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Tusmørke

Riset Bak Speilet

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Folk; Psychedelic; RetroProg; Spacerock
Label: Svart Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Benediktator Gesang, Bass, Keyboards
Krizla Gesang, Keyboards
The Phenomeom Marxo Solinas Keyboards
Hlegawastir Schlagzeug

Gastmusiker

Johnny Olsen Trompete, Saxofon ("Offerpresten")

Tracklist

Disc 1
1. Offerpresten 8:19
2. Gamle Aker Kirke 8:14
3. Black Swift 8:50
4. All Is Lost 7:28
5. Riset Bak Speilet 14:56
Gesamtlaufzeit47:47


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


Mit Sicherheit gibt es viele Leute, die seit "Rites At Dawn" sehnsüchtig auf ein neues Wobbler-Album warten. Da das vermutlich noch dauern wird - zwischen "Hinterland" und dem nächsten neuen Material in Form des eingangs genannten Albums lagen immerhin sechs Jahre - empfiehlt es sich, nach Alternativen Ausschau zu halten. Eine solche liegt in Form der personell verbandelten Tusmørke vor, die in diesem Jahr mit "Riset Bak Speilet" ihr zweites Album veröffentlicht haben. Oder zumindest teilweise, denn beide Bands unterscheiden sich tatsächlich ein gutes Stück.

Dominiert werden die Songs von "Riset Bak Speilet" von groovigen Rhythmen, die zumeist den ganzen jeweiligen Song hindurch gehalten werden. Darüber schichtet man dann jede Menge Bombast, folkige Melodien und den einen oder anderen schrägen bis psychedelischen Schlenker. Im Ergebnis klingen diese Stücke dann wie ein einziger pausenloser Rausch, der von einer romantischen Stimmung in die nächste schwenkt, ohne dabei zu langweilen. Denn tatsächlich gestaltet man diese Nummer voller rhythmischer Widerhaken, über die Metrik hinauslaufender Melodien und anderer Details, die dem allgemeinen Wohlklang angemessenen Anspruch anhängen und darüber hinaus für eine Menge belebender Triebkraft sorgen. Das ist so gesehen nicht viel anders als auf "Rites Of Dawn", wobei einige Passagen dann auch in der Tat direkt nach Wobbler klingen. Hierunter fällt beispielsweise der orientalische Retroprog-Part nach ca. 5 Minuten in "Gamle Aker Kirke" oder das nette Flöten-Break nach ca. 3:40 Minuten in "All Is Lost".

Nun, ganz neu ist dieser Stil - und da liegt wohl eine weitere Parallele zu Wobbler - natürlich nicht. Als Vorbilder benennen lassen sich angesichts der latent düsteren, bisweilen verschrobenen Melodieführung ("Offerpresten", Titelsong) und gelegentlichen Saxofon-Einsätzen freilich vor allem Van der Graaf (Generator), zumal zu ihrer eingängig-aggressiven Phase rings um "Godbluff" und "World Record" (gerade solche Nummern wie "A Place To Survive" lassen sich da als Vergleich heranziehen), angesichts zahlreicher Flöteneinsätze noch Jethro Tull, Ñu, Black Widow, Jade Warrior und so weiter. Manch stampfende Passage ("Black Swift", "All Is Lost") erinnert eher an Spacerock, und final hat man natürlich auch noch ein paar wohlerprobte Stimmungen aus großen Rockklassikern auf Lager, so beispielsweise jene "Stairway To Heaven"-Stimmung in "Gamle Aker Kirke".

Ein kleineres Manko ist allerdings der wenig aufregende, nicht immer tonsicher wirkende Gesang, der bestenfalls entfernt als Tribut an den frühen Ian Anderson durchgeht, ansonsten aber wesentlich mehr Gemeinsamkeiten mit dem üblichen Hawkwind-Krakeele hat. Und so schön der Sound auch sein mag - kompositorisch machen die Nummern insofern nicht allzuviel her, dass insgesamt die Struktur fehlt. Stattdessen fließen die Nummern wie Jams von Stimmung zu Stimmung, was ein bisschen an die Machart von Hidria-Spacefolk-Platten erinnert (immerhin bietet der Titelsong hier etwas Abwechslung, kehrt zu seinem Hauptmotiv aber mit schöner Regelmäßigkeit zurück). Allerdings gilt, um nun zum Fazit zu kommen, hüben wie drüben die Tatsache, dass die Musik trotzdem immer ansprechend und oftmals sogar ziemlich mitreißend gestaltet ist - dafür klingt es oftmals einfach zu verlockend und zu professionell. Tusmørke können sich also auf die Schulter klopfen, auch so schon eines der herausragenden Alben dieses Jahres veröffentlicht zu haben.

Anspieltipp(s): Offerpresten, Black Swift
Vergleichbar mit: VdGG, Wobbler und alle möglichen Flötenbands
Veröffentlicht am: 24.7.2014
Letzte Änderung: 14.8.2014
Wertung: 12/15
Romantik und Düsternis vor einer intelligenten Kulisse - spannend!

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Tusmørke

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 Underjordisk Tusmørke 10.00 2
2016 Ført Bak Lyset 12.00 2
2017 Hinsides 10.00 1

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