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bArtMan

bArtMan³

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Neoprog; New Artrock; RetroProg
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Torsten Barktowiak Vocals,Keyboards,Guitars,Bass
Jendrik Kleefeld Drums (5/6)
Kristina Hefle Vocals (7/8)

Tracklist

Disc 1
1. Bridges (Part 1-4) 19.29
2. Recurring Mania 8.34
3. Delirium 11.06
4. Cool World 17.19
5. Rockers Revenge   (Bonus Track) 4.32
6. Crossroads   (Bonus Track) 3.29
7. Darkness   (Bonus Track) 3.27
8. Only an Illusion   (Bonus Track) 4.38
Gesamtlaufzeit72:34


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Wir leben bekanntlich in einem Zeitalter der Individualisten und der Single-Haushalte. Zumindest in der sogenannten ersten Welt. Diese Tendenz spiegelt sich offenbar auch in der Art der musikalischen Produktionen hierzulande wider. Immer mehr Musiker machen alles selbst, und zwar nicht nur die "Elektroniker" und Rap/Hip Hop-Fans, sondern auch Anhänger des progressiven Rock.

Einer von ihnen ist Torsten Bartkowiak, der sein Soloprojekt bArtMan getauft hat. Eines dürfte allen den progressiven Rock völlig im Alleingang generierenden Musikern völlig klar sein: Nur die wenigsten werden gleichermassen erstklassige Sänger, Keyboarder, Gitarristen, Schlagzeuger und Komponisten abgeben können. Auch werden spontane Jams und überhaupt spontan wirkendes Musizieren unter solchen Umständen kaum möglich sein. (Selbst wenn das seltene Kunststück als eine Ein-Mann-Band Studio-Jams zu bieten beispielsweise Steven Wilson mit seinem Projekt I.E.M. beinahe gelungen wäre).

Daher wird beim Rezensenten in den meisten Fällen die folgende Frage aufkommen: welches Instrument hat nun dieser Künstler als erstes gelernt und welche Funktion in seiner Ein-Mann-Band liegt ihm am wenigsten? Torsten Bartkowiak scheint sich als Gitarrist am sichersten zu fühlen und von seiner Erfüllung der selbstauferlegten Verpflichtungen als Sänger möchte ich das genaue Gegenteil behaupten. Das außergewöhnliche an Bartman ist die Tatsache, dass er seine Musik auch für die Audio-DVD in diversen Formaten (MLP, DTS 96/24 und Dolby Digital) abmischt und vertreibt.

Den Gesang gibt es auf "bArtMan3" (oder ganz genaugenommen "Bartman³") selten zu hören. Der Schwerpunkt des Hauptwerkes (es gibt danach noch vier Bonus Tracks) liegt bei der instrumentalen Musik, die ich als symphonischen Prog-Mainstream mit einer melancholischen Note bezeichne. Freunden von Formationen wie Eloy, RPWL, Pink Floyd nach 1973 und Porcupine Tree ohne Metal wird vieles hier ganz nett und vielleicht auch ein wenig bekannt vorkommen. Auch wenn die Kuh auf dem Cover witziger weise an Atom Heart Mother erinnert, ließ sich Bartkowiak doch verstärkt von späteren Floyd-Werken inspirieren. bArtMan sollte vermutlich auch nicht als Konkurrenz für die Bartman-Comic-Hefte verstanden werden.

Auffallend scheint mir die Tendenz zu repetitiven Passagen zu sein, was bei der instrumentalen Musik zwischen Artrock und Neoprog doch recht ungewöhnlich anmutet. Und für meinen persönlichen Geschmack dürfte in so manchem instrumentalen Mainstream-Prog-Teil von "bArtMan3" eine etwas ausgeprägtere Steigerung zu erkennen sein, die in den traditionellen Prog-Formationen sehr oft entweder von einem Sänger, oder von einem kreativen Solisten ausgeht. Vielleicht muss ich mich erst an die unaufgeregte und wohlüberlegte Art gewöhnen, in der Bartman seine Stücke zusammensetzt. Das sollte aber nicht heißen, dass es der Musik insgesamt an Abwechslung und Steigerung fehlt. Nur einige Einfälle erscheinen mir in dieser Hinsicht etwas steigerungswürdig. Dass derartige Wiederholungen absolut bewusst als Stilmittel verwendet werden beweisen wiederum Einfälle, die jedem nach Abwechslung suchenden Hörer gerecht werden.

Wer also den weiter oben im Text genannten Bands und Stilrichtungen etwas abgewinnen kann, der wird wahrscheinlich auch "bArtMan3" ganz interessant finden, falls er auch ausgedehnte und möglicherweise repetitive Instrumentalteile vertragen kann.

Nach dem Prog-Teil von "bArtMan3" gibt es noch vier songorientierte Bonus Tracks auf die Ohren, die bedeutend straffere Strukturen aufweisen und laut Bartkowiak dem "klassischen Rock" zuzuordnen sind. Die unter Mithilfe der Sängerin Kristina Hefle aufgenommenen "Darkness" und "Only an Illusion" würde ich doch viel eher als atmosphärischen Elektronik-Artpop einstufen. Das letztere Stück sogar mit einem Touch von "New Romantics" versehen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.3.2014
Letzte Änderung: 2.3.2014
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von bArtMan

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2013 Journey into the Dark 9.00 1
2015 Los Gigantes 8.00 1
2017 kaaf 11.00 1
2018 Goodbye Cruel World 11.00 1

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