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Seasons Of Time

Closed Doors to Open Plains

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Neoprog; RetroProg
Label: Progressive Promotion Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dirk Berger bass, keyboards, vocals, guitar, engineering
Malte Twarloh vocals, guitar, keyboards
Florian Wenzel guitar
Marco Grühn drums

Gastmusiker

Kelly Bell additional voice
Pete Harrison horns

Tracklist

Disc 1
1. An Overture In My Head 3:22
2. Expectations I 2:40
3. Someone 4:09
4. Bite The Bullett 3:40
5. Closing Doors 4:23
6. Burning Bridges I 2:29
7. Fuzz & Buzz 2:52
8. A Step Ahead Behind 3:20
9. The Station At The Border Of The Mind 5:29
10. Expectations II 4:50
11. You're Not Needed Anymore 4:29
12. There Are Times 2:22
13. Ignorance 4:31
14. Expectations III 1:55
15. Burning Bridges II 1:20
16. Wide Open Plains 10:22
Gesamtlaufzeit62:13


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Immerhin schon 17 Jahre nach ihrem Debüt legt die norddeutsche Band Seasons Of Time ihr zweites Album vor. Nun, allerdings existiert die bereits 1993 ins Leben gerufene Band eigentlich nicht mehr. Das einzig verbliebene Gründungsmitglied Dirk Berger betreibt die „Band“ schon seit 2010 nur als Studioprojekt, aber er hat es geschafft – mit Hilfe einiger befreundeter Musiker – das ehrgeizige Projekt eines Konzeptalbums umzusetzen. Konzeptalben sind ohnehin das Steckenpferd der Norddeutschen. Beschäftigte sich das Debüt mit dem heftigen Thema einer Frau, die wegen ihres neuen Liebhabers ihre eigenen Kinder umbrachte, geht es diesmal um die Fehlentwicklungen in der Welt, die aus Neid entstehen. „Neid hat die Seele der Menschen vergiftet und hat die Welt mit Hass verbarrikadiert“, dieser Satz Charlie Chaplins (im englischen Original auf der Innenseite des Digipak abgedruckt) ist das Leitmotiv des Albums. Das Höher, Schneller, Weiter, welches uns oftmals fälschlicherweise antreibt und zu auch daraus resultierenden falschen Entscheidungen führt, wird hier thematisiert. Allerdings nur in den Texten, nicht so sehr in der Musik.

Musikalisch huldigt man den Vorbildern, die schon zu Gründung der Band vor vielen Jahren geführt haben, nämlich Pink Floyd, Marillion und Eloy. Vor allem der Gesang erinnert nicht selten an Roger Waters, während die Gitarren, die Keyboards, teils auch die rhythmische Begleitung eher in Neoprog-Gefilden zu Hause sind. Synthie-Leads, sanfte Tasten-Sinfonik, flotte Gitarren, die auch mal etwas härter auftreten dürfen, moderat verzwackte Rhythmik, das sind die Zutaten, aus denen die Musik gestrickt ist. Frühlingshaftes Vogelgezwitscher leitet das Album ein und auch wieder aus. Dazwischen zieht sich der imaginäre Protagonist in seine Gedankenwelt zurück und nimmt den Hörer mit, sofern er sich darauf einlassen kann. Einzelne Songs herauszugreifen, macht hier wenig Sinn. Das Album ist eher eine Suite, die im Zusammenhang gehört werden sollte (und eigentlich auch nur dann seine Wirkung entfaltet).

Ein ehrgeiziges Projekt, welches die Norddeutschen hier verfolgen. Leider vermutlich mit begrenzten Mitteln, was sich ein bisschen in der Produktion niederschlägt, die – typisch deutsch – mit zuwenig Punch in den heftigeren Momenten daherkommt. Auch das Schlagzeug dürfte etwas weniger trocken klingen. Und, man muss es fairerweise ansprechen, der Gesang ist sicherlich ein Punkt an dem sich die Geister scheiden. Er ist nicht immer intonationssicher, wirkt manchmal unsicher und wackelig. Das ist natürlich schade, bei einem Album, welches ganz wesentlich über den Text kommt und dementsprechend wird schon viel gesungen. Wer aber darüber hinweg hören kann und sich auf das Album einlässt, der wird mit einer nachdenklichen (oder vielleicht auch nachdenklich machenden) Stunde Musik und Gedankenspiel (ohne moralischem Zeigefinger) belohnt. So als vage Parallele mag tatsächlich das Solo-Schaffen von Roger Waters, gerade „Amused To Death“, als Vergleich herhalten.

Anspieltipp(s): durchhören!
Vergleichbar mit: Eloy, Pink Floyd, Roger Waters, Genesis, Marillion
Veröffentlicht am: 13.4.2014
Letzte Änderung: 13.4.2014
Wertung: 9/15

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2018 Welcome To The Unknown 8.00 1

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