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Steve Moore

Cub

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015 (Soundtrack)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Relapse Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Steve Moore Instruments, Electronics, Sounds

Tracklist

Disc 1
1. Intro & Credits 3:51
2. Casselroque 2:22
3. Arrival 1:38
4. The Treehouse 6:12
5. Werewolf 1:51
6. The Truck 2:49
7. The Hunt 11:09
8. Sam versus Kai 3:25
9. Finale 4:29
Gesamtlaufzeit37:46


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


"Cub" (im Original "Welp" - der "deutsche" Titel ist wohl "Camp Evil") ist ein belgischer Horrorstreifen aus dem Jahre 2014. Da geht es offenbar - der Rezensent hat den Film nicht gesehen - um eine Gruppe Pfadfinder (Cub Scouts, im Deutschen Wölflinge, Welpen in Flämisch, also Kinder zwischen sieben und elf Jahren), die bei einem Ausflug in die Berge auf einen spinnerten Fallensteller und dessen verwilderten Sohn treffen, die nach und nach die Pfadfinder und ihre Betreuer dezimieren. Mit Musik versehen hat das Werk Steve Moore, und im Herbst 2015 legten Relapse Records den "Original Motion Picture Soundtrack" auf Tonträger vor.

Mit rein elektronischen Mitteln hat Moore die Klänge zum Film erzeugt. Er bewegt sich dabei in Gefilden, die auch sein teilweises Vorbild John Carpenter (man höre auch die frühen Zombi-Alben) in den späteren 70er Jahren des letzten Jahrhunderts zwecks der Begleitung bewegter Bilder bearbeitet hat. Gewisse Reminiszenzen zu den Soundtracks von "Halloween" oder "The Fog" sind auch auf "Cub" durchaus auszumachen, insbesondere diese für Carpenter typischen schlichten, aber eindringlichen Melodiefragemente, die immer wieder durch das Klangbild schweben oder sich hypnotisch-repetitiv in die Gehörgänge graben.

Eingewoben sind diese in mysteriöse Klanggeflechte, die freiformatig dahin wabern, nicht selten mächtig und voluminös anschwellen, oft vorangetrieben von hektisch-rhythmischen Mustern. Düstere Ambientsounds treffen hier auf retroelektronische Tonflächen, verspielte Elektronikgemenge, einfache, aber prägnante Tastengeflechte mit Früh-80er-Charme, getragenes Klangwabern und wuchtige, maschinenartig pulsierende Sounds.

Das Ergebnis ist erstaunlich kurzweilig, arbeitet sich ausgesprochen dynamisch und klangvoll voran, funktionier auch sehr gut ohne Film und stellt eine weitere interessante Variante in Moores Schaffen dar. Bisher gleicht jedenfalls keines von Moores (dem Rezensenten bekannten) Soloalben allzu sehr einem seiner anderen. Am ehesten erinnert "Cub" an "The Henge", kommt aber dichter und kompakter aus den Boxen. Wer sperrig-düstere Elektronikklänge schätzt, oder auch die frühen Soundtracks von John Carpenter, der sollte "Cub" nicht verpassen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.11.2015
Letzte Änderung: 4.3.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Steve Moore

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 The Henge 9.00 1
2008 Demo 2003 + Bonus Track (LP) 10.00 1
2009 Gutterballs: Original Motion Picture Score 9.00 1
2011 Primitive Neural Pathways / Vaalbara 9.00 1
2012 Light Echoes 11.00 1
2013 Pangaea Ultima 10.00 1
2016 The Mind's Eye 12.00 1
2017 Mayhem 9.00 1

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