quartett, aber mit einem Saxophonisten anstatt eines zweiten Gitarristen. „Spooky Action“ ist schon die dritte Veröffentlichung der Band, deswegen geht’s auch mit „Part 4“ los, die anderen Parts finden sich auf den vorigen Alben. Ur-Saxophonist Terry Edwards ist als Gast mit dabei und dazu kommt noch eine Cellistin als weiterer Gast.

Die beiden Gitarristen Stevens und Cleaton brennen ein hübsches Feuerwerk ab. Sie lassen mal flinke Arpeggien – ganz in Fripp'scher Manier – interferieren und entwerfen komplexe Geflechte. Dann lassen sie es aber auch fies und laut krachen, ergehen sich in aggressiven Ausbrüchen oder lassen Klangköper in postrockiger Stilistik an- und abschwellen (laute Gitarrenwände, you know). Ganz klar haben die Saiten hier das Kommando. Bass und Schlagwerk sorgen für ein solides, fett groovendes Fundament mit warmen Basslinien und wuseligem Drumming mit wohlgesetzten Fills und Breaks. In die durchweg eher kurzen Songs packt das Quartett jeweils eine Fülle von Ideen, so dass diese fast zu platzen drohen, aber trotzdem frech, frisch, frei daherkommen und nicht überladen oder allzu steril konstruiert wirken. Das ist vielleicht die größte Leistung von The Fierce and The Dead. Die beiden Gastmusiker sind nicht allzu auffällig, setzen aber zwischendurch ein paar exotische Akzente.

Hier wird durchweg kraftvoll gerockt, nur die „Intermission 3“ fällt mit ihrem Klanggeschwebe etwas aus der Rolle. Von Zart nach Hart, vieles dazwischen, und wieder zurück, The Fierce and The Dead unterhalten auf „Spooky Action“ mit intelligenter, abwechslungsreicher Instrumentalmusik. Ach ja: Nicht nur gut für vokal-fixierte Neugierige, sondern natürlich insbesondere Instrumentalmusikmögern ans Herz gelegt.

P.S.: Das Album ist als digitaler Download über die Bandcamp-Seite der Band erhältlich, aber erscheint auch als physische CD (Bestellung auch über die Bandcamp-Seite möglich).

Anspieltipp(s): Ark, Entropy, Chief
Vergleichbar mit: 8ziger Crimson, At War with Self
Veröffentlicht am: 23.11.2013
Letzte Änderung: 12.10.2014
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Fierce and The Dead

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2018 The Euphoric 10.00 1

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