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Neal Morse

Morsefest 2014

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: live; DVD; RetroProg
Label: Radiant Records
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Mike Portnoy drums, vocals
Eric Gillette guitar, vocals
Bill Hubauer keyboards, vocals
Randy George bass, vocals
Neal Morse keyboards, guitars, vocals
Eric Brenton violin, mandolin ,flute
Nathan Brenton cello
Eric Darken percussion
Rick Altizer vocals, percussion
Mark Leniger saxophone
Nate Heffron saxophone
Joey Pippin trumpet
Ben Clark trumpet
Debbie Bresee, April Zachary, Julie Harrison, Kelli Petrovic, Amy Pippin, Stacy Funk background vocals
Alan Morse, Kenny Barnd, Wil Morse, Matt Smith special guests

Tracklist

Disc 1
1. The Land Of Beginning Again   (75:09)
2. Overture No.1
3. California Nights
4. Colder In The Sun
5. Sleeping Jesus
6. Interlude
7. The Prince Of The Power Of The Air
8. The Promise
9. Wasted Life
10. Overture No.2
11. Break Of Day
12. Power In The Air
13. Somber Days
14. Long Story
15. It`s All I Can Do
Disc 2
1. Transformation   (78:20)
2. Ready To Try
3. Sing It High
4. Mike Speaks
5. Moving In My Heart
6. I Am Willing
7. In The Middle
8. The Storm Before The Calm
9. Oh, To Feel Him
10. God`s Theme
11. Overture No.3
12. Rejoice
13. Oh Lord My God
14. God`s Theme 2
15. The Land Of Beginning Again
16. Jayda`s Story
17. Jayda
18. Time Has Come
19. Jesus`Blood
Disc 3
1. The Creation   (78:59)
2. The Man`s Gone
3. Nothing To Believe
4. Author Of Confusion
5. The Separated Man
6. Cradle To The Grave
7. Help Me / Spirit And The Flesh
8. King Jesus
Disc 4
1. Father of Forgiveness   (78:27)
2. Reunion
3. It`s For You
4. Wind At My Back
5. The Light (featuring Alan Morse)
6. Stranger In Your Soul
Disc 5
1. Morsefest 2014 Night 1: Testimony LIVE plus Encores   (DVD 1)
Disc 6
1. Morsefest 2014 Night 2: One LIVE plus Encores   (DVD 2)
2. Special Documentary "The Morsefest Experience"


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @ (Rezension 1 von 2)


Am Ursprung dieses Morse-Live-Outputs, des sechsten wenn ich richtig gezählt habe, stand vor einigen Jahren ein Anruf des Pfarrers von Neals Gemeinde in Nashville. Dieser fragte ihn damals an, ob er sich nicht vorstellen könne, in seiner Kirche ein Konzert zu geben. Damals kam Morse gerade von einer ausgedehnten Tournee zurück und die Vorstellung eines Konzerts in einer Kirche schien ihm fürs Erste unpassend, zu aufwendig und arbeitsintensiv. Bald war er mit den Arbeiten an Kaleidoscope beschäftigt und das Ganze rückte in den Hintergrund. Sein Pfarrer liess jedoch nicht locker, so dass Morse eines Tages seine Frau fragte, was sie denn davon halte. Zuerst war sie skeptisch, auch bzgl. der Anzahl Zuschauer, die kommen würden (die Nashville-Fanbasis des Neal Morse ist offenbar nicht sehr gross). Schliesslich meinte sie, wenn schon Kirchenkonzerte vor der Haustüre, dann gleich ein ganzes Wochenende lang, so dass es sich für Fans von weiter weg auch lohnen würde zu kommen. An einem Tag könnte man Testimony spielen, am zweiten ein anderes Album. Man entschied sich für One, welches bis dahin noch nicht als Ganzes aufgeführt worden war. Nun war auch Neal überzeugt und begeistert und MORSEFEST war geboren.

Ursprünglich wollte Morse die Alben ohne Bläser, Percussion und Background-Sängerinnen aufführen. Auf Spaziergängen in Pratteln während der Flying Colors-Tour hörte er sich Testimony immer wieder an, bis ihm klar wurde, dass er das Album nur in der bestmöglichen Form aufführen, gewissermassen die ultimative Version schaffen wollte. Und dazu gehörten eben 4 Bläser, ein 6-köpfiger Frauen-Backgroundchor, Violine und Cello und eine komplette Orchesterperkussion.

