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Kaipa

Notes from the Past

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Inside Out Music
Durchschnittswertung: 7.6/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Hans Lundin Keyboards
Roine Stolt Guitars
Patrik Lundström Lead & Backing Vvocals
Jonas Reingold Bass
Morgan Ågren Drums
Tage Rolander Trumpet

Gastmusiker

Aleena Lundin Vocals (track 9)
Tove Thörn Lundin add. Vocals
Lennart Lind Trombone
Lars Lindsjö Saxophone

Tracklist

Disc 1
1. Notes from the Past - Part I 3:09
2. Night-bike-ride (on Lilac Street) 3:28
3. Mirrors of Yesterday 6:17
4. Leaving the Horizon 14:10
5. In the Space of a Twinkle 3:27
6. Folke's final Decision 4:03
7. The Name belongs to You 13:46
8. Second Journey inside the green glass 5:55
9. A Road in my Mind 7:17
10. Morganism 10:33
11. Notes from the Past - Part II 6:58
Gesamtlaufzeit79:03


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @ (Rezension 1 von 5)


Hier eine Platte für alle, die von Schwedenprog aus dem Dunstkreis der "FlowerKings" nicht genug kriegen können. Von der Besetzung der 70er Jahre sind Roine Stolt und Hans Lundin übrig geblieben. Morgan Agren sitzt anstelle von Ingemar Bergman an den Schlagwerkzeugen und Jonas Reingold greift in die Basssaiten, was früher Tomas Eriksson tat. Sänger ist Patrik Lundström. Früher verteilte sich das songwriting mehr oder weniger auf alle Bandmitglieder, wenn auch Hans Lundin die Mehrheit der Stücke komponierte. Auf diesem Album stammen nun alle Stücke aus seiner Feder. Während beinahe 80 Minuten erwartet den Hörer eingängiger, melodiöser Prog mit Wiedererkennungseffekt. Auf das Schwedisch der früheren Alben wurde ganz verzichtet, die Hälfte der Stücke sind Instrumentals. Notes from the past hat einige wirklich gute Momente, leider aber auch einige Stücke, die vor lauter Melodie-Seeligkeit einfach verdudelt werden. So findet man im 14-minütigen "Leaving the horizon" zum Beispiel einige tolle Ideen und Themen, die aber immer wieder von ermüdenden, langweiligen Passagen weggespült werden. Ähnlich geht es "the name belongs to you". Ebenfalls mit beinahe 14 Minuten ein Stück, das als halber longtrack Erwartungen schürt. Doch auch dieses Stück zündet nicht richtig und verliert sich irgendwann in Belanglosigkeiten. Nur einmal bei 7:40 wird das sonstige Schema aufgebrochen und etwas Dampf abgelassen. Im Grossen und Ganzen ist das Album sehr ruhig, fliessen die Melodien langsam dahin, wird kaum einmal gerockt, geschweige denn brechen irgendwelche krummen Takte die Metrik auf. Und so eingängig die Melodien sind, so schnell werden sie auch langweilig und fangen an zu nerven. Es fehlt die schräge Harmonie, die einem eine Gänsehaut verpasst, der 7/8-Takt, der einen mitstolpern und -klopfen lässt, es fehlen Frickelorgien, es fehlt Dampf. Das Album ist einfach zu gleichförmig, zu berechenbar, ich vermisse besondere Überaschungsmomente.

Aber kurz bevor man STOP drücken will kommen sie dann doch, die Sahnestückchen : "second journey" und das Highlight der Platte "Morganism". Endlich wirds richtig progressiv. Krummtakte, Frickelorgien, spannende Akkordfolgen und viel Spass an den Instrumenten. Walking-Bass, Hammond-Orgel, drum-Gewitter und schöne Gitarrensoli. Wie Morgan Agren ab 8:00 seine Felle behandelt, ist erste Güte. Davon hätte ich mir mehr gewünscht. "Morganism" ist sein Geld wert und reisst das Album wieder etwas nach oben. Unterm Strich bleibt es für mich aber nur Durchschnitt. Im Vergleich dazu ist Tomas Bodins "Pinup Guru", ebenfalls aus der "FloKis-entourage" aus dem gleichen Jahr um einiges interessanter. Wer braucht dieses Album ? Nur Fans, die jeden Schnippsel Stolt`schen Schaffens haben wollen. Und jene, die einfache, leicht verdauliche und eingängige Stücke zur Entspannung konsumieren wollen.

Anspieltipp(s): Morganism
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.5.2003
Letzte Änderung: 2.5.2010
Wertung: 9/15
Morganism 12

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 5)


Roine Stolt ist momentan wohl aus der Prog Szene nicht wegzudenken. Mit seinen Flower Kings oder Transatlantic schreibt er Erfolgsgeschichten. Dass Stolt schon von 1975 bis 1982, gemeinsam mit Hans Lundin fünf Alben unter dem Namen Kaipa veröffentlicht hat, wissen sicherlich die wenigsten.

