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Deluge Grander

Heliotians

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014 (limitiert auf 205 Stück)
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: emkog Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Pat Gaffney drums
Cliff Phelps electric guitars, vocals
Megan M. Wheatley vocals
Natalie Spehar cello
Christopher Levin West bass, vocals, flute, Ressikan flute
Dan Britton fender rhodes, multivox, univox, vox, mellotron, acoustic guitars, hammered dulcimer, art, letters, etc.

Tracklist

Disc 1
1. Ulterior 14:00
2. Saruned 5:00
3. Reverse Solarity 21:30
Gesamtlaufzeit40:30


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Für ein Rezensionsjubiläum (die 800ste! Juhu!) sollte man sich ein besonderes Album aussuchen. Dies hier ist eines: "Heliotians", das dritte Album von Deluge Grander, einer der vielen wundervollen Bands von Dan Britton, der uns erst vor einigen Wochen mit seinem Birds-And-Buildings-Album "Multipurpose Trap" sehr erfreut hat.

"Heliotians" erscheint in limitierter Auflage: 205 nummerierte Exemplare weltweit, handgemacht. Eine 180-Gramm-Vinyl-LP zusammen mit einer CD, in einem handgemalten Cover, mit selbstgeschriebenen Lyrics, und autographiert von allen Musikern, die darauf zu hören sind. Eine andere physische Auflage wird es nicht geben.

Die Idee ist, auf diese Weise wenigstens etwas Geld zu verdienen. Downloads, die es vermutlich geben wird, bringen der Band weitaus weniger ein als so eine Limited Edition. Zum anderen wurde dieses Album so analog wie möglich aufgenommen. Es sollten nur wenige Oberdubs gemacht werden, damit die Band möglichst natürlich klingt. Und die LP schien den Musikern das angemessene Medium für eine (weitgehend) analoge Aufnahme zu sein.

Das Album ist Teil eines großen Konzepts. Der Plan ist, zunächst eine Serie von vier Limited-Edition-Alben zu veröffentlichen, von denen "Heliotians" das erste ist. In einem nächsten Schritt soll das Material der vier Alben kombiniert, umgeschrieben und umarrangiert werden. Das Ergebnis wird dann auf zwei regulären CDs veröffentlicht. Auf der dritten Stufe wird dann ein siebtes Album das beste aller sechs vorigen Veröffentlichungen enthalten, erneut neu arrangiert und bearbeitet. Dieses Album soll dann umsonst oder für sehr wenig Geld als Download bereitgestellt werden.

Das Ganze wird also eine dreistufige Pyramide aus sieben Alben:

"Heliotians" ist eher spacig und atmosphärisch. "Lunarians" wird eher klassisch, komplex und, wie die Band schreibt, pastoral. "Creek" soll jazzig werden, und Elemente aus Country und Alternative Rock aufgreifen. "Din" wird experimentell, komplex, und dissonant.

Auf der zweiten Stufe wird "Oceanarium" ("HeliOTIANs" + "LunARIANs) eine Kombi aus den ersten beiden, und "Cretin" ("CREek" + "DIN") eine Kombi aus den anderen beiden.

Und auf der dritten Stufe steht schließlich "Creationarium" ("CREtin" + "OceaNARIUM").

Alles klar?

Das Ganze soll, nun ja, sieben Jahre dauern. Aber vielleicht dauert es auch zehn, oder die Band stellt es niemals fertig. Man wird sehen.

Was ist nun aber mit "Heliotians"? Nun, pastoral ist schon dieses Album. Spacig und atmosphärisch? Naja, so weit Deluge Grander halt spacig und atmosphärisch sein können. Spacerock im Sinne von langsamem Blubberrock sollte man nicht erwarten. Das hier geht schon zur Sache, auch wenn die Musik jetzt nicht unbedingt draufloskracht. Es bleibt immer angenehm zu hören.

Schon "Ulterior" ist nicht wirklich Atmorock. Der Track fängt zwar so an, hat aber einen ziemlich angeregten Mittelteil. Klassischer Retroprog ertönt hier, in der typischen Interpretation von Deluge Grander. Gut hörbar, aber immer auch ein bisschen sperrig. Der Gesang ist ebenso schwach wie seltsam - wie eigentlich immer. Pastoral bleibt es aber, dafür sorgen ein Cello und diverse Flöten, darunter, wie die Band betont, eine Ressikanische Flöte...

Bei den anderen Stücken hält sich die Band noch weniger an die Vorgaben. Auf "Saruned" und "Reverse Solarity" geht es schön zur Sache, jazziges Schlagzeug, E-Piano und schöne 70er-Gitarren treiben die Stücke voran. Am Schluss gibt es natürlich das ganz große Finale

Im Text adressieren Deluge Grander die alte Vorstellung der Hohlwelttheorie (oder eine neue alte? Immerhin scheinen Deluge Grander Star-Trek-Fans zu sein), nämlich die einer zweiten Welt auf der Innenseite unserer Weltkugel, mit einer winzigen Sonne im Zentrum der Kugel. Rudy Rucker und Freeman Dyson lassen grüßen. Oder anders gesagt: Da kommt Einiges auf uns zu! Man wird sehen...

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.3.2014
Letzte Änderung: 5.3.2014
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Deluge Grander

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2006 August In The Urals 11.25 4
2009 The Form of the Good 10.67 3
2017 Oceanarium 12.00 2

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