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The Pineapple Thief

Magnolia

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Neoprog; New Artrock
Label: Kscope
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Bruce Soord Gitarre, Gesang, Hammond-Orgel
Steve Kitch Keyboard, Mellotron
Dan Osbourne Drums
John Sykes Bass

Tracklist

Disc 1
1. Simple As That 4:04
2. Alone At Sea 5:20
3. Don't Tell me 3:33
4. Magnolia 3:47
5. Seasons Past 4:13
6. Coming Home 3:07
7. The One You Left To Die 4:21
8. Breathe 2:51
9. From Me 2:34
10. Sense Of Fear 4:30
11. A Loneliness 3:18
12. Bond 4:29
Gesamtlaufzeit46:07
Disc 2
1. The Fins Fan Me 3:57
2. The One You Left To Die (Accoustic) 4:18
3. Seasons Past(Accoustic) 4:18
4. Don't tell me (Accoustic) 2:58
5. Magnolia (Accoustic) 3:47
6. Steal this Life 4:06
Gesamtlaufzeit23:24


Rezensionen


Von: Piotre Walter @ (Rezension 1 von 2)


Alles wie gehabt möchte ich sagen - und das meine ich definitiv nicht negativ. Schöne Singer-Songwriter-Stimmung und Melancholie durchziehen die Songs von "Magnolia“, das neue Album der Pineapple Thiefs. So richtig beschaulich wird es aber nicht, dafür werden wie gewohnt zu ausgiebig harte und treibende Töne auf der E-Gitarre angeschlagen – z.B. in „Alone at Sea“, einem der kraftvollen Höhepunkte des Albums. Trotzdem „Magnolia“ ist so etwas wie Progrock mit Herz...

Dan Osbourne, der neue Drummer, spielt sehr präzise, hart und schnörkelos. Die Pianoklänge von Steve Kitch und der Gesang von Bruce Soord verursachen wieder einmal Gänsehaut, bevor dann das Gitarrengewitter von Mastermind Soord auf den Hörer hereinbricht. Produziert ist das Album nach dem Wechsel zu Kscope passenderweise von Steven Wilson.

Pineapple Thief wussten schon immer: weniger ist mehr. So auch auf „Magnolia“. Das Orchester, wenn es denn zum Einsatz kommt (wie auf „Seasons Past“ oder „Coming home“), bringt Emotion und Power, ohne in Bombast zu schwelgen oder im Schwulst zu ertrinken. Auf „Bond“ fügen sich stilvoll homogen Bläser ein.

Fazit: Auch diesmal bietet das Album der Diebe herrlich melancholischen Alternative Rock mit feinen Arrangements und eher atmosphärischem Progrock-Touch. Das liegt nicht zuletzt an der Nutzung von Instrumenten wie der Hammond-Orgel oder dem Melotron. Wer dies schon immer mochte, kann auch hier wieder bedenkenlos zulangen – wem das schon immer zu viel Alternative Rock war, wird auch mit „Magnolia“ nicht glücklich werden. Für mich: New Artrock at it's Best (oder ist das gar moderner Neoprog?).

P.S.: „Magnolia" besitzt ein geniales Cover-Artwork, welches die Atmosphäre der Musik perfekt wiederspiegelt. Die Deluxe-Ausgabe bietet auf einer zweiten CD 2 Bonustracks sowie 4 Akustikversionen von Album-Tracks, bei denen es nun aber ordentlich Geigen auf die Ohren gibt!

Bleibt zu hoffen, dass der Wechsel zu Kscope dieser genialen Band mehr Aufmerksamkeit beschert.
Anspieltipp(s): Alone At Sea, The One You Left to Die
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.11.2014
Letzte Änderung: 6.11.2014
Wertung: 12/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 2)


Also, faul sind die Herren um Mastermind Bruce Soord nicht. „Magnolia“ ist das bereits 10. Album der Band, die 1999 eigentlich nur als Nebenprojekt von Bruce Soord gegründet wurde.

