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Ole Lukkøye

Doo-Doo-Doo (or Remedy for a dwarf)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997
Besonderheiten/Stil: Moderne Electronica; Psychedelic; Spacerock; Worldmusic / Ethno
Label:
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Boris Bardash Keyboards, Vocals, Guitars, Rubab, Green Tube, Darbuk, Percussion
Andrey Lavrinenko Bass, Rubab, Jimbees, Percussion
Frol Bassoon, Ocarina, Vargan, Dwarf?s Scream, Wolf?s Claws, Tambourine
Yuri Lukjanchik Jimbees , Darbuk, Percussion, Vocals

Gastmusiker

Sergey Radovsk Khomuz (3), Kabassa (3), Rattle (5)
Evgenia Radovskaya Vocals (1)
Aleksander Kovalenko Drums (7)
Vadim Kouzenkov Chimes (4)
Oleg Shar Darbuk (1, 7)

Tracklist

Disc 1
1. Wedding of Deaf-mute 5:13
2. Fairy Tale 9:28
3. Tuva-Tuva 12:44
4. Children 5:51
5. Lega Lazit Dub 15:56
6. Rainbow 5:04
7. Mana (Doo-Doo-Doo) 16:49
Gesamtlaufzeit71:05


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 1 von 2)


Hierzulande gilt die St. Petersburger Underground Formation "Ole Lukkoye" nach einigen spektakulären Auftritten, u.a. auf dem Burg Herzberg Festival, längst als Geheimtipp. Ihre faszinierende Mischung aus Ethno (besser "Folk"), einem Hauch New Age (keine Angst, es wird nie langweilig oder 'meditativ'), stark psychedelisch angehauchtem Artrock und tuvarischen Gesängen ist so ziemlich das Ausgeflippteste, was man sich vorstellen kann. Würde man die Band mit einer griffigen Formel charakterisieren wollen, so könnte man mit einiger Berechtigung von "russische Peter (Pjotr) Gabriels Ethno-Versuche auf Speed" sprechen.

Ole Lukkoye (nicht ein Solist, ein Bandname ist das, benannt nach einer Figur aus einer Andersen-Erzählung) ist v.a. der Multiinstrumentalist und Archäologe (!) Boris Bardash, der auf Grabungen im asiatischen Hinterland Russlands mit der Kultur der Tuvaren in Berührung kam, die ihm fortan als Inspirationsquelle für seine Musik gelten sollte. Dazu fügte Bardash und seine Band treibende, moderne Beats (im hiesigen Plattenladen findet man Ole Lukkoye in der Abteilung "Drum 'n' Bass") und unzählige Versatzstücke russischer, europäischer und asiatischer Musiken, Keyboardsounds und eine psychedelische Gitarre mit deutliche Anleihen an die Artrocker der 70er und eben jener irrsinnige, hypnotische Gesang (oft jener gutturale Oberton-Gesang, der als das Erkennungszeichen der Tuvaren gilt) zum ganz unverkennbarem Sound der Band zusammen. Eine irre, wirre Mischung, die ebenso exotisch, russisch, wie universal verständlich ist. Sie ist Zeugnis für das unglaubliche kreative Potential in Russland, fernab aller billigen Klischees und schaler Anbiederung an den Westen.

Wenn man dieses Jahr vorhat, sich nur eine CD zu kaufen, bei der man absolut nicht weiß, was einen erwartet, dann sollte es diese sein. Just listen...

Anspieltipp(s): Wedding of Deaf-mute, Doo-doo-doo
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.7.2002
Letzte Änderung: 8.7.2002
Wertung: 12/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Die sieben Titel auf "Doo-doo-doo" sind als Brückenschlag zwischen dem Vorgänger "Toomze" und dem Nachfolger "Crystal crow-bar" zu sehen. Insgesamt sind noch wesentlich hypnotischer, vor der Lieddauer allesamt jenseits der fünf Minuten, bis hin zum siebzehnminütigen "Mana (Doo-Doo-Doo), haben also mehr Platz zur eindringlichen Entfaltung, wobei man aber dennoch die typischen Elemente der Band, wie schamanenartigen Gesang, osteuropäische Folkelemente und jede Menge Space und Psychedelic Rock in mystischer Stimmung wiederfindet.

Das Interessante bei Ole Lukkøye ist die Tatsache, dass sie nicht einfach westlichen Vorbildern hinterher hecheln, sondern sie sich hörbar auf ihre eigenen Traditionen berufen und auch zu ihr bekennen. Einen besonderen Einfluss üben dabei Elemente aus der ostsiberischen Folklore aus, die den Klängen eine ganz eigene Ebene, Identität verleihen. Nicht umsonst sieht man auf dem Cover dieser CD die Umrisse eines indianischen Schamanen, denn die Musik wirkt mit ihren immerwiederkehrenden, eindringlichen Rhythmusstrukturen wie ein Ritual. Altertümliche Saiten- und Schlaginstrumente geben der Musik einen fremdartigen Klangkörper, die aber durch hypnotische Keyboardteppiche und Gitarreneinsatz den Schritt in die heutige Zeit geschafft haben.

"Doo-Doo-Doo" atmet, lebt, geht aber durch seine treibenden Rhythmen sofort in die Beine. Ole Lukkøye gehören sicherlich zum Besten, was man aus dem Grenzbereich aus Psychedelic und Ethno hören kann.

Anspieltipp(s): Wedding of deaf-mute, Mana
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.9.2004
Letzte Änderung: 18.4.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ole Lukkøye

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1996 Toomze 8.00 1
1996 Zapara 10.00 1
2000 Crystal crow-bar 11.00 1
2000 Relax in your dream 10.00 2
2002 Horse-Tiger 11.00 2
2003 Dream of the wind 8.00 1
2010 Petroglyphs 10.00 1
2015 Dyatly 10.00 1

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