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Uwe Colleneck

Uwe Colleneck

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014 (unbetitelt)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Folk; HardRock; Jazzrock / Fusion; Neoprog; Progmetal
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Uwe Colleneck Gitarre, Bass

Gastmusiker

Nico Olivier Schlagzeug ("The Audience")
Jürgen Kast Keyboard

Tracklist

Disc 1
1. Flying Take Off 4:36
2. Awake 4:09
3. Evening Town 3:46
4. The Audience 3:05
5. Cool, Man! 5:15
6. Free...! 4:37
7. Unrequited Love 5:00
8. Mercy And Truth 7:13
Gesamtlaufzeit37:41


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


Uwe Colleneck aus Dortmund ist seit fast 30 Jahren als Musiker aktiv, anfangs mit einer Metal-Band namens Acer Fury, später dann als Sessionmusiker und neuerdings (?) auch als Solokünstler. Zwar sind sicherlich auch die beiden erstgenannten Punkte von einem gewissen Interesse, hier aber soll es um letzteres gehen, namentlich um eine unbetitelte Solo-CD, die Colleneck letztes Jahr vorgelegt hat. Wenig überraschend ist dabei die Tatsache, dass es sich hierbei um eine Eigenproduktion handelt, jedoch ist ein spezieller Punkt dieser Gegebenheiten dermaßen herauszuheben, dass ich im Prinzip diesen ganzen Text um ihn herum aufbauen kann.

Und zwar hat Colleneck den Promotext zu diesem Album selber verfasst - wobei "Promotext" sicherlich der falsche Begriff ist, denn tatsächlich handelte es sich dabei mehr um eine Art freundliches Anschreiben, mit dem Colleneck sich regelrecht um eine Rezension bewarb. Und nun ja, zu einer solchen Bewerbung gehört eben auch eine gewisse Form der Selbstdarstellung (wenn doch dieser Begriff nicht so negativ besetzt wäre), die einen gesunden Ausgleich zwischen Überhöhung des eigenen Könnens und Schaffens, kritischer Reflexion und nüchterner Bescheidenheit findet. Und wie hängt das nun mit dem Album von Uwe Colleneck zusammen? Ganz einfach: Die Worte, die der Musiker in seinem Schrieb wählt, sind so ungefähr das, woran wir seine Musik messen können. Also überlassen wir mal Herrn Colleneck das Wort und schauen mal anhand ausgewählter Beispiele nach, inwiefern hier Wortwahl und Musik korrespondieren.

"Ich mag es eher, typische Songarrangements über den Haufen zu werfen und zu experimentieren, sowohl melodisch als auch rhythmisch. Daher hat meine Musik wohl einen progressiven Einschlag." - Ist gebongt. Der Opener "Flying Take Off" verschafft hiervon jedenfalls einen guten Eindruck. Nicht nur ist die Rhythmik im Hintergrund mal geradlinig, mal vertrackter, sondern auch die Melodien haben sich gewaschen, wechseln sich hier doch eher klassizistische Passagen mit leicht jazzigen Spielereien und ein paar altbekannten Tonleiter-Keyboardeinsätzen nach Tony-Banks-Machart ab. Auch "Mercy And Truth" ist in dieser Hinsicht ziemlich gut geraten.

"Natürlich gibt und gab es viele Einflüsse, trotzdem habe ich immer meine eigenen Vorstellungen gehabt und diese Ideen verfolgt." - Auch von dieser Erkenntnis legen die Stücke auf diesem Album ein geeignetes Zeugnis ab. Hier steht das gar nicht mal so unpassend betitelte "Awake" an vorderster Stelle, immerhin sind Rhythmus und Riffs eher funkig bis jazzig ausgelegt, und doch ziehen sich unkonventionelle Gitarrenmelodien zwischen Romantik und Metal durch das gesamte Stück. Auch "Evening Town" fällt hier phasenweise auf, bietet es doch im Mittelteil ein Keyboardsolo im Saxofon-SOund zu einem Reggae-Rhythmus.

"Melodien, Abwechslung, Virtuosität, aber auch eine gewisse Wiedererkennung sind mir wichtig, als auch eine darauf eingehende Instrumentierung." - Hier dagegen könnte man mal eher kritisch einhaken. Nicht, weil es an Melodien, Abwechslung, Virtuosität oder wiedererkennbaren Momenten fehlen würde, nein, da ist die Selbsteinschätzung von Colleneck schon recht zutreffend. Gemeint ist eher die Instrumentierung, hier könnte man dem Album nämlich tatsächlich ankreiden, teilweise doch etwas simpel produziert zu sein. Mehr als Gitarre, Keyboard und Rhythmusgruppe agiert hier selten gemeinsam gleichzeitig. Zwar bleibt die Musik so immerhin schön übersichtlich, aber man würde sich schon mehr Augenblicke wie diese Unisono-Passage in der Mitte von "Cool, Man!" wünschen. Zum anderen krankt gerade das Schlagzeug ab und an an etwas dünnen Sounds.

Fassen wir also unterm Strich zusammen, dass Collenecks "Bewerbung" insgesamt als Erfolg betrachtet werden darf. Zwar hapert es hier oder da ein wenig beim Sound, ansonsten hat der Gitarrist in den acht Stücken dieses Albums aber ganze Arbeit geleistet und ansprechende bis zeitlose Musik zwischen Fusion, verspieltem Prog und ein bisschen Klassik-Metal aufgenommen. Logisch, dass sich somit festhalten lässt, dass Colleneck im Vergleich zu anderen aktuellen Soloprojekten wie beispielsweise Zelinka oder den Werken von Kalle Vilpuu, Vadim Gryzlov und Fountainhead ganz gut mithält. Und deshalb kommen wir zum Schlusswort auch gerne auf ihn zurück: "So hoffe ich nun, lieber Rezensent, dass Dir die Musik gefällt und Du einige positive Worte findest. Das würde mich sehr freuen." Und dazu besteht ja nun auch tatsächlich aller Grund.

Anspieltipp(s): Flying Take Off, Awake, Mercy And Truth
Vergleichbar mit: Planet X, Steve Vai
Veröffentlicht am: 11.3.2015
Letzte Änderung: 11.3.2015
Wertung: 11/15

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