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Yes

Progeny: Highlights From Seventy-Two

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015 (VÖ: 19.5.2015)
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog
Label: Rhino
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jon Anderson vocals, percussion
Steve Howe guitar, vocals
Chris Squire bass, vocals
Rick Wakeman keyboards
Alan White drums

Tracklist

Disc 1
1. Opening (Excerpt from Firebird Suite) / Siberian Khatru 12:18
2. I`ve Seen All Good People 7:22
3. Heart Of The Sunrise 11:11
4. Clap/Mood For A Day 5:49
5. And You And I 9:55
Gesamtlaufzeit46:35
Disc 2
1. Close To The Edge 18:24
2. Excerpts From "The Six Wives Of Henry VIII" 7:09
3. Roundabout 8:37
4. Yours Is No Disgrace 16:04
Gesamtlaufzeit50:14


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @


Am 13. September 1972 wurde Close to the Edge, für viele das vielleicht beste (was immer das heisst) Progrock-Album der Geschichte, veröffentlicht. Es war das erste von drei grossen Alben, die Yes auf dem Höhepunkt ihres Schaffens zeigten. In den USA erreichte es Platz 3, in England Platz 4 der Charts und wurde von Kritikern wie Fans gleichermassen gelobt. Anschliessend gingen Yes auf eine ausgedehnte Welttournee, auf welcher sie 95 Konzerte in Nordamerika, England, Japan und Australien gaben. Bill Bruford war bereits im Juli nach den Aufnahmen zu CTTE bei Yes ausgestiegen, um bei King Crimson eine neue Herausforderung zu suchen und wurde durch Alan White ersetzte. Von dieser Tour zeugt das hervorragende Live-Album Yessongs, welches ein Jahr später released wurde.

Nun tauchten bei der Suche nach Bonustracks für die rezente Neuauflage des Yes`schen Backkatalogs mehrere alte Tonbandrollen von sieben Konzerten der Nordamerikatour vom Herbst 1972 auf. Zwölf Stunden unveröffentlichten Materials liessen der Band und den Produzenten das Wasser im Munde zusammenlaufen. Beim ersten Hördurchgang machte sich dann allerdings erst einmal Enttäuschung breit. Die Klangqualität war dürftig, etwas matschig und irgendwie merkwürdig. Bald merkte man, dass bei den Aufnahmen offenbar etwas an der Dolby Rauschunterdrückung falsch eingestellt war, was zu einem dumpfen Klang geführt hatte. Nun wurden für jeden Track und jedes Instrument die Dolbyeinstellungen nach Gehör neu kalibriert, wobei jedes einzelne Konzert wiederum andere Einstellungen benötigte. So konnte der Klang im Endergebnis deutlich verbessert werden.

In der räumlichen Anordnung der einzelnen Musiker wurde Wakeman ganz rechts und Howe ganz links positioniert, zentral platzierte man White. Squires Bass wurde zwischen White und Wakeman angeordnet und Anderson ist zentral im Vordergrund zu hören. Diesbezüglich unterscheidet sich Progeny von Yessongs, wo diese räumliche Trennung zwar auch vorhanden, das Klangbild aber nicht so auseinandergezogen ist. Howe zum Beispiel scheint hier wirklich ganz am Rande der Bühne zu stehen. In Yessongs wirkt der Bandsound insgesamt geschlossener.

Ich habe mir einmal einige Stücke parallel von drei verschiedenen Tonträgern resp. Konzerten angehört: von der Yessongs-LP, der remasterten Yessongs-CD und von Progeny. Auf Vinyl klingt die Musik zwar am wärmsten, das gesamte Klangbild ist aber etwas enger als auf den CDs. Auf Progeny werden die einzelnen Instrumente und Stimmen deutlich klarer und sauberer herausgearbeitet. Am besten klingt aber Yessongs. Hier haben die Stücke am meisten Druck in den tiefen Lagen, die Höhen sind brilliant und glasklar, das Gesamtbild ist sehr homogen und dynamisch.

Wie unterscheiden sich Yessongs und Progeny abgesehen vom Klang noch? Erstere enthält eine grössere Songauswahl. Auf Progeny fehlen "Perpetual Change", "Long Distance Runaround", "The Fish" und "Staship Trooper". Diese fanden sich damals offenbar nicht in der Setlist der Nordamerikatournee.

Auf die einzelnen Stücke will ich hier nicht gesondert eingehen und verweise auf die jeweiligen Studioalben bzw. auf Yessongs. Nur soviel: es sind allesamt Klassiker des Progrock, die man kennen sollte.

Wer braucht nun Progeny, wo es doch schon Yessongs gibt? Progeny ist sicher ein Muss für alle Yes-Fans. Die breitere Bühnenstaffelung der Musiker im Vergleich zu Yessongs ist interessant und erlaubt es, sich noch fokussierter auf eine Stimme resp. ein Instrument zu konzentrieren. Demjenigen, der sich zwischen den beiden Alben entscheiden müsste, würde ich aber dennoch Yessongs empfehlen. Wegen der grösseren Songauswahl und dem insgesamt besseren Klang.

