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Special Providence

Essence of Change

(Tipp des Monats 5/2015)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; Progmetal
Label: GEP
Durchschnittswertung: 13.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Adam Markó drums
Attila Fehérvári bass
Márton Kertész guitar
Zsolt Kaltenecker keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Awaiting the Semicentennial Tidal Wave 4:19
2. Surprise Me 5:36
3. Kiss from a Glacier 4:40
4. Northern Lights 3:56
5. Atlas of You 4:21
6. I.R.P 4:23
7. Darkness 3:43
8. Gas Giants   (feat. David Maxim Micic) 7:03
9. Testin The Empathy   (Bonus track) 6:06
Gesamtlaufzeit44:07


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 2)


Im Moment geht es Schlag auf Schlag: Trottoir, Ciccada, At War With Self, Outrun the sunlight, Ben Levin Group, The Psychedelic Ensemble, Blast Unicorn, gefühlt jede Woche erscheint ein absolutes Knalleralbum! Das zur Zeit geilste Progmetal-Album legt die ungarische Band Special Providence vor. Es heißt: "Essence of Change".

Special Providence?

Ich kanntese auch nicht. Aber die Kollegen geben den Alben der Band seit Jahren 12 und 14 Punkte, da hättich eigentlich mal hellhörig werden können.

Könntermasehn.

"Essence of Change" mixt muskulösen Progmetal a la Dream Theater mit technischem Jazzmetal zu einer ganz eigenen (wenn auch manchmal sehr an LTE erinnernden) Mischung, die, obwohl sie sehr melodiös ist, weit vom DT-Klonen und, obwohl sie sehr versiert ist, ebenso weit vom reinen Beeindrucken von Musikern durch Musiker ist. Wem Bands wie Scale the Summit, Animals As Leaders, Sonar oder Zevious immer schon viel zu kalt und seelenlos vorgekommen sind, der sollte das hier mal antesten. Special Providence packen so viel Melodie in ihren Tech-Jazz, dass schwelgerische Naturen hier voll auf ihre Kosten kommen – und sie schaffen es trotzdem, mindestens genausoviele Noten auf ein Album zu kriegen wie Dream Theater.

Dafür sorgt neben dem Gitarristen Márton Kertész vor allem der Keyboarder Zsolt Kaltenecker, der, von Jordan Rudess sicherlich nicht ganz uninspiriert, klassisch Proggiges, ja stellenweise fast schon Retroproggiges beisteuert. Auf der Basis jazziger Harmonien ergibt das dann einen wundervoll melodiösen Jazzmetal vom allerfeinsten. Aber Kaltenecker kann auch anders. Manches an Elektronik lässt die Band stellenweise ein bisschen wie Shining klingen, die ja einst zu den führenden Jazzmetalbands gehörten, diesen aber wesentlich krasser auslegten, als Special Providence das tun.

Adam Markó und Attila Fehérvári treten dann stärker in Erscheinung, wenn die Musik in die funkige Richtung oder in die Fusionecke geht. Kaltenecker und Kertész spielen dann über kantige Rhythmusfiguren Jazzrocksoli, die ihresgleichen suchen. Aber auch in solchen Stücken driftet die Musik nie ins Genudel ab, stattdessen gibt es immer wieder Melodien zu hören, die sich schnell in den Gehörgängen festfressen.

Ein Album, das alles hat: nitrogetränkte Riffs, technisches, polymetrisches Gefrickel, flüssigen Jazz und traumhafte Melodien. "Essence of Change" ist der geilste Shit, den der Jazzmetal zur Zeit zu bieten hat!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 31.3.2015
Letzte Änderung: 29.4.2015
Wertung: 14/15
Instrumentaler Jazzmetal, der Erinnerungen an Liquid Tension Experiment weckt

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 2)


Ich bin immer wieder fasziniert, dass mich Musik immer wieder fasziniert. Häh? Hat der jetzt 'nen Knall? Den hatte ich schon vorher. Neee, echt. Man glaubt immer, man hat schon soviel Zeug gehört. Und dann kommt so ein Album wie Essence Of Change daher und sagt dir... „Mich hast du schon gehört, aber SO noch nicht“.

Genau das trifft es. Es gibt unzählige Bands, die sich den instrumentalen Prog-Metal auf die Fahne schreiben: Gordian Knot, Liquid Tension Experiment, Animals As Leaders, Blotted Science, At War With Self, Exivious, Ysma... Special Providence reiht sich da nahtlos ein. Und dennoch macht jede Truppe ihr eigenes Ding oder man verpackt es irgendwie anders, obwohl es gar nicht so neu ist.

Man ich laber hier rum. Die Musik von Special Providence ist einfach cool. Da wird von vorn bis hinten gefrickelt und harte Gitarren und dudelige Keyboards liefern sich zickige Duelle. Gleichzeitig groovt das alles wie Hölle, ist plötzlich wieder zuckersüß und geradezu schmeichelnd. Mal hart, mal zart. Erlaubt ist, was gefällt. Wie gesagt, neu ist das nicht, aber super spannend arrangiert. Und genau das macht es doch aus.

Der Wiedererkennungswert ist meiner Ansicht nach deutlich höher als bei einigen anderen Bands dieses Genres, weil man nicht in jedem Song die gleichen Sounds wahrnimmt. Vor allem bei jenen instrumentalen Bands, die sich viel im Djent bewegen, habe ich da manchmal Zuordnungsprobleme. Special Providence sind keine dieser Djent Bands und haben deshalb auch eine andere Herangehensweise. Jedes einzelne Instrumentalstück weist seinen eigenen Charakter auf und zeigt sich eigenständig und reif. Vor allem gefallen mir die gefühlvoll vorgetragenen Gitarren, die immer mal wieder mit frickeligen Passagen gekreuzt werden und so sehr viel Spannung erzeugen.

Für mich ist „Essence Of Change“ ein großartiges Stück instrumentaler Musik. Jeder Prog Metal Fan mit Sinn für emotional stilvolle Musik mit dem nötigen Kick muss hier zugreifen. Ich bin schwer begeistert von dieser Band. Großes Kino für die Ohren ist das. Super!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Gordian Knot, Exivious, Liquid Tension Experiment, At War With Self
Veröffentlicht am: 22.4.2015
Letzte Änderung: 22.4.2015
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Special Providence

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Space Café 12.00 1
2008 Labyrinth 12.00 1
2010 Something Special (DVD) 14.00 1
2011 Soul Alert 12.00 1
2017 Will 10.00 1

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