MORSEFEST fand am 14. und 15. November 2014 statt und wurde sowohl als 4CD/2DVD-Digipack, als auch als 2BlueRay-Set veröffentlicht. Auf der ersten CD finden sich Testimony Part One & Two, auf der zweiten CD Testimony Three, Four and Five sowie Zugaben vom Album Testimony two. Die dritte und vierte CD enthalten das komplette Album One, wobei einige Stücke der Bonus-CD zwischen die "regulären" Kompositionen von One geschoben wurden. Diese Stücke gehörten offenbar zum "One"-Konzept, fanden aber wegen der Obergrenze von 80 Minuten nicht auf der CD Platz. Dies konnte im Konzert nun bereinigt werden. Als Zugaben findet sich nochmals ein Stück von Testimony two sowie die alten Bärte-Klassiker "Wind at my Back" und "The Light" und das Transatlantic-Oeuvre "Stranger in your Soul" (zum 6.Mal Live in Plastik gegossen!). Und dann gibt es da noch die beiden DVDs, die die beiden Abende im Bild festhalten.

Wie ist MORSEFEST denn nun geraten? Im bin etwas zwiegespalten. Das Testimony-Album gab es ja vor einer Dekade schon als DVD. Ja ich weiss: das Line-up war schlanker, die Background-Sängerinnen fehlten. Aber ich fand das damals schon sehr gelungen. Ein echter Mehrwert hätte für mich in einem upgrade auf 5.1-Surround bestanden. Trotzdem ist der "Testimony"-Abend lohnenswert. Neal Morse und seine Band strahlen viel Spielfreude aus, spielen toll zusammen und setzen die Story noch emotionaler um, als auf Testimony Live (DVD). Vor allem die Stücke mit Chor, Bläsern und Streichern gewinnen noch mal eine Portion Tiefe und Ausdruck. Als Höhepunkte sind hier "The Prince of the Power of the Air", "I am willing", "Oh to feel him", "It`s all I can do" und "Wasted Life" zu nennen. Tränen inklusive.

Der zweite Abend war "One" gewidmet. In der Live-Fassung gewinnt das Album ebenfalls an Intensität. Habe "One" lange nicht mehr gehört und war beinahe überrascht, wie gut die Kompositionen sind. "Author of Confusion" glänzt in der Mitte mit einem mehrstimmigen Acapella-Teil und mit einem endgeilen Drumsolo zum Schluss. In "Separated Man" singt Neal Morse den "I am the Man"-Part intensiver denn je; sehr ergreifend. Aufgehübscht wird dieses Stück und später auch "Father of Forgiveness" sowie "Reunion" durch den sehr ausdrucksstarken Tanz von Jayda Morse und Joanna Pippin. Zusammen mit der Lightshow wird das Album so zum Gesamtkunstwerk, das Konzert beinahe zum Gottesdienst. Mit "the light" rocken sie zum Schluss als Zugabe noch mal so richtig die Kirche.

Als Bonus gibts am Ende mit "The Morsefest Experience" noch ein einstündiges special documentary. Neben einigen Rehearsals und Worship Sessions spielt die Band an einem Abend ein Acoustic Concert mit Morse Solostücken, was ganz nett ist. Witzig ist ein VIP-Musik-Wettbewerb. Dabei werden Stücke des Prog kurz angespielt. Wer als erster den richtigen Titel erkennt, erhält den Punkt. Der Gewinner erhält schliesslich den Spitzbart von Mike Portnoy. Für einmal ein kurzweiliges documentary.

Alles in allem ist MORSEFEST ein gelungenes Live-Dokument, welches zwei sehr persönliche und starke Alben von Morse in neuem Glanze erstrahlen lässt. Einziger Wermutstropfen ist wie erwähnt der fehlende 5.1-Sound. Morse-Fans kommen aber dennoch voll auf ihre Kosten

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.9.2015
Letzte Änderung: 13.9.2015
Wertung: 11/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 2)


Die Tränen! Da sagsch was.

