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Symphony X

The Divine Wings of Tragedy

(Siehe auch: Leitfaden "ProgMetal")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997
Besonderheiten/Stil: Metal; Progmetal
Label: Inside Out Music
Durchschnittswertung: 12.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Russel Allen Vocals
Michael Romeo Gitarre
Michael Pinella Keyboards
Thomas Miller Bass
Jason Rullo Drums

Tracklist

Disc 1
1. Of Sins And Shadows 4:58
2. Sea Of Lies 4:18
3. Out of The Ashes 3:39
4. The Accolade 9:51
5. Pharao 5:28
6. The Eyes of Medusa 5:26
7. The Witching Hour 4:15
8. The Divine Wings of Tragedy 20:41
9. Candlelight Fantasia 6:45
Gesamtlaufzeit65:21


Rezensionen


Von: Daniel Bosen (Rezension 1 von 3)


Ja, das macht doch immer wieder Spaß! Symphony X entfachen ein wahres Metal Feuerwerk, wahrhaft herzerfrischend. Das dabei sowohl Gitarrist Michael Romeo wie auch Keyboarder Michael Pinnella aufs deftigste Malmsteen kopieren macht garnichts. Einmal sind beide wirklich fähig, und zudem wesentlich einfallsreicher als das Vorbild!

Die Songs sind zwar recht geradlinig, aber nie langweilig, und das 20 minütige Titel Stück erzeugt einen "eargasm" wie ich ihn sonst nur von reinrassigen Prog-Stücken kenne. Als wenn das nicht genug wäre, ist der Sänger auch noch hervorragend, keinerlei Heulbojengefahr.

Wenn "0" für 100% Prog und "9" für 100% Metal stehen würde, währe diese Platte eine 3, nur um einen Eindruck vom feeling zu verschaffen. Also, Air-Gitarre vom Speicher holen, Bombenleger Perücke aufsetzen und die Nachbarn mal wieder so richtig nerven.

Anspieltipp(s): "The Divine Wings of Tragedy", "Of Sins And Shadows"
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.6.2002
Letzte Änderung: 12.6.2002
Wertung: 10/15

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Von: Franco Cappelletti (Rezension 2 von 3)


Im großen und ganzen muß ich Daniel recht geben, fühle mich jedoch genötigt, die Punktzahl zu erhöhen: Mit diesem Album (und mit dem noch besseren "V" dieser Band“) wurden meine Bedürfnisse im Hinblick auf Bombast, Variation und musikalische Leistungen (vor allem beim Gesang) erstmals vollends befriedigt. Ich bin bekennender Bombast-Anhänger, und diese Band stellt für mich einfach immer noch das Nonplusultra in diesem Bereich dar, Kitschigkeit und Klischeehaftigkeit hin oder her.

Dieses Album enthält keinen einzigen schwachen Song, ja nicht einmal schwache Passagen. Der Song "The Accolade" ist für mich gar die Quintessenz dessen, was diese Musikrichtung vermag.

Fazit: An diesem Album muß sich jeder Herausforderer im Bombast-Progmetalbereich messen lassen.

Anspieltipp(s): The Accolade
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.4.2004
Letzte Änderung: 29.4.2004
Wertung: 14/15

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 3 von 3)


So, und um Symphony X und ihrem Ruf dann doch noch Genüge zu tun, hier meine Verehrung für das Rezension zu dem Album, das dann schließlich die Band begründete, in die Spur brachte, in aller Welt für Aufsehen sorgte und somit fast im Alleingang ihre Reputation schuf: "The Divine Wings Of Tragedy". Und da geht es von Anfang an in die Vollen, denn das Intro zu "Of Sins And Shadows" besteht aus weniger als zehn Sekunden Gitarrengeschrubbe auf einem Kanal. Alles, was auf den ersten beiden Alben noch nicht so recht geklappt hat, funktioniert hier: Klassisch-geschmackvollee Begleitung aus Keyboard-Arpeggio zu einem effektiven Bolz-Riff. Kein Refrain, dafür aber ein eindrucksvoll-verspielter Chorpart, und Russell Allen singt nicht nur aggressiver, sondern auch bedeutend theatralischer, wenngleich das vor dem Hintergrund dieser Musik gar nicht mal so auffällt. Und vor allem ist die Produktion endlich mal überragend; jede Stimme bekommt zu gegebener Zeit den Raum, den sie braucht, und im Ergebnis fordert das Lied den Hörer jederzeit auf sämtlichen Frequenzen von 20 bis 20.000 Hz.

Und der Zug rollt unaufhaltsam weiter: "Sea Of Lies" ist ein weiterer eindrucksvoller Song im griffigen 4-Minuten-Format, und selbst die Tempowechsel in Bridge und Refrain bekommt die Band diesmal souverän hin - auf einmal klingt es wie gewollt und nicht etwa nach einem Motor mit Fehlzündungen, was hauptsächlich ein Verdienst der kompetenten (und neuerdings hörbaren) Rhythmusgruppe ist. Dazu käme noch der schlichtweg geniale Unisono-Instrumentalpart um Minute 3 herum. Geht's noch besser? Ja, mit "Out Of The Ashes" liegt nämlich sowas wie die perfekte Hitsingle des Genres vor: Mozarteskes Intro, Dampfhammer-Strophe, eine Bridge mit absolut virtuosen Rhythmusspielchen und ein hypermelodischer Refrain mit dezent eingesetzten Chören - da lässt sich selbst aus der Erinnerung meinerseits, dass ein Schulkamerad diese Harmonien mal mit den Backstreet Boys assoziiert hatte, noch ein Kompliment an Michael Romeo & Co. formulieren. Und das Beste: Nach etwas mehr als dreieinhalb Minuten ist Schluss. So ist bislang eigentlich keine Band auf den Punkt gekommen, Freunde!

