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Glass Hammer

The Breaking Of The World

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Arion Records / Sound Resources
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Fred Schendel keyboards, lead and backing vocals,
Steve Babb bass, keyboards, backing vocals
Kamran Alan Shikoh electric & acoustic guitars, classical guitar
Aaron Raulston drums
Carl Groves lead vocals
Susie Bogdanowicz lead and backing vocals

Gastmusiker

Steve Unruh violin ("Bandwagon"), flute ("Babylon")
Michele Lynn lead vocals ("Haunted"), backing vocals ("Third Floor")

Tracklist

Disc 1
1. Mythopoeia 8:34
2. Third Floor 11:03
3. Babylon 7:55
4. A Bird When It Sneezes 0:34
5. Sand 5:46
6. Bandwagon 6:19
7. Haunted 5:51
8. North Wind 9:25
9. Nothing, Everything 8:49
Gesamtlaufzeit64:16


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Glass Hammer äußern sich zum ihrem 15. (!!) Studio-Album „The Breaking Of The World“ recht euphorisch und sprechen gerne mal von ihrem „progressivsten Album“. Gut, dass machen Musiker ja mal gerne, dass sie ihr neuestes Werk über den grünen Klee loben. Wahrscheinlich ist das einfach die Freude etwas zu Ende gebracht zu haben. Aber man kann Freude bis Begeisterung auch in verschiedenen Rezensionen lesen, also ist doch was dran?

Yes-Frontmann Jon Davison ist endgültig raus, so übernimmt hier wieder Salem Hills Carl Groves den Haupt-Gesang. Natürlich wie immer unterstützt von den anderen Musikern in schönen Chorpassagen. Neben der altbekannten Susie Bogdanowicz (die allerdings nur wenige Einsätze hat) ist mit Michele Lynn eine weitere weibliche Stimme als Gast mit dabei (die sogar einen ganzen eigenen Song bekommt).

Ansonsten gehen Glass Hammer den schon „Perilous“ eingeschlagenen und mit „Ode To Echo“ fortgeführten Weg in die eigene Vergangenheit konsequent weiter. Zu hören gibt es Glass Hammer-Retroprog mit Georgel und flirrenden Synthies, flotter, aber selten dominanter Gitarre, rumpelnden und scharrendem Bassspiel und moderat vertracktem Drumming. Natürlich klingen immer mal wieder Versatzstücke nach den großen Bands der 70er, mal ist es ein Stück Genesis, mal Yes und auch immer wieder ELP. Sozusagen barocker Retroprog in all seinem Prunk und seiner leicht aus der Zeit gefallenen Attitüde. Nicht umsonst hat ein Kollege dieser Seite Glass Hammer mal die „Lordsiegel-Bewahrer des klassischen Progs“ getauft. Recht hatte und hat er. Von der Ferne grüßen „Chronometree“ und „Lex Rex“. Die Klasse dieser Alben erreichen Glass Hammer mit „The Breaking Of The World“ zwar nicht, aber für den Fan bieten sie ordentlich Futter und sollten für leuchtende Augen (Ohren) sorgen. Keine Experimente, einfach edler Retroprog, durchaus abwechslungsreich und mit ein paar netten Wendungen, wie immer auch etwas zu sanft und weich, Glass Hammer pur eben.

Immerhin ist der Klang superb, druckvoll und transparent. Sicherlich das bestklingendste Glass Hammer bis dato. Dazu sorgt Gastmusiker Steve Unruh mit Flöte und Violine noch für ein paar nette Akzente und Gastsängerin Michele Lynn – wie schon angemerkt – mit der Ballade „Haunted“ für den einzigen aus dem Rahmen fallenden Song. „Haunted“, getragen nur von Gesang, akustischer Gitarre und sanften Keyboards entfaltet einen recht eigenen Zauber, hübsch. Zeit für ein bisschen Spaß haben die Jungs auch noch, so gibt es mit „A Bird When It Sneezes“ eine Jazzrock-Miniatur, der Anfang von „Mythopoeia“ scheint für Sekunden „Highway To Hell“ zu zitieren und in „Third Floor“ kommt „Watcher Of The Skies“ zu kurzen Ehren. Ein bisschen Augenzwinkern tut so einem Album nur gut.

Solides Handwerk von Glass Hammer für ihre Fanschar, gelungen.

Anspieltipp(s): Mythopoeia, Bandwagon
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.4.2015
Letzte Änderung: 5.4.2015
Wertung: 11/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 2)


Glass Hammer haben ja schon einiges seit ihrer Gründung Anfang der 90'er veröffentlicht. Die Band ist einer der Bewahrer des klassischen und sinfonischen RetroProg der 70'er, der Hochphase dieser Musik. Und sie erweisen sich dessen eigentlich immer würdig. Keine unnötigen Soli, keine mathematisch berechneten Taktwechsel.