Progeny erscheint einerseits als 14-CD-Box mit sieben verschiedenen kompletten Konzerten (31.10. Toronto/CA, 1.11. Ottawa/CA, 11.11. Durham/US, 12.11. Greensboro/US, 14.11. Athens/US, 15.11. Knoxville/US, 20.11. Uniondale/US), andererseits als kompakte "Highlights"-Doppel-CD, welche mit Ausnahme des Auftritts vom 14.11. einzelne Titel von sämtlichen Konzerten beinhaltet.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Yessongs
Veröffentlicht am: 14.5.2015
Letzte Änderung: 14.5.2015
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Yes

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Yes 8.40 5
1970 Time And A Word 9.20 5
1971 The Yes Album 9.80 6
1972 Fragile 11.20 5
1972 Close To The Edge 13.80 13
1973 Yessongs 13.00 3
1973 Tales From Topographic Oceans 13.25 8
1974 Relayer 14.22 9
1975 Yesterdays - 2
1975 Yessongs (VHS/DVD) 11.00 2
1977 Going For The One 9.88 8
1978 Tormato 7.71 8
1980 Yesshows 10.00 3
1980 Drama 11.50 8
1981 Classic Yes 12.00 2
1983 90125 8.13 8
1985 9012 Live - The Solos 5.00 3
1987 Big Generator 6.67 6
1991 YesYears 13.00 2
1991 Union 6.00 7
1991 Owner Of A Lonely Heart - 1
1992 Yesstory - 1
1992 Union Tour Live (DVD) 7.00 1
1993 Highlights - The Very Best of Yes - 1
1993 Symphonic Music of Yes 2.00 2
1994 Talk 6.17 6
1994 Yes Active - Talk (CD-ROM) 8.00 1
1996 Keys To Ascension 8.00 4
1996 Keys to Ascension (VHS/DVD) 7.00 1
1996 Live in Philadelphia 1979 (DVD) 4.00 1
1997 Open Your Eyes 4.17 6
1997 Something's coming - the BBC Recordings 1969-1970 9.00 2
1997 Keys To Ascension 2 10.50 4
1998 Yes, Friends and Relatives 3.00 2
1999 Musikladen live (DVD) 6.00 1
1999 The Ladder 6.00 7
2000 House Of Yes - Live From House Of Blues 6.00 2
2000 The Best of Yes - 2
2000 House of Yes - Live from House of Blues (DVD) 8.00 2
2000 Masterworks 8.00 1
2001 Live 1975 At Q.P.R. Vol. 1 (DVD) 13.00 2
2001 Live 1975 At Q.P.R. Vol. 2 (DVD) 14.00 1
2001 Magnification 8.00 9
2001 Keystudio 9.00 2
2002 Symphonic Live (DVD) 10.00 3
2002 In a Word: Yes (1969- ) 12.50 2
2002 Yes today - 1
2002 Extended Versions - 2
2003 Greatest Video Hits (DVD) 3.00 1
2003 Yes Remixes 2.00 1
2003 YesSpeak (DVD) 9.67 3
2003 YesYears (DVD) 10.00 1
2004 Yes Acoustic (DVD) 6.00 2
2004 The ultimate Yes 10.00 2
2004 Inside Yes. 1968 - 1973. An independent critical review. (DVD) 10.00 1
2005 Songs From Tsongas - Yes 35th Anniversary Concert (DVD) 10.50 2
2005 Inside Yes Plus Friends and Family (DVD) 11.00 1
2005 The Word is Live 11.00 1
2006 9012Live (DVD) 10.00 2
2006 Essentially Yes - 1
2007 Live at Montreux 2003 - 1
2007 Live at Montreux 2003 (DVD) 9.00 1
2007 Yes. Classic Artists. Their definitive fully authorised Story in a 2 Disc deluxe Set - 1
2008 The New Director's Cut 9.00 1
2009 The Lost Broadcasts 7.00 1
2009 Rock Of The 70's 7.00 1
2010 Keys to Ascension (2CD + DVD Box Set) 10.00 1
2010 Live in Chile 1994 10.00 1
2011 In The Present - Live From Lyon 9.00 2
2011 Live on Air - 1
2011 Fly from here 8.57 7
2011 The Revealing Science Of God 7.00 1
2011 Union Live (DVD) 11.00 1
2012 Yessongs - 40th Anniversary Special Edition (Blu-Ray) - 1
2013 The Studio Albums 1969-1987 - 1
2014 Like It Is - Yes at the Bristol Hippodrome 6.00 1
2014 Songs From Tsongas - Yes 35th Anniversary Concert (3CD Set) 9.00 1
2014 Heaven & Earth 5.17 7
2015 Like It Is - Yes at the Mesa Arts Center 10.00 1
2015 Progeny - Seven Shows from Seventy-Two 8.00 2
2017 Topographic Drama – Live Across America 10.00 1
2018 Fly from Here - Return Trip - 1

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