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24294 Rezensionen zu 16605 Alben von 6472 Bands.
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Zanov

Virtual Future

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik
Label: Zanov Music
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Pierre Salkazanov Synthesizers, Electronics, Sounds

Tracklist

Disc 1
1. Very far 9:42
2. Neuronal storm 7:32
3. World adrift 5:45
4. Brain activity 5:39
5. Conscience in danger 4:20
6. Alone again 6:15
7. The final cut 4:12
Gesamtlaufzeit43:25


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Zanov, über dessen angeblich wahre Identität es immer wieder Spekulationen gab, ist der Franzose Pierre Salkazanov, der vor allem in der zweiten Hälfte der 70er Jahre und Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts in progressiv-elektronischer Hinsicht musikalisch tätig war. Drei Alben hat er damals veröffentlicht - "Green Ray"( 1976), "Moebius 256 301" (1977) und "In course of time" (1982) -, die unter Elektronik-Adepten zu den interessantesten Hervorbringungen des Genres aus den 70er (bzw. den frühen 80er) Jahren aus unserem Nachbarland gezählt werden.

Nach dem Erscheinen seiner dritten LP machte sich Zanov daran ein viertes Album, welches "Nous Reprenons Notre Avenir" heißen sollte und seit 1979 in Arbeit war, fertig zu stellen. Doch kam ihm dann offenbar das wirkliche Leben dazwischen. Er wurde Vater und da er von der Musik keine Familie ernähren konnte, stellte er seine musikalische Tätigkeit ein und verdiente fortan sein Geld als Elektroingenieur und Computerdesigner. Für gut 30 Jahre ward nichts mehr von Zanov gehört.

2013 wurde Salkazanov pensioniert und er wand sich wieder seiner alten Passion zu. Das Material von "Nous Reprenons Notre Avenir" wurde ausgegraben, nachbearbeitet, ergänzt und neu abgemischt, so dass Zanov 2014 nun endlich sein viertes Album vorlegen konnte, versehen mit dem neuen Titel "Virtual Future".

Aufgrund der Vorgeschichte des Albums wird es nicht verwundern, dass "Virtual Future" so klingt, als wäre es irgendwann in der zweiten Hälfte der 70er Jahre eingespielt worden (was es ja teilweise auch wurde). Alle Irrungen und Verwirrungen der 80er und 90er wurden übersprungen und wir begeben uns hier tief in klassische (Retro-)Elektronikgefilde. Zanovs Musik klang schon auf seinen ersten drei Alben ein wenig wie eine Mischung aus den experimentierfreudigeren Momenten von Jean Michel Jarre (dessen Musik aus den 70ern), Synthesizer-Pinhas (so um "Iceland") und Klaus Schulze, versehen mit sehr viel eigenem Charakter. Farbig-Verspielt-Melodiöses à la Jarre wird hier mit Repetitiv-Glazial-Monolithisch-Mächtigem à la Schulze bzw. Richard Pinhas vermengt und zu einer sehr klangvollen, spacig-kosmischen, ausladend-voluminösen und ausgesprochen kurzweiligen SF-Elektronik verwoben (ein Blick auf das Cover sagt fast alles), die natürlich dem Genre nichts Neues hinzufügt, aber in kreativer und qualitativer Hinsicht den Klassikern des Stils (zu denen man Zanovs 70er-LPs ja zumindest in Frankreich auch zählen muss) wenig nachsteht.

Wer klassische Elektronikklänge mit 70er-Charme schätzt, Berlinerisches, oder die Französischen Pendants von Jarre bis Pinhas, und noch mehr davon vertragen kann, der sollte "Virtual Future" auf jeden Fall ein Ohr leihen. Die CD ist auf Zanovs eigenem Label erschienen. Vielleicht spielt er ja mit dem Gedanken seine ersten drei Alben ins digitale Zeitalter herüber zu retten. Zu wünschen wäre es.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.11.2014
Letzte Änderung: 17.9.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Zanov

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 Green Ray 12.00 1
1977 Moebius 256 301 11.00 1
1982 In Course of Time 11.00 1
2016 Open Worlds 11.00 1

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