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Close to the Edge. How Yes's Masterpiece defined Prog Rock (20.11.2017)
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Glass Hammer

Chronometree

(Siehe auch: Leitfaden "Retroprog")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; RetroProg
Label:
Durchschnittswertung: 12/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Fred Schendel Keyb., Acoustic & electric guitar, harp, recorders, drums & back vocals
Steve Babb Bass, Keyb., Mellotron, analoge Synths & back vocals
Brad Marler Lead & back vocals, Acoustic guitar
Walter Moore Drums bei "Chronos Deliverer", Acoustic & electric guitar
Terry Clouse Lead guitar

Gastmusiker

Arjen Lucassen Additional Lead guitars

Tracklist

Disc 1
1. All in good time (part one)

1. Empty Space 1:43
2. Revealer 5:02
3. An Eldritch Wind 3:26
4. Revelation 2:51
5. Chronometry 5:16
6. Chronotheme (end of part one) 4:41
7. A Perfect Carousel 5:17
8. Chronos Deliverer 5:46

2. All in good time (part two)

1. Shapes of the Morning 1:55
2. Chronoverture 5:09
3. The Waiting 5:38
4. Watching the sky 0:59

Gesamtlaufzeit47:43


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 1 von 4)


Wer zweifelt noch nicht an seinem Verstand, als er sich dabei ertappte, dass er Stunden um Stunden mit dem "Studieren", mit einer regelrechten "Exegese" der neusten Scheibe seiner Prog-Lieblinge verplemperte, derweil Kumpels, Freundin, Mami und Papi und/ oder der Hund/ die Katze/ der Wellensittich an Liebesentzug kümmerlich zugrunde gehen drohten?

Wer hat nicht schon einmal kritisch nach den ersten Anzeichen des Wahnsinns bei sich geforscht, nachdem er viermal hintereinander die "ProjeKcts"-4CD-Box an einem Tag gehört hat, alle Solo-Alben von "Rick Wakeman" an einem Wochenende bei voller Lautstärke (und zu Tiefkühlpizza und Dosenbier) gehört hat, ELPs "Lovebeach" alle Ernstes als gutes Album bezeichnet hat oder die "Yessongs" schon morgens im CD-Radiowecker den Tag eröffnen ließ? Jaja, wir haben alle so unsere Macken... auch der Prog- Freund Tom (nicht "t"), dessen Geschichte uns die US- Amerikaner von Glass Hammer hier näherbringen wollen. Das Textheft enthält wichtige Informationen dazu, die ich hier, frei ins Deutsche übertragen, anreissen möchte:

"Erinnerst Du Dich an "das erste Mal" mit einem Prog-Album? War es Liebe auf den ersten Blick, pardon, Zuhörer oder hat es etwas länger gedauert, bis es bei Dir einschlug? Nun, 1979 schlug es ziemlich heftig bei Tom ein. Toms Leidenschaft zum Prog war bald schon über Gebühr, ja, er lauschte so intensiv, dass er begann Dinge in der Musik zu hören, die er nicht erklären konnte. Wir hörten bloß Moogs und Mellotrons, Tom hörte Stimmen aus dem Weltall, Stimme eines außerirdischen Volks, das verzweifelt Kontakt zu unserer Welt suchte. Bald schon wurde klar, dass Tom nicht nur "Close to the Edge" war, er war einen Schritt weiter. Doch gegen allen Rat lauschte Tom weiter und bald schon eröffneten die Außerirdischen ihren geheimen Plan, den Tom "Chronometree" nannte..."

Ja, wie die Geschichte um unseren Helden weitergeht, möchte ich nun wirklich nicht verraten, deshalb nun lieber etwas zur Musik. Glass Hammer präsentiert ein Konzeptalbum über einen Fan, der sich in den Konzepten der klassischen Konzeptalben ein wenig.. äh... verirrt (kann man mir vor lauter Konzepten folgen?). Die Musik zitiert deswegen folgerichtig die klassischen Meister des Genres: 'Mal meint man das Intro aus "Tarkus" zu hören, dann wieder ein vertracktes Wakeman-Solo (Tales? Awaken?), dann brechen feist- orchestrale Arrangments à la Alan Parsons Project über einen herein, dann wird es medieval, verspielt wie bei den guten alten Tulls... Dies alles ist freilich schon fast blasphemisch (!) und wird doch mit einer unwiderstehlich sympathischen Art dargeboten. Endlich 'mal ein Album, dass sich selbst nicht so ernst nimmt, sich sogar ganz im postmodernen Sinne selbst zitiert, sich selbst ironisiert (Nicht- Philologen mögen mir meinen Ausflug ins Obskure der Literaturkritik verzeihen). Glass Hammers Ironie nimmt nicht die Musik, nein, nicht die Alben selbst auf die Schippe, es sind eher die Klischees, die daraus entstanden sind, die wir Hörer selbst daraus gebildet haben, die hier ironisch ausgeleuchtet werden.

Das ganze ist, trotz allen Humors, wahrlich meisterlich eingespielt, v.a. die starken Keyboards von Fred Schendel sind ein absoluter Ohrenschmaus (Moog & Hammond- Fans brauchen gar nicht weiterzulesen - Kauft euch die Scheibe!). Wow, ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal SO starke Moogs & Hammonds gehört habe...

