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Lunatic Soul

Walking on a Flashlight Beam

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Ambient; Moderne Electronica; New Artrock; Psychedelic
Label: Kscope
Durchschnittswertung: 11.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Mariusz Duda vocals, bass, acoustic guitar, percussion, keyboards, effects

Gastmusiker

Wawrzyniec Dramowicz drums, percussion

Tracklist

Disc 1
1. Shutting Out The Sun 8:40
2. Cold 6:58
3. Gutter 8:42
4. Stars Sellotaped 1:34
5. The Fear Within 7:10
6. Treehouse 5:32
7. Pygmalion's Ladder 12:02
8. Sky Drawn in Crayon 4:59
9. Walking on a Flashlight Beam 8:11
Gesamtlaufzeit63:48


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 3)


Mit „Walking On A Flashlight Beam“ wandelt Riverside-Kopf Mariusz Duda unter seinem Projekt-Namen Lunatic Soul zum vierten Mal auf Solo-Pfaden. Es ist ein blaues Album geworden.

Duda macht wieder so ziemlich alles allein, hat aber wiederum Indukti-Drummer Wawrzyniec Dramowicz mit dabei, dem auch eine wichtige Funktion zukommt. Dramowicz ist nämlich sozusagen das lebendige (Rock-)Element in Dudas durchkonstruierten Kopfgeburten. So spielt Dramowicz mit filigran, mal eher trip-hoppig, mal aber kraftvoll-drückend, immer ganz die jeweilige Stimmung des Stücks unterstreichend.

Mariusz Duda webt wiederum filigran-verspielte Klangkonstrukte aus Bass-Klängen, Tastenflächen, orchestralen Effekten und Akustik-Gitarren-Tupfern. Dabei frönt Duda überwiegend dunklen, melancholisch-nächtlichen Stimmungen, bricht diese aber immer wieder durch fast aggressive Ausbrüche auf. Darüber schwebt Dudas Stimme, meist ruhig, getragen, ja fast pastoral. Manchmal klingt’s natürlich schon auch nach Riverside, zumindest deren balladesker Seite. Gerade das lange "Pygmalion's Ladder" mit seinem dominanten Basslauf würde auf keinem Album von Dudas Stammband besonders ungewöhnlich wirken. Ohnehin kann als Faustregel gelten, wer bei Riverside insbesondere Titel wie „Conceiving You“ oder „Panic Room“ liebt, für den wurde Lunatic Soul erfunden.

„Walking On A Flashlight Beam“ ist natürlich ein Album, dessen Musik vor allem von Stimmungen und Atmosphäre lebt. Darauf muss man sich einlassen, wenn man ein erfülltes Hörerlebnis haben will. Frickel-Freaks müssen sich ihre Unterhaltung logischerweise woanders holen.

Duda kreiert wahrlich wunderschöne, unkitschige Melodien, die in dunkler, düsterer Umgebung dafür sorgen, dass „Walking In A Flashlight Beam“ kein deprimierendes, sondern eher ein melancholisch-nachdenkliches Album ist. Eigentlich alles richtig hier, das Introvertierte des Albums wird durch die geschickt eingestreuten Eruptionen aufgelockert, aber die Grundstimmung nicht zerstört. Ein dunkler Diamant ‚unserer‘ Musik mit geheimnisvollem Glitzern. Diese Stimmung ist denn auch passend durch das Cover aus der Feder von Travis Smith eingefangen. Daumen hoch für Dudas viertes Solowerk, sein bestes bisher.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: ruhige, balladeske Riverside, Chroma Key
Veröffentlicht am: 15.10.2014
Letzte Änderung: 16.10.2014
Wertung: 11/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 3)


Jedes Lunatic-Soul–Album klingt anders und ist doch unverkennbar Lunatic Soul. Nach den eher fragilen, minimalistischen Impressionen geht es heuer deutlich dynamisch-rockiger und elektronischer zu. Dazu Spacerock zu sagen, wäre vielleicht etwas übertrieben, aber in nicht unwesentlichen Teilen wirkt das Album auf mich wie der Soundtrack zu einer Science-Fiction-Serie. Vielleicht habe ich auch einfach in letzter Zeit zu viel Doctor Who gesehen...

Aber auch wenn es öfter mal flotter als gewohnt abgeht: es bleibt diese spacig-schwebende Atmosphäre, diese Lunatic Soul – typische Verhaltenheit, diese ganz eigene Mischung aus Mystik und Modernität erhalten. Hinzu kommen elektronische Meditationen und exotische Rhythmen und Klänge.

„Walking on a Flashligth Beam“ besticht durch fesselnde Brillianz, die ebenso hip wie gefällig klingt. Besser macht es Steven Wilson auch nicht. So sollten Pink Floyd im 21. Jahrhundert klingen.

Anspieltipp(s): Cold, The Fear within, Pygmalion's Ladder
Vergleichbar mit: Chroma Key, Pink Floyd
Veröffentlicht am: 16.10.2014
Letzte Änderung: 16.10.2014
Wertung: 12/15

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Von: Jürgen Wissing @ (Rezension 3 von 3)


Da haben Meister Mariusz wohl vielleicht ein wenig die Ohren geklungen nach meiner verhaltenen Kritik an seinen Soloalben zwei und drei.

Nun, Spaß beiseite und egal. Dieses neue Werk bietet deutlich mehr: Herr Duda hat sich auf seine Stärken besonnen und liefert nun eine Soloplatte von der Qualität ab, wie man sie sich schon immer vorstellen durfte. Auf „Walking…“ fließt alles geschmeidig und sanft dahin, auch die elektronisch gefärbten Instrumentalparts. Dudas Stimme erinnert mehr als einmal an gefühlvolle Riverside–Balladen, der weinerliche Ton auf früheren Soloscheiben ist einer unkitschigen Sentimentalität und der typischen melancholischen Grundstimmung gewichen.

Die Kompositionen erreichen dabei nicht nur in den Gesangslinien sondern auch in der perkussiven Ummantelung sehr hohes Niveau. Duda setzt hier alle seine Stärken ein und das „Gesamtpaket“ kann sich sehen bzw. hören lassen.

Die beigefügte DVD bietet auf den ersten Blick nichts wirklich Überraschendes: 2 Teaser, eine Fotogalerie und einen sogenannten ‚Movie‘. Letzterer zeigt dann aber bei erneutem aufmerksamem Studium nicht nur die Entstehung von „Walking…“, sondern bietet interessante Einblicke in die Kreativarbeit des Künstlers Duda und gibt damit gleichzeitig den Blick frei auf ein Stück Seelenzustand eines offenbar sehr sensiblen Musikers. Muss man zwar nicht unbedingt haben, aber wer auch Riverside–Fan ist und sich für den Menschen Mariusz Duda näher interessiert, der könnte einige feine Entdeckungen in dem Filmchen machen.

Anspieltipp(s): Gutter, Treehouse
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.11.2014
Letzte Änderung: 11.11.2014
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Lunatic Soul

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Lunatic Soul 10.00 2
2010 Lunatic Soul II 9.67 3
2011 Impressions 9.00 1
2017 Fractured 12.00 3
2018 Under The Fragmented Sky 10.00 1

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