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Neal Morse

Neal Morse

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: Rock / Pop / Mainstream
Label: Ear Candy Records (Inside Out)
Durchschnittswertung: 6.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Neal Morse all instruments

Gastmusiker

Nick D'Virgilio drums (except track 1)
Glenn Caruba percussion (track 8)
Chris Carmichael strings (tracks 7 & 8)

Tracklist

Disc 1
1. Living out loud 4:31
2. Lost Cause 5:02
3. Landslide 5:27
4. That which doesn't kill me 4:42
5. Eveything is wrong 5:01
6. Nowhere Fast 3:42
7. Emma 3:13
8. A whole Nother trip

1. Bomb that can't explode 9:02
2. Mr. Upside Down 4:41
3. The Man who would be King 4:22
4. It's Alright 5:52

Gesamtlaufzeit55:35


Rezensionen


Von: Christoph Scholtes @ (Rezension 1 von 3)


Im Grunde muß man das erste Soloalbum von Spock´s Beard Sänger und Mastermind Neal Morse in 2 Hälften aufteilen. Die erste Hälfte besteht aus sieben tollen Pop-Rocksongs, die vom Progstandpunkt nicht mehr viel mit dem zu tun haben, was man von Neal bzw. Spock´s Beard gewohnt ist, obwohl man doch die tyische Neal-Morse-Handschrift bei jedem der Songs erkennt. Dies liegt wohl auch daran, daß der Meister alle Songs geschrieben und außer die Drumtracks bei 2 Stücken (die SB-Kollege Nick DiVirigilo übernommen hat) alle Instrumente selbst eingespielt hat. Die Songs sind alle geprägt von Neal´s phantastischen Gespür für tolle Melodien und laden geradezu zum Mitsingen ein, ohne jedoch in irgendeiner Weise kalkuliert oder mainstream-mäßig zu klingen.

"Living out loud" eröffnet das Album sehr gelungen mit einer Mid-Tempo-Nummer. die zwar soundmäßig einen Spock´s Beard-Einschlag hat, aber trotzdem eher untypisch ist. "Lost Cause", welches auch schon auf der Spock´s Beard-Single von "Skin" veröffentlicht wurde, führt das Ganze mit coolem Refrain und Gutelaune-Feeling fort. Das dritte Stück "Landslide" ordnet sich dann eher in die melancholische Ecke ein und ist in den Strophen geprägt von der Akustik-Gitarren-Piano-Kombination. Das mit einem sehr dissonsant klingenden Gitarrenriff ausgestatte "That which doesn´t kill me" gefällt vor allem durch seinen Mitsingrefrain und den coolen Flanging-Effekt in der Bridge. "Everything is wrong" geht dann wieder in die melancholischelangsame Richtung mit Piano, aber mit sehr dominatem Schlagzeug. Für eine echte Ballade schon fast zu dominant, aber cool. "Nowhere fast" ist wieder einer dieser Gute-Laune-Songs mit tollem Mitsingrefrain und "Emma" eine geniale Power-Ballade mit Akustikgitarre und Streicherbegleitung.

So, nach was kann nach einer halben Stunde voll mit genialen Melodien und Songs noch kommen? "A whole nother trip", der zweite Teil des Albums, bestehend aus einem 23 minütigen Stück (unterteilt in vier Unterabschnitte), das jedoch im Gegensatz zu den ersten voll in die Prog-Rock-Kerbe haut, ohne jedoch Spock´s Beard zu kopieren! Obwohl doch Progressiv, wäre "A whole nother trip" auf einem regulären Spock´s Beard Album wohl deplaziert gewesen, da der Meister hier doch einen leicht anderen Weg beschreitet als sonst. Der Song besitzt irgendwie ein anderes Feeling als typische SB-Stücke, er kommt viel erdiger daher. Außerdem werden Samples, Drumloops u.a. als Stilmittel eingesetzt, wobei progtypische Instrumente, wie Mellotron oder Hammond-Orgel auch nicht zu kurz kommen. Der erste Abschnitt "A bomb that can´t explode" kommt noch mit einem ausgeprägten SB-Feeling daher, bei "Mr Upside Down" fällt sofort das sehr heavy Gitarrenriff auf, "The Man who would be King" hat ein treibendes lateinamerkianisches Feeling, unheimliche Power sowie Quietsch-Samples, die klingen als würde man mit der Hand über einen Luftballon reiben (Cool!) und "It´s Alright" bildet mit mehrstimmigen Gesang eine sehr gelungenen, balladesken Abschluß eines Proghammers.

Fazit: Auch ohne seine Kollegen überzeugt Neal Morse auf der ganzen Linie, egal ob bei Pop-Rock oder Prog. Das oben erwähnte Gespür für Melodie, Songwriting und vor allem geschmackvolle Instrumentierung sind die großen Stärken dieses Albums. Trotz der realtiv simplen Songs schafft er eine Komplexität im Bezug auf die Instrumentierung, so daß man auch wiederholten Hören immernoch neue Dinge entdeckt und es eigentlich nie langweilig wird und die Verwendung von einigen Samples und Drumloops zeigt, daß man im Hause Morse auch in dieser Richtung experimentierfreudig ist.

Auf keinen Fall ein Ersatz für Spock´s Beard, aber eine willkommene Abwechslung, die vor allem auf einen neuen Output von Neal´s Stammformation Appetit macht.

