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Dream Theater

Awake

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: East West Records
Durchschnittswertung: 12.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Mike Portnoy Drums
John Petrucci Gitarre
John Myung Bass
James LaBrie Vocals
Kevin Moore Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. 6:00 5:31
2. Caught in a Web 5:28
3. Innocence Faded 5:43
4. A Mind Beside Itself

1. Erotomania 6:45
2. Voices 9:53
3. The Silent Man 3:48

5. The Mirror 6:45
6. Lie 6:34
7. Lifting Shadows off a Dream 6:05
8. Scarred 11:00
9. Space-Dye Vest 7:29
Gesamtlaufzeit75:01


Rezensionen


Von: Christoph Scholtes @ (Rezension 1 von 3)


Was sofort im Vergleich zu den anderen Alben positiv auffällt ist der veränderte Gesamtsound. Mike Portnoys Schlagzeug klingt auch ohne Trigger total knallig! Wer´s nicht glaubt der drehe erst die Anlage auf und starte dann die CD! Desweiteren hat sich Keyboarder Kevin Moore aus dem Hintergrund etwas weiter nach vorne bewegt und die Gitarre beherrscht nicht mehr allein das Feld! Insgesamt herrscht auf "Awake" aber eine eher düstere, unterkühlte Stimmung.

Los geht´s mit "6:00" und einem Monster Drum Intro, welches, wenn meinen Rat mit dem Aufdrehen der Anlage befolgt, einen vom Stuhl hauen wird! Wahnsinn, was Mike P. anschließend alles aus einem 4/4 Takt herausholt! Ansonsten ist der Song typisch für das ganze Album: cooles Riffing der Gitarre mit Unterstützung des Keyboard, solide Basis des Bass und Groove vom Schlagzeug! Ach ja, auch James LaBrie zeigt sich wieder einmal in Hochform! "Caught in a Web" wartet mit einem schweren 7-Saiter-Heavyriff auf, das von einem hypnotischen Keyboardriff komplettiert wird! Mitgröhlrefrain und cooles Solo tun ihr übriges! Beim sehr melodiösen "Innocence Faded" nimmt man dann etwas den Fuß Heavy-Gas und herauskommt ein Song, der vor allem durch die tolle Leadgitarrenmelodie, und dem dem proggy Solo-Teil gegen Ende zu begeistern weiß! Zeit für einen Proghammer: "Erotomania", ein ca. 7 minütiges Instrumental, das wieder einmal mit allem aufwartet, was das Proggerherz sich so wünscht! Da wären massenhaft ungerade Takte, coole Soli von Keys und Gitarre, harte Teile und softere Teile mit supertollen Melodien (erkennt noch jemand "The Silent Man" bei dem langsamen Teil?). Killersong! Nahtloser Übergang zum 5. Track "Voices". Anfangs wieder das volle Gitarren/Keyboard-Brett, danach eine langsame Strophe mit Piano und Gitarrenleads, im Refrain wieder volle Power. Der dynamische Spielraum, den der Song während seiner 10 Minuten durchläuft, ist sehr beeindruckend und zeigt, daß die Band nicht nur möglichst progressiv drauflosknüppelt. Wieder ein nahtloser Übergang zum nächsten Stück, der Akustikgitarren-Ballade "The Silent Man". Hey Mann, was ist denn das? Dieses Format ist ja chartstauglich!!! Genialer Song, den man von Dream Theater bis dahin nicht erwartet hätte! Kaum hat man sich an die etwas ungewöhnten Töne gewöhnt, geht´s auch schon wieder richtig zur Sache! "The Mirror" fährt das mit Abstand härteste Riffgewitter des Albums auf und mündet so im nicht minder harten "Lie", daß es genausogut ein Song sein könnte! Hier dominiert ganz deutlich wieder die Gitarre mit ihren harten Riffs. Wirklich sehr hörenswert ist wieder einmal John Petruccis Gitarrensolo bei dem er mit Hilfe seiner 7-Saitigen aus den tiefsten Abgründen bis zu den höchsten Gipfeln aufsteigt! Cool! Auch die Abwechlsung kommt hier durch Tempo- und Metrumwechsel nicht zu kurz! "Lifting Shadows off a Dream" ist wieder eine (überaus gelungene) Erholungspause, die mit einem tollen Refrain aufwartet und auch in Sachen Progressivität einiges zu bieten hat! Besonders cool ist die Delay-Gitarre unterlegt mit den Keyboard-Strings. "Scarred" bietet am anfang ein sehr atmosphärisches Intro mit tollem, bluesigen Solo. Anschließend haben wir wieder die übliche Steigerung zum vollem Brett, wobei auch hier wieder sämtliche Dynamikspielräume ausgelotet werden. Das letzte Stück "Space Dye Vest" ist eine sehr keyboardlastige Ballade, die aber sehr, sehr atmosphärisch von Brezel-Gitarrenakkorden untermalt wird! Effekte wie Sprachsamples tun ihr übriges und tragen sehr zur tollen Atmosphäre bei! Gegen Ende gewinnt der Song, durch einseztendes Schlagzeug, immer mehr an Dynamik, um dann wieder bis aufs Piano zurückzugehen. Ein gelungener, leiser Abschluß.