MYTHOPOEIA ist der erste Song und wird in 3 Teile zerlegt. Fängt heftig rockend an. Dann träumerische Ruhe in Teil 2 mit Akustikgitarre und schönem Gesang. Teil 3 dann wieder härter, Reprise von Teil 1. Der Anfang ist gelungen.

Mit über 13 Minuten setzt THIRD FLOOR eine erste Duftmarke und ist nebenbei noch der längste Track. Groves singt abwechselnd mit Susie Bogdanowicz die Leadvocals. Das klingt interessant. Der Song wechselt oft das Tempo, nimmt es sogar ganz raus um nur noch mit Klavier die Stimme von Bogdanowicz zu begleiten. Prog im guten, alten Stil. BABYLON ist dann eher ein Rocker, mit treibendem Bass und Schlagzeug. Das Flötenspiel von Steve Unruh passt! Gut erkennbar sind hier alle Einflüsse, die Glass Hammer im Laufe der Jahre aufgesogen haben. Das Mellotron von Rick Wakeman, die Flöte von Ian Anderson und das Bassspiel erinnert an Chris Squire. Wie bei fast allen Songs spielt die Gitarre zwar auch mit, hat ab und zu sogar die Hauptrolle, aber sie fällt irgendwie nie richtig auf. Das ist einer der wichtigsten Punkte von Glass Hammer: sie klingen zwar irgendwie immer nach Yes, Genesis, Gentle Giant, Camel usw......aber immer nur „irgendwie“. Glass Hammer haben im Laufe der Zeit ihren sehr eigenen Stil entwickelt.

A BIRD WHEN IT SNEEZES ist eine nette Zwischengabe im Jazz-Stil. Dauert nur Sekunden. Nahtlos zu SAND. Wow, sag ich da nur. Der Song verlangt einem einiges ab. Konnte mich anfangs nicht berühren, aber nach einigen Durchgängen klebt er mir dermaßen im Ohr, dass ich die Repeattaste drücke. Dies ist klassischer Prog vom Feinsten. Auch BANDWAGON kommt proggig daher. Orgel schwurbelt, Gitarre treibt jetzt an, Violine rockt. Und Steve Babb am Bass ist ein Derwisch, wobei Babb auf fast allen Stücken weit nach vorne gemischt wird. Dieser Song rockt dermaßen los, das ist nach dem schwierigen SAND die richtige Wahl.

HAUNTED folgt mit Michelle Lynn am Mikro. Schwieriger Song, sehr eigen. Ist eher ruhig und es ertönt zum Schluss eine klassische Gitarre. Ist vielleicht irgendwann mein Favorit, aber er will erobert werden.

Zum Schluss dann noch 2 Longtracks. NORTH WIND fängt mit schöner Orgel an, Babb's Bass hält wieder alles zusammen. Der Song gefällt, wirkt aber am Schluss etwas zäh. 2 Minuten weniger wäre besser gewesen. NOTHING, EVERYTHING kommt als Schlussstück. Im ersten Moment denke ich an die alten Chicago Transit Authority. Gelungener Beginn mit, wie Kollege Thomas treffend meinte, einem Augenzwinkern. Der Song entwickelt sich dann immer mehr zu einer absolut phantastischen Jamsession der einzelnen Musiker. Somit ist der letzte Eindruck vom Album positiv.

Glass Hammer machen Musik für alle Freunde des Prog der frühen Jahre. Mit modernen Mitteln, mit sehr guter Aufnahmequalität. Und vor allem: mit viel Charme. Sie ziehen ihr Ding seit Jahrzehnten durch, ohne sich irgendwo anzubiedern. Das gefällt.

Anspieltipp(s): Third floor
Vergleichbar mit: siehe im Text
Veröffentlicht am: 19.11.2015
Letzte Änderung: 7.11.2017
Wertung: 12/15
Die Hüter und Bewahrer des klassich-sinfonischen RetroProg

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Glass Hammer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Journey of the Dunadan 5.00 2
1995 Perelandra 7.67 3
1997 Live And Revived 5.50 2
1998 On To Evermore - The Story Of Ariana And The Sculptor 8.33 3
2000 Chronometree 12.00 4
2001 The Middle Earth Album - 3
2002 Lex Rex 11.67 3
2004 Lex Live (DVD) 7.00 1
2004 Live at NEARfest 11.75 4
2004 Shadowlands 9.75 4
2005 The Inconsolable Secret 8.50 4
2006 Live At Belmont (DVD) 7.00 2
2007 The Compilations 1996 - 2004 10.50 2
2007 Culture of Ascent 8.80 5
2008 Live At The Tivoli (DVD) 8.00 1
2009 Three Cheers For The Broken Hearted 4.00 2
2010 IF 8.33 6
2011 Cor Cordium 7.67 3
2012 Perilous 10.50 2
2014 Ode To Echo 11.00 2
2015 Double Live 10.00 1
2016 Valkyrie 10.50 2
2017 Untold Tales 12.00 1

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