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Theodor Bastard

Vetvi

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: Psychedelic; Worldmusic / Ethno
Label: Theo Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Yana Veva Gesang, Morin Khuur
Fedor Svolotch Horn, Percussion
Kusas Dunchen, Riq
Vdim Sergeev Gitarre, Ukulele
Alexey Kalinovskiy Drehleier
Natalia Nazarova Cello
Mariya Broccoli Knochenflöte
Gulya Naumova Sibirische Violine
Kirill Serov Djun-Djun
Alexander Paltonov Gesang
Chamber Choir "Lauda"

Tracklist

Disc 1
1. Umbraya Erze 5:28
2. Vetvi 4:06
3. Salameika 4:32
4. Kukushka 5:25
5. Aion 6:22
6. Niti 4:09
7. Veter (Featuring Nagmar) 5:08
8. Yaard 5:30
9. Beliy Gorod 5:15
10. Kolodec 3:26
Gesamtlaufzeit49:21


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Vetvi (Ветви; russ. für „Zweige“) ist meine erste Begegnung mit der Musik von Theodor Bastard, und ich muss sagen, bei so einem Bandnamen hätte ich komplett andere Klänge erwartet, irgendwas völlig ausgeflipptes. Möglicherweise haben sie das in ihrer Anfangszeit sogar gemacht, laut Bandinfo begannen sie Ende der 90er zunächst mit experimenteller elektronischer Musik.

Für Vetvi dagegen gilt im Wesentlichen das, was aus Kollegenfeder bereits zum 11 (!) Jahre zuvor erschienenen Pustota zu lesen ist. Auch Vetvi bietet stark Ethno-beeinflusste Musik, die vor allem durch den betörenden, schamanistisch klingenden Gesang von Yana Veva und die tranceartigen Rhythmen eine geradezu hypnotisch-beschwörende Kraft ausstrahlt. Allerdings ist im Vergleich zu Pustota der Elektronik-Anteil deutlich zurückgefahren, einerseits zugunsten kammermusikalischer Instrumente wie Horn und Cello, andererseits - und das vor allem - zugunsten exotischen Instrumentariums mit so eigenartigen Namen wie Morin Kuuhr (eine mongolische Violine), Dunchen (ein tibetisches Blasinstrument von der Größe eines Alphorns) oder Hummel. Letzteres ist tatsächlich nicht nur ein Insekt, sondern auch eine Art schwedischer Zither (die aber tatsächlich nach dem Insekt benannt ist). Dazu kommen dezente, aber wirkungsvolle Einsätze von Orgel oder anderen Tasteninstrumenten, die der Musik streckenweise einen psychedelischen Einschlag verleihen.

Im Ergebnis klingt das den ebenfalls in St. Petersburg beheimateten Ole Lukkøye durchaus ähnlich, wobei deren Kompositionen wesentlich ausladender sind, während sich Theodor Bastard auf Vetvi durchweg an ein kompaktes Format halten. Dabei agieren sie mir bisweilen auch etwas zu ätherisch, etwas mehr Pep würde manchen Stücken gut tun; dass die Band durchaus auch rocken kann, zeigt Aion. Solche Stücke dürfte es häufiger geben!

Die CD kommt im Digipack, das wiederum in einem hübschen Pappschuber steckt. Dazu gibt es ein reich bebildertes Beiheft, u.a. mit akribischen Besetzungsangaben für jedes Stück (Russisch und Englisch). Liebhaber der genannten Ole Lukkøye oder auch von Dead Can Dance sollten mal reinhören, was auf der Bandcamp-Seite von Theodor Bastard möglich ist. Dort kann man das Album auch bestellen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.11.2015
Letzte Änderung: 13.11.2015
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Theodor Bastard

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2004 Pustota 11.00 1
2012 Oikoumene 9.00 1

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