Ging mir aber genauso. Und deshalb werde ich auch keine Parallelen zu früher ziehen, sondern das aktuelle Werk so betrachten wie es ist. Und der erste Eindruck den ich bekam war unverkennbar Roine Stolt. Das charismatrische Gitarrenspiel prägt die gesamte Scheibe. Stolt selbst greift nicht zum Mikro, das übernimmt Patrick Lundström. Durch die Arbeit von Hans Lundin kommt dem Album ein gewisser Retro-Charakter zu. Hammonds und Mellotrons schwillen einem an jeder Ecke entgegen. Zudem beinhalten zahlreiche Kompositionen irgendwie einen folkloristischen Touch.

Überhaupt hat man sehr interessante Stilelemente in den Sound mit einfließen lassen. Da gibt es neben ausgedehnten Solopassagen und "um-die-ecke-gedachten" Arrangements auch mal jazzige Elemente mit Bläsereinsatz. Arg übertrieben hat man jedoch beim Stück "A Road In My Mind", welches insbesondere durch Akustikklampfe und den Gastgesang von Aleena zu einer echten Kelly Family Komposition werden könnte.... mal abgesehen vom Mittelpart. Was mir an dem Punkt wieder auffällt ist die Länge des Albums. Zwar ist es als Hörer recht schön, wenn man viel Musik für sein Geld bekommt, ob das aber nicht manchmal auch zu einer "Übersättigung" führt, wage ich mal in den Raum zu stellen.

Insgesamt bekommt man mit "Notes From The Past" ein sehr schönes Retro Album geboten, welches Flower Kings Fans bestimmt ansprechen sollte. Die Kompositionen sind phasenweise verspielt, verbinden viele verschiedene Stilelemente und schaffen Atmosphäre.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.5.2003
Letzte Änderung: 17.1.2004
Wertung: 10/15
Hans Lundin und Roine Stolt wiedervereint

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Von: Kristian Selm (Rezension 3 von 5)


Ist es nur ein komischer Zufall, da jetzt, wo Roine Stolt mit den Flower Kings langsam den erhofften Erfolg hat, es auch auf einmal eine Wiederauferstehung von Kaipa, der Band mit der Mitte der 70er alles begann, gibt' Ein S(ch)elm, der böses dabei denkt. Vielmehr kursierten die Gerüchte einer Reunion mit den Originalmitgliedern schon Mitte der 90er, doch schien bis auf Keyboarder Hans Lundin und Roine Stolt, bei den anderen das Interesse und der Respekt gegenüber den anderen aus den verschiedensten Gründen, doch nicht mehr vorhanden zu sein.

Und so machten die beiden aus der Not eine Tugend, reformierten Kaipa als Duo und holten sich namhafte Gastmusiker der schwedischen Progressive Rock Szene mit ins Studio. Morgan Ågren (Mats / Morgan) sitzt am Schlagzeug, Patrick Lundström (Ritual) steuert den dieses mal ausschließlich in englisch gehaltenen Gesang bei, Jonas Reingold (The Flower Kings) zupft den Bass, im Hintergrund singen Aleena & Tove Thörn Lundin. Tolle Besetzung also und wie fast schon zu erwarten, halten die Namen auch, was sie versprechen, auch wenn es hier nicht um das Ego der einzelnen Musiker, sondern vielmehr der wohldurchdachten Auferstehung einer schwedischen Legende geht.

Und so nehmen sich logischerweise bis auf Lundin und Stolt gruppendienlich zurück und dies tut "Notes from the past", welches ganz entgegen dem Titel keine alten, sondern völlig neue Titel enthält, hörbar gut. Zu Beginn scheint besonders durch Stolts markantes Gitarrenspiel, der übrigens hauptsächlich Lundström und Aleena & Tove Lundin komplett den Gesang überlässt, einiges den Flower Kings angelehnt zu sein. Doch kennt man die früheren Alben von Kapia, allen voran natürlich die beiden Klassealben "Ingett nytt under solen" (1976) und "Solo" (1978), so merkt man im weiteren Verlauf immer wieder die sorgsame Rückkehr zur Vergangenheit, auch wenn vor allem Lundins Keyboardsounds, ein härterer Gesamtklang und die jazzigen Schlenker heute etwas anders klingen. Doch sind es vor allem die Gesangslinien, sehr gut von Lundström herausgearbeitet und die folkloristischen, sinfonischen Momente, die einfach typisch nach Kaipa klingen.