Zusammenfassend bleibt nur zu sagen, daß dieses Album ein Pflichtkauf für jeden Freund härterer Töne ist. Die Band spielt und klingt wie aus einem Guß, was dem Album eine ungeheure Power verleiht! Viele Leute kritisieren, dass die Platte "steril" oder "klinisch" klänge. Meiner Meinung nach ist das (im atmosphärischen Sinne) genau das, was diese Platte am Ende ausmacht. Die Songs gewinnen nämlich in der "unterkühlten" Atmosphäre nochmal deutlich an Härte und Spannung.

Anspieltipp(s): Erotomania, The Silent Man, The Mirror
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.6.2002
Letzte Änderung: 13.6.2002
Wertung: 13/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 3)


Meine volle Zustimmung zu Christophs Rezension. Awake ist ein Klasse-Album und steht für mich noch eine Stufe über Images and Words, weil es vielfältiger und abwechslungsreicher ist, weil absolute Präzision, Druck, Kraft und Atmosphäre eine perfekte Mischung eingehen und das Album eben nicht steril und kalt klingt. 6:00 (drums), Erotomania (keys, guitar) und the mirror/lie (Monsterriffs) sind meine Favoriten, caught in a web, voices und scarred packen mich immer wieder und the silent man ist neben surrounded die Ballade, mit der sich alle weiteren Versuche der Band in dieser Richtung messen lassen müssen (und stets scheitern).

Auf Awake zeigt sich auch, dass Moore der beste Keyboarder der Band war. Sein Spiel prägt die Stücke nicht unwesentlich mit, in Space-Dye Vest wird deutlich, dass sein kompositorischer Einfluss was Stimmung und Atmosphäre betrifft, nicht klein gewesen sein dürfte.

Awake war mein erstes Album von Dream Theater, ich habe es bestimmt über 100 mal gehört und war jedesmal wieder begeistert oder habe etwas Neues entdeckt. Für mich der Massstab, an dem jedes Album dieses Genre zu messen ist.

Anspieltipp(s): 6:00, erotomania, mirror
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.9.2003
Letzte Änderung: 19.9.2003
Wertung: 13/15
DAS Progmetal-Album

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Von: Jörg Graf @ (Rezension 3 von 3)


Nein, Leute, so kann ich das nicht unterschreiben.

In der Tat haben DT hier ihr reifstes Werk abgegeben. Gegenüber IAW hat sich einiges getan. Produktion um Längen besser, keine zu bunte Mischung an Stilen, dafür eher düster angehaucht. Und einige richtige Knaller gibts auch. 6:00, Erotomania/Voices und Mirror sind regelrechte Gänsehautattacken. Mehr brauche ich dazu nicht sagen.

Aber dann gibt es auch schon einen deutlichen Sprung in der Qualität. Caught in a web, Lie, Lifting shadows und Scarred sind an sich keine schlechten Stücke. Sie haben viele gute Momente, aber immer wieder kommen dann so Allerweltsmelodien hoch oder einzelne Abschnitte wirken aufgesetzt. Insgesamt sind sie eher schwerverdaulich. Man könnte guten Gewissens einzelne Teile herausschneiden und untereinander vertauschen, ohne daß es groß auffallen würde. Hier fehlt mir ein wenig die eigene Identität der Stücke.