TPT haben sich von Longtracks verabschiedet und spielen auf dem neuesten Album nur noch kurze Songs bis ca. 5 Minuten. Das ist schade, denn ich mochte die Longtracks sehr. Soord hat zwar immer schon überwiegend kurze Songs geschrieben. Deshalb bezeichne ich ihn mal als „Songschreiber mit Progeinschlag“. Doch seine (wenigen) längeren Kompositionen waren stets hörenswert und abwechslungsreich und trugen wesentlich dazu bei, TPT im Prog anzusiedeln. Er verlässt jetzt mit diesem Album den Bereich des Prog weitgehend. Vieles klingt simpler und eingängiger als auf den letzten Alben, vor allem im Vergleich zu „All the Wars“. Die Qualität der Songs ist zwar immer noch gut. Man muss aber als Hörer akzeptieren können, dass diese Musik eben leichter zu erschließen ist und auch keine großen Rhythmus- und Taktwechsel während eines Songs besitzt. Die Musik fließt ohne große Ecken und Kanten.

Produziert wurde das Album übrigens vom neuen Drummer Daniel Osborne. In wie weit er Einfluss hatte auf die neuen kürzeren Songs entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls ist sein Spiel, wie von Piotr bereits geschrieben, sehr direkt und schnörkellos. Keine Gimmicks, nur songdienlich. Auch dadurch verändert sich der Sound von TPT schon ein Stück weit weg vom alten Progsound. Wer TPT jemals live erlebt hat weiß ja auch, dass diese Auftritte oft in Gitarrenorgien ausarten mit minutenlangen Jams. Hört man dieses Album, kann man das fast nicht glauben.

Teilweise herrscht viel Melancholie. Das gab es auch schon früher, aber noch keine Veröffentlichung von TPT besaß soviel davon. Songs wie DON'T TELL ME, SEASONS PAST oder FROM ME sind schon sehr zurückhaltend. Und bieten reichlich Streicher. Genau wie MAGNOLIA. Hier hat Soord aber besseres Gespür bewiesen bei der Komposition, genau wie bei BOND und A LONELINESS.

Ab und zu rockt es zwar auch etwas härter, aber immer nur mit angezogener Handbremse. So beim Opener SIMPLE AS THAT mit markanter Gitarre und ALONE AT SEA mit elektronischem Sound und hartem Riff. Dies ist dann aber schon der Höhepunkt an härterem Sound.

Großartig kommt dann aber THE ONE YOU LEFT TO DIE mit toll treibendem Bass daher, gefolgt von BREATHE, das an die alten TPT erinnert und besonders SENSE OF FEAR ist riffig und zeigt endlich mal ein paar Breaks.

Alles in allem ist MAGNOLIA gelungen, wenn auch alte Fans sich nicht mehr so wohl fühlen werden. Soord besitzt viele Facetten, wie er auch mit seiner Einspielung „Wisdom of crowds“ mit Jonas Renkse bewiesen hat. Hier setzt er eher auf ruhige und einfachere Songs. Doch auch diese wollen erschlossen werden. Denn auch wenn die großen Ecken und Kanten fehlen, Strophe/Refrain/Strophe gibt es trotz allem nicht.

Anspieltipp(s): Sense of fear, The one you left to die, Breathe
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.11.2015
Letzte Änderung: 5.11.2015
Wertung: 9/15
Songwriting mit noch vereinzeltem Progeinschlag

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Pineapple Thief

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Abducting the unicorn 12.50 2
2002 137 10.00 2
2003 Variations on a Dream 12.00 2
2005 10 stories down 10.00 2
2005 4 stories down (EP) 10.00 1
2006 Little Man 12.00 2
2007 What we have sown 11.50 2
2008 Tightly Unwound 9.75 4
2010 Someone here is missing 11.00 2
2012 All The Wars 11.00 2
2013 Build a World 11.00 1
2016 Your Wilderness 8.00 2
2017 Where We Stood 11.00 1

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