Anspieltipp(s): That which doesn't kill me, Emma
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.6.2002
Letzte Änderung: 13.6.2002
Wertung: 10/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 3)


Mit Spannung habe ich dieses Soloalbum erwartet. Um so grösser dann meine Enttäuschung. Diese Platte ist ziemlich überflüssig. Nach 4 Alben als Band, einem Live-Mitschnitt, der Raritätensammlung "the vault" folgt nun das 7. Teil in 5 Jahren. Gleichzeitig laufen bereits die Planungen für das neue Album V und das Projekt "Transatlantic". Dementsprechend dürftig zeigt sich das Resultat auf dieser Platte, der schlicht die Ideen fehlen. Alles irgendwie schon mal dagewesen auf den vorherigen Alben, bloss viel besser. Hier nutzt Neal Morse nur seinen guten Namen, um als Solist noch ein wenig Geld zu machen.

Man mag ihm zugute halten, dass er mal was ganz anderes machen wollte, etwas, das nicht nach Spocks Beard klingt.

Doch wenn dem so ist, dann tut er gerade dies nicht, oder nicht konsequent genug. Alles klingt immer noch nach Spock`s Beard, am ehesten nach dem letzten Album "Day for night", aber nicht neu. Der einzige Unterschied ist, dass der Prog fehlt. Dies ist eine Poprockplatte. Fast immer 4/4, oftmals einfachstes Strickmuster mit simpelsten Akkorden, gelegentlich eine schnulzige Ballade. Ich wollte nicht die Ausschussware des letzte Beard-Albums hören, sondern habe darauf gehofft, dass Herr Morse aus seinem grossen Reichtum an Einfällen schöpft, vielleicht mal ein jazziges Stück spielt oder gar Hip-Hop oder Country. Pustekuchen!

Auf über 50 Minuten wird Langeweile produziert. Hin und wieder gibt es lichte Momente, doch die bleiben die Ausnahme.

Das beste Stück der Platte ist ein typisches "Beard"-piece: Track Nr. 8. "Bomb that can`t explode" frickelt und groovt anfänglich ganz nett daher, ist aber im Vergleich zu den grossen Werken der Bärte dünn und blass. Teil 3 dieses Stückes (the man who would be king) gefällt mir persönlich am besten. Ein sambaesker Rhythmus, akustische Gitarre und Percussion schaffen ein nettes Popstück. Mehr aber auch nicht.

It`s alright schliesst diese Platte ab. Ruhige vocals (irgendwie erinnert mich dieser Titel ein wenig an Alan Parsons).

Fazit : Morse goes Pop, no ideas, curtain !
Anspieltipp(s): a whole nother trip
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.8.2002
Letzte Änderung: 13.8.2003
Wertung: 3/15

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Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 3 von 3)


Ende der 1990er-Jahre befanden sich Neal Morse und seine damalige Band Spock's Beard auf dem Zenit ihrer Popularität. Ihre besten Alben waren längst eingespielt, nun beschränkte man sich darauf, das erfolgreiche Rezept auf Alben wie Day For Night immer wieder neu aufzugießen. Ob sein erstes selbstbetiteltes Soloalbum lediglich ein Ego-Trip war (und damit auch ein Testballon für die später vollzogene Trennung von seiner Band) oder der Versuch, mit den radiotauglicheren, kommerzielleren Tracks der Spock's Beard-Machart mehr Airplay und mehr CDs außerhalb der Szene zu verkaufen, ist heute nicht mehr zu klären. Fakt ist: Nichts, was man auf diesem Album zu hören bekommt, hatte Morse nicht anderswo schon besser gemacht. So gesehen sollte dieses Soloalbum symptomatisch für die folgenden Veröffentlichungen sein. Selbst die teilweise recht charmanten, naiv-ironischen Texte hatte er zuvor schon besser geschrieben.

Selbstplagiate sind per se nichts Verwerfliches, und immerhin gab sich Morse auf seinem Solodebüt Mühe, die einzelnen Ingredienzen anders zu gewichten. Doch mehr als eine solide Leistung kam bei genauerer Betrachtung dabei eben trotzdem nicht heraus.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Spock's Beard
Veröffentlicht am: 18.2.2007
Letzte Änderung: 18.2.2007
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Neal Morse

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 Merry Christmas From The Morse Family 10.00 1
2001 It's Not Too Late 6.33 3
2003 The Transatlantic Demos 10.00 2
2003 Testimony 9.00 6
2004 Testimony Live (DVD) 11.00 1
2004 One 10.80 6
2005 ? 10.75 4
2006 Cover To Cover - 1
2006 Send the Fire - 1
2007 Sola Scriptura 7.33 7
2007 Songs From The Highway - 1
2007 ? Live 6.33 3
2008 Sola Scriptura And Beyond (2DVD) 12.50 2
2008 Lifeline 7.40 5
2009 So Many Roads (Live In Europe) 10.00 2
2011 Testimony two 10.33 3
2012 Momentum 11.33 3
2013 LIVE Momentum 11.00 1
2014 Songs From November - 2
2015 The Grand Experiment 9.67 3
2015 Morsefest 2014 10.50 2
2016 The Similitude Of A Dream 10.75 4
2016 Alive Again 10.00 2
2017 Morsefest 2015 12.00 2
2018 Life & Times - 1
2018 The Similitude Of A Dream Live In Tilburg 2017 11.50 2

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