Die Musik ist abwechselungsreich, mit den üblichen Tempiwechseln (wen wundert's?) und klassischen progressiv (ohne dabei gewollt Retro zu sein). Ein Album für den undogmatischen Liebhaber des klassischen Progs, aber auch für verirrte NeoProg- Jünger (denn auch sie können sich nicht vom Hang zum Kult freisprechen). Freilich - Puristen mögen die Nase rümpfen, der unvoreingenommene Hörer findet Spaß und allerfeinsten Prog hier. Was woll ihr mehr? Hey, it's only prog - but I like it :-)

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Yes, Genesis, King Crimson, Pink Floyd, Emerson Lake & Palmer usw...
Veröffentlicht am: 4.7.2002
Letzte Änderung: 4.7.2002
Wertung: 12/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 4)


An dieser Stelle möchte ich mich eigentlich Sal's Rezi nur vorbehaltlos anschliessen und sie bekräftigen. Glass Hammer liefern eine wunderschöne Scheibe ab, die auf geniale Weise mit dem zahlreichen Retro-Prog-Klischees spielt und damit etwas neues schafft. Die massenhaft schönen Tasten-Solis lassen mich immer wieder innehalten und einfach nur der Musik zuhören. Es gibt nur wenige Alben, die diesen Effekt bei mir auslösen. Klare Empfehlung: Strong Buy!

Anspieltipp(s): keiner - durchhören von vorne bis hinten!
Vergleichbar mit: v.a. Genesis, ELP, Yes (aber auch sonst dürfte sich jede 70er-Sympho-Prog-Band wiederfinden....)
Veröffentlicht am: 6.5.2003
Letzte Änderung: 6.5.2003
Wertung: 12/15
Retro-Prog vom allerfeinsten!

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Von: Horst Straske @ (Rezension 3 von 4)


Glass Hammer zelebrieren auf "Chronometree" den typischen Retro-Prog und lassen die Herzen aller Fans der 70er Jahre höher schlagen. Auf jeden Fall ist den Amerikanern ein atmosphärisch sehr dichtes Werk gelungen, das nur so von perfekt ausgearbeiteten Details wimmelt und einen Brückenschlag von der Glückseligkeit des 70er Jahre Progs in die Aktualität der Prog Szene darstellt. Dabei ist es eine wahre Freude, die liebevoll eingestreuten Yes- und ELP-Zitate zu entdecken. Der virtuose Einsatz des analogen Tasteninstrumentariums sucht seinesgleichen und selten hat man die gute alte Hammond so innbrünstig röhren gehört. Dazu gesellen sich dann noch wirbelnde Moogläufe und magisch anmutende Mellotroneinsätze. Hervorzuheben ist bei all dieser Virtuosität, dass das Ganze stets mit einem Augenzwinkern dargeboten wird und zu keiner Zeit in selbstgefälligen Bombast abdriftet. Ein wirkliches Highlight!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: ELP, Yes
Veröffentlicht am: 18.5.2003
Letzte Änderung: 18.5.2003
Wertung: 12/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 4)


"...die Außerirdischen sprachen durch sein Lieblingsalbum direkt zu Tom. Es wurde ihm klar, dass sie ihm mitteilten, wie er eine Zeitmaschine konstruieren könne. Durch "Chronometree" würde es ihm möglich sein, die Zeit zu kontrollieren und zu manipulieren. Tom glaubte, die Außerirdischen würden ihn besuchen. Doch sie kamen nicht. Toms Berechnungen erwiesen sich als falsch und er erwähnte "Chronometree" nie mehr. Trotzdem hatte diese Wissenschaft einen Einfluss auf die Zeit: sie konnte diese zwar nicht vorwärts oder zurückdrehen, aber "it could waste huge amounts of it"! Und nach all den Jahren, die seitdem verstrichen sind, ist diese Wissenschaft immer noch am Werke."

Chronometree ist Chronometree. Das Album nimmt uns mit auf eine Zeitreise in die goldene Epoche des progressive Rock, lässt uns an yes`schen Harmoniebögen und Tastenläufen vorbeifliegen und den Leslie von Emersons Hammond-Orgel rotieren sehen. Chronometree hört sich an, als ob die Dinosaurier des klassischen Prog zusammen eine Platte komponiert hätten, auf welcher die archetypischen Stilelemente jeder einzelnen Band zu einem stimmigen Ganzen verschmolzen worden sind.

DER Höhepunkt von Glass Hammer und eines der beeindruckendsten Prog-Alben um die Jahrtausendwende.

Anspieltipp(s): durchhören
Vergleichbar mit: v.a. Yes und ELP
Veröffentlicht am: 29.11.2010
Letzte Änderung: 29.11.2010
Wertung: 12/15
ein wunderbarer Zeitvertreib!

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Glass Hammer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Journey of the Dunadan 5.00 2
1995 Perelandra 7.67 3
1997 Live And Revived 5.50 2
1998 On To Evermore - The Story Of Ariana And The Sculptor 8.33 3
2001 The Middle Earth Album - 3
2002 Lex Rex 11.67 3
2004 Lex Live (DVD) 7.00 1
2004 Live at NEARfest 11.75 4
2004 Shadowlands 9.75 4
2005 The Inconsolable Secret 8.50 4
2006 Live At Belmont (DVD) 7.00 2
2007 The Compilations 1996 - 2004 10.50 2
2007 Culture of Ascent 8.80 5
2008 Live At The Tivoli (DVD) 8.00 1
2009 Three Cheers For The Broken Hearted 4.00 2
2010 IF 8.33 6
2011 Cor Cordium 7.67 3
2012 Perilous 10.50 2
2014 Ode To Echo 11.00 2
2015 The Breaking Of The World 11.50 2
2015 Double Live 10.00 1
2016 Valkyrie 10.50 2
2017 Untold Tales 12.00 1

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