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Cheer-Accident

Enduring the American Dream

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997 (Remaster-Ausgabe 2014, Complacency Records)
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Independent / Alternative; RIO / Avant; sonstiges
Label: Pravda Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jeb Bishop Harmonium
Michelle Morrone Gitarre
Dan Forden Schlagzeug
Jeff Libersher Synthesizer
Scott Rutledge Bass
Chris Block Trompete
Dylan Posa Staubsauger
Phil Bonnet Oboe
Thymme Jones Gesang
Ross Feller Klavier
Laura Brown Posaune, Orgel, Gitarre, Saxophon

Tracklist

Disc 1
1. Vacuum 7:57
2. The Law Of Attraction 2:35
3. A Shallow Stream 2:04
4. Dismantling The Berlin Waltz 7:37
5. Failure 6:52
6. God's Clinic 1:31
7. A Hate Which Grows 7:45
8. The Reenactment 4:52
9. Frozen 7:25
10. Desert Song 13:08
11. Metaphysical 4:08
12. Exit 2:23
13. The Family Business 1:27
14. 1/30/94 2:07
Gesamtlaufzeit71:51


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Dies ist mit Sicherheit das seltsamste Album, was ich bis dato von dieser Band kenne. Schon die ersten 8 Minuten, die das Stück Vacuum ausmachen, setzen den Ton für den Rest des Albums: ein langgezogenes Brummen des Harmoniums, dazu Geräusche von irgendeinem Gerät, möglicherweise einem Staubsauger (der wird zumindest als eigenes Instrument aufgeführt).

Und so geht es auch weiter. Geräuschsequenzen, einzeln hingeworfene Töne, dazwischen immer wieder „richtige“ Songs mit der bandtypischen Mischung aus Eingängigkeit und Schrägheit. Die Gesangslinien oft von gefährlich schöner Melodiösität, werden als Kontrast dissonant hämmerndes Klavier oder stark verzerrte Gitarren dagegengesetzt, oder der Song geht abrupt in ein undefinierbares Brummen über. Manche Songs stehen eher in der RIO-Tradition (Frozen), andere wirken zunächst geradezu balladesk, etwa Failure oder The Reenactment, bei denen der Gesang größtenteils nur mit Klavier begleitet wird und die teilweise mit auch noch mit Beach-Boys-artigen Harmoniegesängen ausgestattet sind. Um so krasser wirkt es, wenn diese plötzlich von punkig lärmenden Gitarren oder Noise-Attacken durchbrochen werden.

Diese Mixtur, oder besser: dieses Nebeneinander von Noise, RIO und Melodiösität wirkt zwar durchaus faszinierend, das „Noisige“ jedoch wird streckenweise arg ausgewalzt. Besonders extrem ist Desert Song, dessen 13 Minuten zu mehr als der Hälfte aus praktisch einem einzigen, langgezogenen Ton bestehen, der gelegentlich aus- und wieder eingeblendet wird. Das nervt nach einiger Zeit doch etwas.

Somit ist Enduring the American Dream trotz einer Reihe gelungener Stücke insgesamt etwas zu ausgefranst, zu ausgewalzt, kurzum: es gibt Besseres von dieser Band.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.7.2014
Letzte Änderung: 7.7.2015
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Cheer-Accident

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1988 Sever roots, tree dies 11.50 2
1991 Dumb Ask 9.00 1
1993 Babies Shouldn't Smoke 12.00 1
1994 The Why Album 10.00 1
1999 Trading Balloons 11.00 1
2000 Salad Days 11.00 1
2002 Variations on a goddamn old man (2002) 8.00 1
2003 Introducing Lemon 11.00 1
2005 Variations on a goddamn old man (2005) 10.00 1
2006 What Sequel? 10.50 2
2009 Fear Draws Misfortune 11.67 3
2011 No Ifs, Ands or Dogs 12.00 1
2017 Putting Off Death 10.00 2
2018 Fades 11.00 1

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