H to He Who am the Only One
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Charisma |
| Durchschnittswertung: |
13.8/15 (5 Rezensionen) |
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Besetzung
| Guy Evans |
Drums, Tympani, percussion |
| Hugh Banton |
Hammond and Farfisa organs, piano, oscillator, vocals, bass on 2, 5 |
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| Peter Hammill |
Lead Vocals, acoustic guitar, piano on 2 |
| David Jackson |
Alto, tenor and baritone saxophone and devices, flute and vocals |
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Gastmusiker
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| Nic Potter |
Bass on 1, 3, 4 |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Killer
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8:07
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| 2. |
House with no door
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6:03
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| 3. |
The Emperor in his war-room
1. The Emperor 2. The Room
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9:04
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| 4. |
Lost
1. Dance in Sand and Sea 2. Dance in Frost
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11:13
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| 5. |
The Pioneers over C
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12:25
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| 6. |
Squid 1 / Squid 2 / Octopus
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15:24
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| 7. |
The Emperor in his war-room
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8:50
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| Gesamtlaufzeit | 71:06 |
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Rezensionen

Das Bedrohliche, das Wahnsinnige, das Verlorene, das in der Musik (und in den Texten) von Van der Graaf Generator liegt, kommt auf diesem Album voll zum Ausdruck. Ständig wechselnde Rhythmen, mal ruhig, mal hysterisch, mal abgehackt, mal episch, dazu das irrwitzig quietschende oder jazzig herumgeisternde Saxofon und die fiebernde Orgel. Dazu noch der gequälte Gesang von Hammill - die Bedrohung ist ständig präsent, mal untergründig, mal offensichtlich. Killer, The Pioneers over c. (mit starkem Bass!) und Lost bieten dies Gefühl in Vollendung. Auf absolut ausgetüftelte Weise werden hier Saxofon/Flöte, Orgel/Piano, Drums und der Gesang von Peter Hammill zu einer dynamischen Einheit verflochten.
Zur Erholung lädt zwischendrin House with no door mit verspielter Melodie, entspanntem Flötenspiel und einfühlsamem, weichem Gesang ein. In Kontrast dazu steht dann aber doch wieder der poemäßig-psychatrische Text. Auf The Emperor in his war-room ist auch mal die elektrische Gitarre zu hören, die VdGG sonst verschmähen. Da darf sich Gast-Star Robert Fripp mal austoben. Für den VdGG-Sound aber keinesfalls essentiell: die kommen auch ohne E-Gitarre bestens aus!
| Anspieltipp(s): |
Killer, The pioneers over c. |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.7.2002 |
| Letzte Änderung: |
3.3.2012 |
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Bei der Kernfusion von vier Atomen Wasserstoff (H) zu einem Atom Helium (He) wird der dabei auftretende Massendefekt als Energie frei, ganz nach Einsteins berühmter Formel E=mc². Dies ist der grundlegende Vorgang in unserer und allen Sonnen, ohne den kein Leben auf der Erde möglich wäre. Die kalte, also kontrollierte Fusion im Reagenzglas soll angeblich kürzlich funktioniert haben. Dabei wurde aber immer noch mehr Energie in das System hineingesteckt als hinterher wieder herauskam. Ich hingegen behaupte, diese kalte Fusion hat bereits vor über 30 Jahren geklappt - zwar nicht unter Laborbedingungen, sondern in einem Aufnahmestudio irgendwo in England - und der Output war auch keine thermische, sondern kreative Energie.
Aber lassen wir die Kernphysik Kernphysik sein.
Nach dem von den Kritikern positiv aufgenommenen "The Least We Can Do Is Wave To Each Other", waren VdGG fortwährend auf Tour. Zwischendurch, wenn es die Zeit erlaubte, ging man immer wieder mal ins Studio, um einen Song aufzunehmen. Dem Bassisten Nic Potter war das irgendwann zuviel. Er verließ die Band. Die Suche nach einem Ersatzmann verlief ergebnislos, so daß Hugh Banton diesen Part zusätzlich übernahm, bei Konzerten bediente er dann Bass Pedals.
