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Soft Machine

Switzerland 1974

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: live; Canterbury; Jazzrock / Fusion
Label: Cuneiform Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Allan Holdsworth Guitar, Voice
Karl Jenkins E-Piano, Piano, Hohner Pianet, Soprano Sax, Oboe
Mike Ratledge E-Piano, Lowrey Organ, AKS Synthesizer
Roy Babbington Electric 6-String Bass
John Marshall Drums, Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Hazard Profile   (CD) 16:46
2. The Floating World 5:17
3. Ealing Comedy 4:15
4. Bundles 3:10
5. Land Of The Bag Snake 4:28
6. Joint 2:25
7. The Man Who Waved At Trains 3:03
8. Peff 4:28
9. The Man Who Waved At Trains (reprise) 0:22
10. LBO 4:47
11. Riff II 3:10
12. Lefty 2:08
13. Penny Hitch (coda) 5:48
Gesamtlaufzeit60:07
Disc 2
1. Hazard Profile   (DVD)
2. The Floating World
3. Ealing Comedy
4. Bundles
5. Land Of The Bag Snake
6. Joint
7. The Man Who Waved At Trains
8. Peff
9. The Man Who Waved At Trains (reprise)
10. LBO
11. Riff II
12. Lefty
13. Penny Hitch (coda)


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Im Sommer des Jahres 1974 spielten Soft Machine auf dem prestigeträchtigen Montreux Jazz Festival, wo man ja schon immer auch Musiker und Bands einlud, die eher Grenzbereichen des Jazz zugeordnet wurden (zumindest von Jazz-Puristen) - wenn überhaupt. Jazzrock war Mitte des Jahrzehnts auf dem Höhepunkt seiner Popularität, so dass in jenem Jahr auch Billy Cobhams Spectrum, Larry Coryells Eleventh House und das Mahavishnu Orchestra (mit Jean-Luc Ponty an der Geige) am Genfer See auftraten.

An jenem Tag im Juli 1974 teilten sich Soft Machine die Bühne in der gerade neu gebauten Kongresshalle (das Casino, in dem das Festival früher abgehalten worden war, war ja bekanntlich bei einem Zappa-Konzert abgebrannt) mit Billy Cobhams Band und dem Art Ensemble of Chicago, weshalb man nur ein knapp einstündiges Set präsentieren konnte. Der Auftritt wurde gefilmt und ist nun als "Switzerland 1974" erstmals auf Bild- und Tonträger erhältlich. Offenbar musste das Material recht aufwändig von Udi Koomran und Doug Moon aus verschiedenen Bild- und Tonquellen unterschiedlicher Qualität zusammengebastelt und rekonstruiert werden, doch kann sich das Ergebnis wirklich sehen und hören lassen. Der Klang ist sehr gut, durchaus vergleichbar zu dem der anderen beiden Live-Alben aus dem gleichen Zeitraum (siehe "Floating World Live" und "British Tour '75"), wenn auch stellenweise leicht übersteuert (insbesondere das E-Piano - in "Peff" z.B.).

Ende des Jahres 1973 hatte sich Allan Holdsworth Soft Machine angeschlossen, dessen flinkes Gefrickel den Sound der Band nun prägte, während vor allem Ratledges Orgelspiel in den Hintergrund rückte. Auch Blasinstrumente waren nun seltener zu hören, da Karl Jenkins nur noch gelegentlich zu Sax oder Oboe griff. Man näherte sich damit dem eher typischen, gitarrendominierten Jazzrock der Mittsiebziger an, auch wenn die doppelt besetzten, repetitiv-hallenden Tasten weiterhin für ein sehr eigenes Gepräge sorgten. Zwei der Beteiligten (Marshall und Jenkins) hielten sich übrigens nicht zum ersten Mal in Montreux auf, waren sie doch Teil von Nucleus, als diese im Juni 1970 auf dem Schweizer Jazz Festival spielten.

