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Seven That Spells

The Death and Resurrection of Krautrock: IO

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Psychedelic; Worldmusic / Ethno
Label: Sulatron Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Nikola Babic drums
Jeremy White bass, vox
Niko Potocnjak guitars

Gastmusiker

Albin Julius synths, hammond, kazoo
Nikola Urosevic throat singing

Tracklist

Disc 1
1. In II 5:44
2. Io 18:28
3. One 2:09
4. Burning Blood 14:05
5. Out II 6:47
Gesamtlaufzeit47:13


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Drei Jahre nach dem ersten Teil der Krautrock-Trilogie „The Death and Resurrection of Krautrock: Aum“ veröffentlicht Seven That Spells nun mit „The Death and Resurrection of Krautrock: Io“ ihr elftes (!) Album. Der weltmusikalische Einschlag ist bei diesem Titel vielleicht weniger naheliegend aber nichtsdestotrotz deutlich hörbar. Und wenn ein Album das Prädikat „Krautrock“ so deutlich im Titel trägt, kommt man natürlich nicht um die Frage herum, ob denn auch wirklich welcher enthalten sei, verendet oder wiederbelebt.

Bevor wir zur Beantwortung dieser Frage schreiten, möchte ich allerdings kurz und prägnant den Kern der Musik von Seven That Spells herausstellen: Magie. Jedenfalls wenn man der Definition von Jimmy Page folgt, die ich irgendwo auf diesen Seiten schon einmal zwischengelagert habe: Rhythmus, Lautstärke, Wiederholung (und nicht etwa "Leben, Drogen, Langeweile" wie im Kommentar zum ersten Teil der Trilogie zu lesen war...). Hörer, die sich in jüngster Zeit vor Kindermelodien fürchten, können daher aufatmen, denn auf Melodien wird auf diesem über weite Strecken instrumentalen Album zugunsten von Rhythmus, Lautstärke und Wiederholung weitgehend verzichtet.

„In II“ legt gleich mit mächtiger Trommelei los, um dann über einige Minuten einen sich scheinbar endlos wiederholenden Hammerriff orientalischen Einschlags lautstark zu wiederholen. Das geht gut ab und spiegelt adäquat das Konzept des Albums wieder, das allerdings bereits beim Titelstück „Io“ - einem echten Longtrack - lässig durchbrochen wird. Aber davon später mehr. In der Mitte des Albums ruht als Intermezzo „One“, eine vollkommen atypische Klavierübung im unaufgeregten Satie-Stil, die im Hintergrund mit noisigem Brummen und Rauschen untermalt wird.

Fast schade, dass diese ausnahmsweise hochmelodiöse Nummer so schnell wieder ausklingt. Dafür wird der geschätzte Hörer bei „Burning Blood“ mit möglicherweise tibetanischen Gesängen und entsprechender Trommelei nebst messerscharfen Riffs verwöhnt. Wobei ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen würde, dass Seven That Spells hier die tibetanische Karte spielen. Um dies abschließend zu beurteilen reichen meine Ethno-Kenntnisse einfach nicht aus. Vielleicht ist es auch was Indonesisches... wer weiß. Hernach wird jedenfalls relativ traditionell im Stil der guten alten 70er gerockt. Und anschließend beides zu einer feinen Melange zusammengerührt. Das ist ganz famos gemacht, mit viel Drive und Druck, und neben dem Titelsong „Io“ eines der Hightlights des Albums. Am Ende übertreiben die Jungs es aber vielleicht ein wenig, wenn abgehackte Riffs in das monotone Tuten eines Telefons übergehen, das eine gefühlte Ewigkeit erklingt... Tuut tuut... tuut tuut... tuut tuut... irgendwann beginnt die Repetition doch zu nerven. Ein wenig zumindest. Aber so ist es wohl gedacht.

„Out II“ schließt mit seinem vertrauten orientalischen Riff, diesmal in sich ruhender gespielt, nahtlos an „In II“ an. Und damit ist auch schon alles gesagt. Halt, nein! Da ist ja noch die Frage, ob wir es denn tatsächlich mit Krautrock zu tun haben! Tja, wer will das entscheiden? Ich persönlich fühle mich durch die weltmusikalischen Referenzen, die von Afrika über den Nahen Osten bis nach Asien reichen durchaus auch an alte Krautbands wie Amon Düül II oder Embryo erinnert.

„The Death and Resurrection of Krautrock: Io“ ist aber vor allem eins: tongewordene Magie nach den ehernen Prinzipien von Rhythmus, Lautstärke und Wiederholung. Man kann es gar nicht oft genug sagen. In Deutschland wird das Album übrigens von dem renommierten niederhessischen Psychedelic-, Space- und Krautrocklabel Sulatron Records vertrieben, das es als "Trancerock" bewirbt. Und das ist es gewiss.

Anspieltipp(s): Io, Burning Blood
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.8.2014
Letzte Änderung: 11.1.2018
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Seven That Spells

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2011 The Death And Resurrection Of Krautrock: Aum 10.00 1
2015 Superautobahn 6.00 1
2018 The Death and Resurrection of Krautrock: OMEGA 11.00 1

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