Musikalisch setzen VdGG ihren Weg unbeirrt fort. Die Musik ist extrem intensiv und spannungsgeladen; selbst wenn es mitunter etwas schräg wird, gehört das zum Konzept. Zusammen mit "Pawn Hearts" bildet diese Platte den Höhepunkt in der frühen VdGG-Schaffensphase.
Zur soundtechnisch sehr gut aufgearbeiteten Remaster-Fassung gibt es wieder ein ausführliches Beiheft. Zusätzlich gibt es zwei Bonustracks, die es diesmal in sich haben. Zum einen ist dies eine frühe Version von "The Emperor in his war-room", wo man deutlich hören kann, daß Peter Hammill noch sehr zurückhaltend agiert und erst im Laufe der Zeit die Gesangslinie ausfeilt. Den anderen Song, "Squid 1 / Squid 2 / Octopus", spielten VdGG schon seit Jahren in ihrem Liveprogramm. Diese Version wurde Mitte des Jahres 1971 im Studio eingespielt und war eigentlich eingeplant für "Pawn Hearts", das als Doppel-LP konzipiert war, was jedoch verworfen wurde. Hier darf sich Hugh Banton mal so richtig austoben. Wie schreibt Peter Hammill im Booklet: "It's not quite as dynamic and mad as some of our in concert versions of those pieces, but it certainly is mad enough."
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.6.2005 |
| Letzte Änderung: |
9.6.2005 |
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Mit "H to He" haben Van der Graaf Generator ihren Stil perfektioniert. Die Musik ist äußerst abwechslungsreich und sehr emotional. Vom lyrischen "House With No Door" abgesehen, dominieren düster-bedrohliche Klänge. Hammill singt expressiver als je zuvor, auf der instrumentalen Seite glänzt vor allem Jackson, der das Saxofon gnadenlos malträtiert und ihm die abartigsten Töne entlockt.
Den eigentlichen Höhepunkt der neuen Remaster-Ausgabe bildet aber der Bonustitel "Squid 1 / Squid 2 / Octopus". Hier steigern sich die vier richtig in Ekstase. Die "Octopus"-Version auf dem zwei Jahre zuvor erschienen VdGG-Debüt wirkt dagegen geradezu zahm.
"H to He" ist für mich nicht nur das beste VdGG-Album, es ist auch eines der besten Alben des Prog überhaupt. Gehört in jede Sammlung!
| Anspieltipp(s): |
Killer, Pioneers over 'C', Squid |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.6.2005 |
| Letzte Änderung: |
11.6.2005 |
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Van der Graaf-Wochen auf den Babyblauen Seiten... nun ja, große Ereignisse, wie die komplette Wiederveröffentlichung des Backkatalogs dieser leider oftmals noch verkannten Progband, müssen eben gefeiert werden ;-)
Als ich 1987 mit meiner Berufsausbildung begann (DV-Kaufmann im übrigen), hatte ich einen Kollegen, der hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, alles und wirklich alles von Genesis und "related" Artists zu besitzen. Nun, ich weiss nicht, ob er das jemals geschafft hat, aber da ich gerade "voll auf Yes" war, hatten wir einiges an Gesprächsstoff. Und zudem entwickelte sich ein reger Cassetten-Austausch (ja, damals arbeitete man noch mit Cassetten!). Der größte Verdienst des Kollegen war sicherlich, dass er mit einem kleinen Hinweis meine Begeisterung für King Crimson entfachte (Danke, Rüdiger!). In vielen musikalischen Dingen waren wir also einer Meinung. Vor zwei Dingen warnte mich der Kollege eindringlich: Ich sollte mir niemals das unsäglich langweilige "Tales From Topographic Oceans" meiner damaligen Lieblings-Prog-Band Yes kaufen und dann sollte ich noch die Finger von dieser völlig obskuren, ungenießbaren Combo namens Van der Graaf Generator lassen. Okay, ich war schon immer ein Skeptiker in solchen Dingen... also erwarb ich alsbald die "Tales", wie auch zwei Alben der geschmähten VdGG: "Godbluff" und eines mit dem wahrlich obskuren Titel "H To He Who Am The Only One". Okay, mit "Tales" hatte mein Kollege irgendwie recht, aber das ist eine andere Geschichte...