Die Band steigt gleich mit der "Hazard-Profile"-Suite ein, um dann mehr oder weniger das komplette Material von "Bundles" vorzutragen. Kurze Zeit später begab man sich auch in ein Tonstudio, um dasselbe aufzunehmen, nachdem man die Stücke umfangreich live getestet und verbessert hatte. Später im Set und in der Zugabe (die Nummern nach Marshalls Schlagzeugsolo "LBO") tauchen auch ein paar Reminiszenzen an frühere Alben auf ("Riff II", "Penny Hitch"). Schließlich gibt es noch Improvisiertes ("Joint", "Lefty") und zwei längere Soli ("LBO" und "Ealing Comedy"), von denen Babbingtons "Ealing Comedy" beeindruckt, in dem er virtuos zwischen filigran-jazzigen Figuren und verzerrt-rockenden Einlagen (à la Hugh Hopper) wechselt.

Auf "Floating World Live" ist die Band vielleicht etwas eingespielter und druckvoller zu Gange, doch wirkt die Musik auf "Switzerland 1974" dafür spontaner und lockerer, weniger routiniert. Als Besonderheit sei noch Holdsworth textloser Gesang in "The Floating World" erwähnt, auf den die Band später verzichtet hat, wie man auf "Floating World Live" hören kann. Auf der DVD gibt es das Ganze noch einmal, nur dass man den Akteuren auch zuschauen kann. Dieselben sind konzentriert und relativ emotionslos bei der Sache, irgendeine Form von Bühnenshow gibt es nicht. Interessant zu sehen ist aber z.B. Marshalls Glockenspieleinlage in "The Floating World", für die er sich vorne auf die Bühne begibt und Ratledges häufige Spielereien an den Reglern seines AKS Synthesizers, die dann meist in allerlei durchs Klangbild huschendes Zischen, Fiepen und Blubbern münden. Das Konzert wurde professionell gefilmt, mit abwechslungsreichen Schnitten, die mal die Band als Ganzes, meist aber im Detail die virtuos tätigen Musiker zeigen.

"Switzerland 1974" ist ein schönes Dokument für den Canterbury- und Soft-Machine-Adepten und Fans von Allan Holdsworth, das aber vielleicht auch für alle, die virtuos und farbig vorgetragenen Jazzrock der 70er Jahre schätzen, interessant sein könnte. Jetzt - damit es aus jedem Jahr des Bestehens der Band auch einen Live-Tonträger gibt - fehlt eigentlich nur noch eine Scheibe mit Konzertaufnahmen von Soft Machine aus dem Jahre 1976. Vielleicht ein Mitschnitt der kurzlebige Besetzung mit Percy Jones am Bass (die im Herbst 1976 konzertant aktiv war), eine Aufnahme der "Softs"-Band mit Alan Wakeman am Sax, oder eine der live am aktivsten Besetzungen aus jenem Sommer mit Ray Warleigh an Sax und Flöte? Schau'n wir mal.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.4.2015
Letzte Änderung: 28.4.2015
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Soft Machine

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1968 Volume 1 10.50 2
1969 Volume 2 13.00 2
1970 Third 14.50 2
1971 Fourth 10.00 2
1972 Jet Propelled Photographs 7.50 2
1972 Fifth 10.00 2
1973 Six 11.00 3
1973 Seven 10.50 2
1975 Bundles 11.00 2
1976 Softs 9.00 2
1978 Alive & Well - Recorded in Paris 8.00 3
1978 Rubber Riff 6.00 2
1981 Land of Cockayne 5.50 2
1988 Live at the Proms 1970 10.00 1
1991 as if... - 1
1993 BBC In Concert 1971 12.00 1
1994 Softstage - BBC In Concert 1972 9.00 1
1995 Live At The Paradiso 1969 9.50 2
1996 Spaced 11.50 2
1998 Virtually 10.00 1
2000 Noisette 11.00 1
2001 Turns On Vol.1 4.00 1
2001 Turns On Vol.2 6.00 1
2002 Backwards 10.00 1
2003 BBC Radio 1967-1971 13.00 2
2003 BBC Radio 1971-1974 11.00 1
2004 Breda Reactor 10.00 1
2004 Live In Paris 9.50 2
2004 somewhere in Soho 7.00 1
2005 The Story Of Soft Machine 5.00 1
2005 British Tour '75 11.00 1
2005 Out-Bloody-Rageous - An Anthology 1967-1973 12.00 1
2006 Middle Earth Masters 9.00 1
2006 Grides 10.00 1
2006 Floating World Live 12.00 1
2008 Drop 11.50 2
2009 Live at Henie Onstad Art Centre 1971 13.00 1
2010 NDR Jazz Workshop 12.00 1

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