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OTEME (Osservatorio delle Terre Emerse)

L’agguato, l’abbandono, il mutamento

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: Folk; Moderne Klassik; RIO / Avant; sonstiges
Label: Ma.Ra.Cash Records
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Valeria Marzocchi piccolo flute
Linda Mateucci flute
Nicola Bimbi oboe,English horn
Giorgio Berrugi clarinet
Lorenzo Del Pecchia bass clarinet
Marco Donatelli bassoon
Maicol Pucci trumpet,flugelhorn
Marco Fagioli bass,tuba
Stefano Giannotti voice,piano,classic and electric guitar,Indian organ,Jew's harp,Percussion
Valentina Cinquini harp
Emanuela Lari voice,keyboards
Pierluigi Papeschi electric guitar
Milko Ambrogini bass guitar
Ricardo Ienna drums and percussion

Tracklist

Disc 1
1. La grande volta 2.23
2. Sara il temporale 3.38
3. Bianco richiamo 3.22
4. Camminavo 6.38
5. L'agguato 2.28
6. L'abbandono 3.48
7. Il mutamento (Bolero secondo) 1.59
8. Dopo la pioggia 5.00
9. Tracce nel nulla 25.48
10. Un'altra volta 1.52
Gesamtlaufzeit56:56


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Auch mit “L’agguato, l’abbandono, il mutamento” setzen sich der Komponist, Sänger und Multiinstrumentalist Stefano Giannotti und sein Ensemble gemütlich zwischen viele Stühle. Natürlich nur im übertragenen Sinne und was das mögliche Zielpublikum anbelangt.

Der eingeschworenen Avant-Prog-Gemeinde werden die Stücke eventuell oft zu entspannt vorkommen, so dass von der Musik wohl eher diejenigen angesprochen werden, die subtile avantgardistische Akzente und kurze experimentelle Exkursionen mehr schätzen, als eindeutig abgefahrene Avant-Prog-Vollbedienung. Obwohl, das kurze „L’agguato“ bietet schon eine ziemlich eindeutige Verschmelzung von Avant-Prog und Kammermusik.

Die zahlreichen Blasinstrumente (darunter Oboe, Fagott, Trompete und Flöten) werden eher unauffällig von diversen Perkussionsinstrumenten sowie von Harfe, Bassgitarre und sechssaitigen Gitarren unterstützt.

Neben (seltenen) Einfällen in der Art von „L’agguato“ glaube ich noch Inspirationen durch Klassik zwischen Tradition und Moderne zu entdecken. Die nicht ganz leicht einzuordnenden und gerne ausgedehnten Teile mit Gesang vereinigen für meine Begriffe Spuren von symphonischem Prog, Folk und Chanson. Das alles natürlich mit einer Prise von Kammermusik versehen, die fast immer in den Arrangements steckt.

In dieser Hinsicht fällt natürlich das 25-minütige „Tracce nel nulla“ ganz besonders auf, indem es eine farbenfrohe, aber gleichzeitig zurückhaltend wirkende Verschmelzung von Prog, Folk und Kammermusik präsentiert. Und es wäre wohl keine Komposition von Giannotti, wenn sie auch nicht eingestreute experimentelle Einfälle zu bieten hätte.

Die anfangs möglicherweise nicht leicht zugänglich wirkende Musik kann schließlich durch ihre Vielfalt und ihre einfallsreichen Arrangements vollends überzeugen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.12.2015
Letzte Änderung: 6.12.2015
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Eher zufällig beim stöbern entdeckte ich dieses Album, und da die Beschreibung interessant klang, landete es nach kurzer Hörprobe in meinem Briefkasten.

Die Besetzung klingt ja schon recht ungewöhnlich mit ihrer starken Fokussierung auf Holzbläser, speziell Rohrblattinstrumente wie Klarinette, Oboe oder Fagott. Tatsächlich hat man über weite Strecken eher den Eindruck, einem Kammerensemble zu lauschen, das gelegentlich noch um das ein oder andere Instrument der Rockmusik ergänzt wurde. Auch die Musik selbst enthält nur wenig rockige Elemente, am ehesten vielleicht noch in dem langen Tracce nel nulla, wo die E-Gitarre etwas mehr hervortritt. Ansonsten ist die Musik mehr im Bereich zeitgenössischer Kammermusik verwurzelt, wie sich an den seltsam verschlungen, oft dissonanten Linien vor allem der Bläser zeigt. Dabei ist diese avantgardistische Komponente stets eingebettet in eine Art mediterrane Leichtigkeit, wie sie wohl typisch für italienische Bands ist. Dazu trägt auch der angenehme Gesang von Stefano Gianotti bei, der auch Komponist aller Stücke ist.

Man könnte fast von einer Art Understatement sprechen, so wie die krummen Linien der Bläser hier mit luftig-leichten Arrangements verbunden werden. Fast schon Avantgarde zur Entspannung!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.12.2015
Letzte Änderung: 3.12.2016
Wertung: 12/15

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