Aber von vorn: So One-Band-Festivals haben Konjunktur. Ich finde sowas super, bieten sie doch Künstlern die Gelegenheit, ihren Fans, und sicherlich auch sich selbst, etwas ganz Besonderes zu bieten: Die Aufführung ganzer Alben zu Beispiel, Akustik-Sets, Meet-and-Greets, Publikumsinterviews und so weiter. Neal Morse ist mit seinen albenumspannenden Epen für sowas prädestiniert, dass er länger als nötig damit gezögert hat, ist nur sympathisch.

Das Morsefest ist jesusgetränkt. Das muss man mögen oder ignorieren, im letzten Fall dürfte einem das schwerer fallen als bei jedem anderen Morse-Output. Denn hier ist ausschließlich die Rede bzw. die Singe von Jesus, seinem Vater, oder dem Heiligen Geist, es wird immerfort gebetet, geweint, oder vom Beten und Weinen erzählt. Es gab am Morsefest-Wochenende sogar einen Gottesdienst, sieht man sich aber die DVDs aufmerksam an, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren (so man das denn möchte), einem immerwährenden Gottesdienst beizuwohnen.

Nun bin ich sicher, dass Neal Morse sein Musizieren auch genauso versteht: Als Gottesdienst. Insofern dürfte das niemanden überraschen. Die Auswahl der beiden Konzeptalben kommt daher nicht von ungefähr: Die Geschichte Neal Morses am ersten Abend, die Geschichte der Menschheit am zweiten.

Was mein Vorredner in Punkto Spielfreude gesagt hat, kann ich nur unterstreichen: Die emotionale Involviertheit Morses sucht im Progbereich ihresgleichen. Allzu oft müssen wir Bands dabei zusehen, wie sie ihre zerebrale Musik beamtenhaft reproduzieren, anstatt sie zu performen. Das ist hier ganz anders. Dass dabei manche Performance ein bisschen abgleitet, kann man in Kauf nehmen. Die Tanzeinlagen von Jayda Morse und Joanna Pippin sind, ähem, ausdrucksstark, aber was heißt das schon bei einer Abfolge von genau drei Bewegungen, die allesamt die Hingabe an Gott symbolisieren. Ausgeglichen wird so etwas durch großartige Beiträge der verschiedenen Musiker, allen voran natürlich Mike Portnoy, der passagenweise kieferausrenkende Performances abliefert, dann ist da Gaststar Al Morse, der ultimative Guitar Hero des Prog, und die Country-Fiddle von Eric Brenton - ich LIEBE Country-Gefiddle, wusstet Ihr das?

Eine Vollbedienung. Ich werde halt mit "Testimony" immer noch nicht warm, auch nicht in dieser energiereichen Live-Version. Zu lang ist es, zu mäandernd, zu schematisch in seiner Abwechslung straighter Gesangspassagen mit kurzen instrumentalen Prog-Interludien. "One" ist die weitaus bessere Wahl, das hat weit mehr Fokus, mehr Spannung, mehr Appeal. Aber das ist vielleicht Geschmackssache. Gibt's dieses Jahr wieder ein Morsefest? Mal sehen, was er da spielt. Oh! Es gibt eins. Und er spielt "?" und "Sola Scriptura". Des bassd!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.10.2015
Letzte Änderung: 19.10.2015
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Neal Morse

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1999 Neal Morse 6.67 3
2000 Merry Christmas From The Morse Family 10.00 1
2001 It's Not Too Late 6.33 3
2003 The Transatlantic Demos 10.00 2
2003 Testimony 9.00 6
2004 One 10.80 6
2004 Testimony Live (DVD) 11.00 1
2005 ? 10.75 4
2006 Cover To Cover - 1
2006 Send the Fire - 1
2007 Sola Scriptura 7.33 7
2007 Songs From The Highway - 1
2007 ? Live 6.33 3
2008 Lifeline 7.40 5
2008 Sola Scriptura And Beyond (2DVD) 12.50 2
2009 So Many Roads (Live In Europe) 10.00 2
2011 Testimony two 10.33 3
2012 Momentum 11.33 3
2013 LIVE Momentum 11.00 1
2014 Songs From November - 2
2015 The Grand Experiment 9.67 3
2016 The Similitude Of A Dream 10.75 4
2016 Alive Again 10.00 2
2017 Morsefest 2015 12.00 2
2018 Life & Times - 1
2018 The Similitude Of A Dream Live In Tilburg 2017 11.50 2

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