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Michael Brückner

The Outsider

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik
Label: Eigenverlag
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Michael Brückner Electronics, Sounds, Instruments

Tracklist

Disc 1
1. Haunter of the Dark 3:36
2. The Call of Cthulhu 5:30
3. New England Childhood 2:34
4. The Hound 1:04
5. Weird Tales 3:43
6. In the Walls of Eryx 3:24
7. The Outsider 4:03
8. Dreams in the Witchhouse 4:01
9. Through the Gates of the Silver Key 2:35
10. The Nameless City 2:15
11. The Music of Erich Zann 7:15
12. It is not dead... (Abdul Alhazred) 8:56
13. Greyhound Travels 3:20
14. Manhatten Rag 2:38
15. Azathoth 0:43
16. Kaddath on the Great Void 2:03
17. I am Providence 4:43
18. The Shadow out of Time 2:52
19. The Doom that came to Sarnath 4:15
20. The Lurking Fear 1:25
21. Sonja's Theme (The Craft of Love) 3:57
Gesamtlaufzeit74:52


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


"The Outsider" ist nach Michael Brückners eigener Zählung sein Album Nummer 41 und sozusagen ein Überbleibsel seiner Anfang des neuen Jahrtausends entstandenen Diplomarbeit. Wie Brückner auf der zum Album gehörenden Bandcamp-Seite ausführt, war dafür eine Art polymediales Buch über H.P. Lovecraft geplant, das neben Illustrationen, biographischen Ausführungen und einigen Kurzgeschichten auch ein Album mit von Lovecrafts Werken inspirierter Musik gehören sollte. Materialisiert hat sich davon aber letztlich nur die 2002 mit dem Untertitel "Music inspired by the life and work of H.P. Lovecraft" versehene, hier rezensierte CD.

Wer das Album via Brückners Bandcamp-Seite herunterläd, oder dort eine physische Version erwirbt, der erhält noch allerlei weiteres Bonusmaterial, Texte und Essays von und zu Lovecraft z.B. und einige Skizzen zu Brückners Diplomprojekt, was, so man sich denn damit beschäftigen möchte, den Hintergrund der hier zu findenden Klänge beleuchtet.

Wie man von einem Lovecraft-Album erwarten kann, ist die auf "The Outsider" zu findende Musik eher düster und bedrohlich ausgefallen. Viele der Nummern, die oft Titel von Lovecrafts Geschichten tragen, könnte man in die Schublade Dark Ambient stecken (wie z.B. gleich das einleitende "Haunter of the Dark"). Im Vergleich zu anderen Vertreten dieses Genres braucht Brückner sich sicher nicht verstecken, schieben sich doch die dichten Klangmassen und verstörenden Tongespinste sehr voluminös, klangvoll und mollastig aus den Boxen, mitunter nervös pulsierend, immer mal wieder ergänzt um verzerrte und verfremdete Stimmeinlagen und erreichen dabei mitunter fast industrielle Gefilde (in "The Hound "z.B.).

Darin eingewoben sind einige entspanntere Tonbilder (die meist keinen Lovecraft-Titel tragen), in denen auch einmal ein Piano vorkommen kann (man höre z.B. "New England Childhood") oder seltsam beschwingt geschwoft wird ("Manhatten Rag"). Anderes integriert klassische Berliner Retromuster und wirkt weniger düster als kosmisch ("Greyhound Travels" sei als Beispiel genannt). Oft ergeht sich Brückner aber auch in sehr freien Elektronikexperimenten und wirren Tonkonstrukten (man höre z.B. "Through The Gates Of The Silver Key"), die aber hervorragend zur verstörenden Horrorthematik passen.

Aber nicht nur formlose Klanggemenge sind auf "The Outsider" zu finden. Bisweilen arbeiten sich auch Melodien und Themen in den Vordergrund (wie z.B. im Titelstück, das sich mit wuchtigen Schlagwerkeinlagen in einen getragenen Düster-Spacerocker verwandelt). Mit "I am Providence" begeben wir uns gar fast in getragene Symphoproggefilde. Perkussive Einlagen sorgen zudem immer wieder für Dynamik und Abwechslung (im reichlich angeschrägten "The Music of Erich Zann" z.B., oder im gespenstischen "The Doom that came to Sarnath"), können aber auch einen fast entspannten Groove entwickeln (man höre "It is not dead..."), oder etwas monotoner wummern ("The Call of Cthulhu").

Alles in allem bietet "The Outsider" ein dichtes, dem Thema entsprechend reichlich düsteres Gemenge an Klang, das Freunde avantgardistisch eingefärbter Elektronik und sperriger Ambientgewebe auf jeden Fall einmal antesten sollten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.11.2015
Letzte Änderung: 24.12.2016
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Michael Brückner

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Incarnation Generator 9.00 1
2003 Breakfast On Yuggoth 11.00 1
2006 trips and ticks 6.00 1
2011 Endless Mind Portal 9.00 1
2012 R is for "Rocket" and S is for "Space" 10.00 1
2012 100 Million Miles under the Stars 11.00 1
2013 Kings of the Earth 9.00 1
2013 Naura 7.00 1
2013 In letzter Konsequenz 9.00 1
2014 Two Letters from Crimea - Live at St.Peter, Frankfurt, April 2014 11.00 1
2014 Thirteen Rites of Passage 11.00 1
2014 Ombra Revisited 11.00 1
2016 trois briques 11.00 1
2016 The Giant Illusion 10.00 1
2016 Muzikhala 9.00 1
2016 Hikari 11.00 1
2017 Mousic 5.00 1
2017 Drones 10.00 1
2017 All The Pieces Fit Forever 9.00 1
2017 Movies Moving In My Head 9.00 1
2017 Trees Of Olivandá 11.00 1

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