Weniger komplex als die Flower Kings, sind Kaipa zwar immer noch weit davon entfernt, austauschbar oder einfach zu klingen, denn dafür sorgen alleine schon mehrere vielschichtige Longsongs jenseits der 10 Minuten Marke, die ausufernden Instrumentalparts, doch die vielen wunderbaren Harmonien, der Rückgriff auf schwedische Folklore und die über weiten Strecken majestätischen Melodien werden mit jedem Durchlauf immer besser, wobei "Notes from the past" zweifelsohne schon beim ersten mal zündet. Auch wenn das Album deutlich Retro ausgerichtet ist, der Einsatz von Hammond, Mellotron und Les Paul ein gelungener Rückgriff auf die Vergangenheit darstellt, so ist dem Duo Lundin Stolt doch ein zeitgemäßer Sound gelungen, der die 70er mit heutiger Technik sehr harmonisch verbindet.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.2.2005
Letzte Änderung: 13.4.2012
Wertung: 10/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 4 von 5)


Im Vergleich zu "Keyholder" schneidet "Notes from the Past" doch etwas besser ab, vor allem auf Grund des schon mehrfach erwähnten Stücks "Morganism". Dennoch leidet auch "Notes From The Past" am gleichen grundsätzlichen Problem wie sein Nachfolger: zu vorhersehbar, zu schablonenhaft, zu wenig eigener Charakter.

Auch mit dem Gesang von Patrick Lundström werde ich nicht so recht warm, vielfach klingt er mir zu gepresst, und seine affektierte amerikanische Aussprache bei Wörtern wie "Päääääst" geht mir irgendwann auf die Nerven. Wobei ich nichts gegen amerikanisches Englisch habe, aber bei einheimischen Sängern klingt das halt natürlicher.

Übrigens sollte sich niemand auf Grund der negativen Kritiken zu den neuen Kaipa von der Beschäftigung mit deren 70er-Jahre-Alben abhalten lassen, die sind von ganz anderem Kaliber.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.6.2005
Letzte Änderung: 28.6.2011
Wertung: 7/15
ein Bonuspunkt wegen "Morganism"

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Von: Jürgen Gallitz-Duckar @ (Rezension 5 von 5)


Ich stehe ja auf Roine Stolts Art Musik zu machen. Mir gefällt die Kaipa-Box mit den alten CDs. Da wollte ich nun also das jüngere Werk endlich auch ausprobieren und hab mir diese hier, sowie die "Keyholder" (siehe Rezi da) günstig zugelegt.

Hätte ich mal lieber bleiben lassen sollen. Patrick Lundström und Aleena verderben mir hier absolut alles. Er singt sowas von gepresst und erinnert mich immer wieder an Hairspray-Metal Bands mit seinem exaltierten Gesang der einfach ständig zuviel ist. Zuviel Dramatik, zuviel Inbrunst, zuviel amerikanisierte Aussprache - bah geh mir weg mit dem. Ich denke Ritual (die Band) auszuprobieren kann ich mir schenken. Sie (Aleena) tuts ihm gleich und hat dazu eine Stimmlage die mir auch überhaupt nicht liegt.

"Second journey inside the green glass" ist das beste und spannendste Stück und hier störte mich der Gesang dann nicht so sehr. Das von Kollegenseite so gelobte "Morganism" ging mir durch seine künstlichen Bläser dermaßen auf den Zeiger, dass ich den ansonsten lebendig proggig konstruierten Track auch nicht genießen konnte.

Apropos Morganism: Morgan Agren mag ja ein guter Drummer sein, seine verwendeten Drumsounds hier sind aber sowas von flach, so dass mir das konzentrierte Zuhören auf die Drumarbeit (sonst ein Faible von mir) überhaupt keinen Spaß machte. Das ganze Album - von den Stimmen, Keyboards, Gitarren bis zu den Drums hat einfach viel zu viele Höhen, zuwenig Mitten und gar keine Erdung, da rettet Reingold auch nix mehr.

Anspieltipp(s): Second journey inside the green glass
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.1.2006
Letzte Änderung: 30.1.2006
Wertung: 2/15
1 Punkt für die Second Journey, und einen Bonuspunkt für Roine aus alter Sympathie

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kaipa

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Kaipa 11.67 3
1976 Inget Nytt Under Solen 11.75 4
1978 Solo 8.50 2
1980 Händer 8.00 1
1982 Nattdjurstid - 1
2003 Keyholder 7.11 9
2005 Mindrevolutions 6.50 4
2005 The Decca Years 1975 - 1978 13.00 2
2007 Angling Feelings 7.00 4
2010 In the Wake of Evolution 9.25 4
2012 Vittjar 10.00 1
2014 Sattyg 10.50 4
2017 Children Of The Sounds 10.50 2

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