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Jean Louis

Uranus

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazz; Psychedelic; RIO / Avant
Label: Coax Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Aymeric Avice Trompete, Flügelhorn, Effekte
Joachim Florent Kontrabass
Francesco Pastacaldi Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Kim Jong-Il 9:21
2. 1 2 3 4 1:27
3. Reggaetron 4:44
4. Doctor Gigi 2:12
5. Uranus 8:30
6. Ilmindeleune 3:08
7. Goliath 4:33
8. Abyssaa 3:47
Gesamtlaufzeit37:42


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Gut drei Jahre mussten die Jünger des krassen Jazzcore darben, bis im August 2013 ein neues Scheibchen des französischen Trios Jean Louis erschien. Wobei „Scheibchen“ nicht ganz korrekt ist, denn zunächst war das neue Album Uranus lediglich per Download erhältlich; mittlerweile wurde es vom französischen Minilabel Coax (das so mini ist, dass es nicht einmal einen Webauftritt hat) auch als physischer Tonträger veröffentlicht.

Im Prinzip folgt Uranus dem Konzept des Vorgängers Morse. Die Besetzung umfasst nach wie vor Trompete, Kontrabass und Schlagzeug, wobei insbesondere der Klang der Trompete häufig mittels Effektgeräten massiv verfremdet wird und dann kaum noch als solcher erkennbar ist. Da gemahnt es mal an eine E-Gitarre, mal an jaulende Synthies, mal an Dinge, die man sich lieber nicht vorstellen möchte. Auch der Kontrabass scheint gelegentlich mit Effekten bearbeitet zu werden, sägt und kratzt dann die Musik aggressiv in Stücke. Zusammen mit dem furiosen Getrommel ergibt dies wieder ein dichtes, dynamisches, hochexplosives Gebräu aus Jazz und Avant-Prog, das dem Hörer komplex, kantig und krachend um die Ohren gehauen wird.

Klingt also alles wie weiland auf Morse? Nicht ganz. Denn die punkige und noisige Attitüde des Vorgängers ist hier doch deutlich zurückgefahren, die Stücke klingen - nein, nicht ruhiger (obwohl, in einigen Fällen doch), aber weniger chaotisch, dafür differenzierter und teilweise auch strenger durchkomponiert. Das reicht bis zu extrem langsamen und ruhigen Stücken wie Ilmindeleune oder Abyssaa, die freilich nicht weniger vertrackt und verquer sind. Ob das nun lediglich eine Änderung am Klangbild ist oder Folge einer Änderung in der Entstehungsweise der Musik, sei dahingestellt - und ist eigentlich auch egal, denn als ergebnisorientierter Hörer kümmere ich mich um derlei Dinge nicht. Jedenfalls werden auf diese Weise manche Feinheiten sicht- bzw. hörbar, die auf Morse im permant hohen Lärmpegel etwas untergingen. Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass dies keineswegs zu Lasten von Kantigkeit und Komplexität geht! Wer aber auf Morse den Eindruck einer gewissen Gleichförmigkeit des Sounds hatte, darf sich hier über ein vielfältigeres Klangbild freuen. Starkes Album! Reinhörmöglichkeit auf Bandcamp.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.7.2014
Letzte Änderung: 9.7.2015
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jean Louis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Jean Louis 12.00 1
2010 Morse 11.50 4

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