Innocence ist mir zu schnulzig um mir wirklich zu gefallen, auch wenn zwischendurch bessere Stellen durchschimmern (das ist genau so eine verhundste Mischung wie bei Surrounded vom Vorgänger, das für mich unverständlicherweise immer so hoch gelobt wird).

Space-Dye Vest verfolgt einen guten Ansatz, bleibt aber weit unter seinen Möglichkeiten. Was Kevin Moore als Chroma Key zum Besten gibt, finde ich durchaus gelungen. Hier macht aber der Rest von DT alles kaputt. Keiner weiß so recht, was er mit der Musik von Kevin anfangen soll und frimelt irgendetwas vor sich hin. (Hier wird auf jeden Fall deutlich, daß die Ideen von Kevin nicht zur Band passen und eine Trennung wohl nicht zu umgehen ist.) Unklar ist an der Stelle auch, ob LaBrie hier singt oder Kevin. Im Booklet ist nicht angeben, daß auf dem Track jemand anders singt. Die Stimme versteckt sich jedenfalls hinter der Melodie, was ich auch eher einfallslos finde. Ich kann jedenfalls nicht ausmachen, ob es Kevins an sich dünnere Stimme ist oder LaBrie, der sich zurückhält, weil ihm nicht besseres dazu einfällt.

The Silent Man schließlich klingt so, als wäre es innerhalb von 5 Minuten entstanden, als Petrucci gelangweilt vor sich hingeschrammelt hat. Da ist nichts originelles dran, keine Spannung, keine Atmosphäre. Nur Schmalz und Langeweile.

Insgesamt ist noch anzumerken, daß LaBries Stimme nicht so recht zu dem düsteren Touch passen will. Er möchte fies klingen, aber es ist letztlich nur verkrampft. Auch die Stellen mit Sprechgesang können nicht wirklich überzeugen.

Nur, um es nochmal klar zu stellen: Ich finde Awake wirklich nicht schlecht, aber für ein Meisterwerk sind einfach zu viele Mängel vorhanden.

Anspieltipp(s): 6:00, The Mirror
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.12.2004
Letzte Änderung: 20.12.2004
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Dream Theater

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1986 Majesty - the official 1986 Demo 9.00 1
1989 When Dream And Day Unite 11.00 3
1992 Another day (Single) - 1
1992 Images and Words 12.00 4
1993 Live at the Marquee 7.00 1
1994 Lie (Single) - 1
1994 The silent man (Single) - 1
1995 A Change Of Seasons 9.50 2
1997 Falling Into Infinity 6.00 2
1997 Hollow years (Single) - 1
1998 Once In a LIVEtime 7.67 3
1999 Metropolis Pt. II - Scenes From a Memory 12.00 7
2000 Through her eyes (Single) - 1
2001 Metropolis 2000: Scenes From New York 11.00 1
2001 Live Scenes From New York 10.00 1
2002 Six degrees of inner turbulence 6.00 3
2003 Train of thought 9.67 6
2003 The Number of the Beast (Official bootleg) 8.00 2
2003 Master of Puppets (Official Bootleg) 10.00 2
2004 When dream and day reunite (Official bootleg) 11.00 1
2004 Live at Budokan (DVD) 12.00 1
2004 Live at Budokan 10.50 2
2005 Octavarium 10.29 7
2005 Dark Side of the Moon (Official bootleg) 9.00 2
2006 Score - 20th Anniversary World Tour 7.00 1
2006 Made in Japan (Official bootleg) 10.00 1
2006 Score - 20th Anniversary World Tour (DVD) 12.00 1
2007 Systematic Chaos 8.00 4
2008 Chaos in motion 2007-2008 10.00 1
2009 Uncovered 2003-2005 (Official bootleg) 8.00 1
2009 Black Clouds & Silver Linings 10.00 2
2011 A Dramatic Turn of Events 11.80 5
2013 Dream Theater 8.67 3
2013 Live at Luna Park 13.00 1
2016 The Astonishing 8.50 3

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