Dann "The Accolade": Neuerdings schafft es die Band gar, die Keyboard-Orchestrierungen hier nicht etwa schmalzig, sondern angemessen ätherisch klingen zu lassen, was gemeinsam mit der umso härter zupackenden Gitarre dafür sorgt, dass der Song keinesfalls wie eine Halbballade klingt (was er rein kompositorisch ja wäre), sondern wie ein richtiges Epos wirkt. Und überdies verdient jedes Speränzchen von Jason Rullo hier Szenenapplaus - zwischen trockenstem 4/4-Drumming und Keiner-kommt-mir-hinterher-Passagen ist da alles drin, Barriemore Barlow hätte es nicht besser machen können. Ah ja, und hier treten auch die öfter mal angesprochenen Kansas-Einflüsse am deutlichsten hervor: Was nach ca. 8 Minuten zu hören ist, lehnt sich sehr deutlich an "Miracles Out Of Nowhere" an, aber zum Glück machen Symphony X dennoch alles drumerhum selber.

Und nun das Tripel aus "Pharaoh", "The Eyes Of Medusa" und "The Witching Hour": Die Musik wird düster, nachdenklicher und schwerer, bleibt aber gleichzeitig pointiert und ausgewogen. Hierunter fallen beispielsweise die von der Melodik her orientalischen, zugleich aber das dafür eigentlich gemäß Klischee erwartete Legato immer wieder unterbrechenden Keyboards, die die Strophen in "Pharaoh" begleiten, der im schönen Einklang mit dem mythologischen Text finster dräuende Refrain von "The Eyes Of Medusa" und die fast schon burlesk hohen Gesangsmelodien von "The Witching Hour" - und das ganz ohne "Dies Irae"-Zitat!

War das schon genug? Nein, natürlich nicht, denn jetzt packt die Band mit dem Titeltrack den ganz großen Hammer aus. Und was da so passiert: Choral-Intro, dann eine "Mars - The Bringer Of War"-Adaption, gefolgt von virtuosen Groove-Passagen, der gesanglichen "Einführung", und dann der langsamen, aber konsequenten Steigerung zu den schnelleren Abschnitten in der Mitte ("The prophet cries..."), Rückgriffe auf das "Mars"-Intro und andere Momente, und schließlich der harmonische "Looking out on a blue sky..."-Schluss. Dabei erfolgt immer schön die geschmackvolle Wandlung von miteinander eng verzahnten Arrangements und Harmonien, sodass kein Eindruck aneinandergehängter Abschnitte entsteht, sondern sich im Gegenteil ein kontinuierlicher Fluss ergibt - über die vollen 21 Minuten! Als Progmetal-Longtrack steht "The Divine Wings Of Tragedy" somit noch vor "Metropolis Pt. 1" und "The Ivory Gate Of Dreams" an erster Stelle.

Ein wenig schade, dass "Candlelight Fantasia" danach nur noch die Rolle des Absackers bleibt, ist doch dieses Stück selber schon ungewöhnlich genug. Irgendwie erinnert es mich in seiner Harmonie ein wenig an ein Chanson, weist aber zudem auch ein paar psychedelische Passagen auf, etwa mit den in der zweiten Hälfte der Strophe auftauchenden Delay-Gitarren. Angesichts eines solchen Habitus könnte es allerdings nach dem streckenweise rauschhaften Titeltrack auch kaum ein besseres Folgestück zum Abschluss dieses Albums geben. Ah, "Abschluss" ein gutes Stichwort für diese Rezension: Natürlich ist "The Divine Wings Of Tragedy" das große Highlight, der alles überstrahlende Stern im Repertoire von Symphony X. Weil hier alles passt: Die kurzen Stücke sind griffig und entweder keine Sekunde zu lang oder aber mit Spielereien vollgepackt, und die langen Stücke ziehen alle Register einer technisch und kompositorisch herausragenden Band und bieten höchstklassigen Progmetal, der ohne offensichtliche Wiederholungen von Passagen und in durchkomponierter Form von Anfang bis Ende fesselt. Also? Besser als hier geht's nicht. Danke, Symphony X!

Anspieltipp(s): hat dieses Album nicht nötig - es geht ja schon nach 10 Sekunden von 0 auf 100%
Vergleichbar mit: die Kansas-Einflüsse sind eigentlich nicht der Rede wert
Veröffentlicht am: 21.10.2015
Letzte Änderung: 12.11.2016
Wertung: 14/15
Hinweis in eigener Sache: 15 Punkte vergebe ich aus Prinzip für kein reales Album ;-)

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Symphony X

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Symphony X 8.50 2
1995 The damnation game 8.00 2
1998 Twilight in Olympus 9.00 2
2000 V (The new mythology suite) 11.67 3
2001 Live on the edge of forever 10.00 1
2002 The Odyssey 12.50 2
2007 Paradise Lost 9.50 4
2011 Iconoclast 4.50 2
2015 Underworld 12.00 1

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