Immerhin klärte sich die Frage nach dem seltsamen Albumtitel recht schnell: Eine Hommage an die Fusionsreaktion, die schliesslich die Sonne am Leben erhält und damit die Basis für das Leben auf der Erde ist. Cool ;-)
Irgendeine Form von Energie war bestimmt auch im Spiel, als die Herren Hammill, Jackson, Banton, Evans und damals auch noch Potter und als Gast Fripp, im Studio die Sau 'rausließen. Was ich als Instrument (von dessen Klang her) noch nie mochte, war das Saxophon, aber so wie David Jackson dieses Instrument nutzte, hatte ich das auch noch nie (und auch nie wieder) gehört. Das war ja fast wie eine Gitarre... und einmal eingehört konnten mich auch diverse, fast schon free-jazzige Freakouts nicht mehr schrecken. Dazu der mal hymnisch-sakrale, mal erhabene, mal röhrende Klang der Orgel. Der Van der Graaf Generator-Sound hatte mich im Sturm genommen.
Höhepunkt war unbestritten dieser unglaubliche Sänger. Peter Hammill konnte schreien, ächzen, stöhnen, flüstern oder auch einfach nur wunderschön singen. Diese Stimme nahm mich ebenso gefangen, wie die Musik um sie herum.
Während "Godbluff" sehr lange brauchte, um zu seiner standesgemäßen Würdigung zu kommen, hatte mich "H To He Who Am The Only One" sofort in seinen Bann geschlagen. Bis heute finde ich es auch das stärkste VdGG-Album. Das liegt vor allem an seinem Abwechslungsreichtum. Vom knallharten "Killer" mit seiner unglaublichen Aggressivität über die eher ruhigen, epischen Dramen wie "House With No Door" oder "Lost", mit einem Besuch im düsteren "War Room" eines vorzeitlichen Herrschers, bis hin zum Science Fiction-Freakout "Pioneers Over C" war hier einmalige, mitreißende, faszinierende Musik geboten. Ich hatte Tränen in den Augen bei "House With No Door", ich schrie "all the other fish fear you" aus voller Kehle und lauschte fasziniert den Exzessen in "Pioneers...". Ich finde, auch heute noch kann man mit "H To He Who Am The Only One" eine echte musikalische Entdeckungsreise machen. Zu der bereits vollentwickelten Düsternis der VdGG'schen Musik gesellt sich hier noch eine gehörige Portion Psychedlic-Feeling aus der früheren Phase der Band. Schon diese Kombination, gepaart mit den jazzigen Anteilen macht das Album besonders. Dazu flötet Jackson noch etwas häufiger, was auch sehr schön kommt.
Während Robert Fripps Beitrag mir immer noch einigermaßen verzichtbar vorkommt, finde ich es sehr schade, dass Van der Graaf Generator in der Folge keinen richtigen Bassisten mehr hatten. Das lebendige Bassspiel von Nic Potter wertet die Songs nochmals auf. Bantons Spiel auf den Basspedalen führt doch häufiger dazu, dass der Bass zu einem eher brummenden Beiwerk verkommt. Vielleicht das einzige wirkliche Manko am typischen VdGG-Sound.
Die 2005er Neuauflage begeistert schliesslich noch mit einem brillianten Klang und, das hätte ich niemals zu hoffen gewagt, mit Bonustracks, die das Album tatsächlich nochmals aufwerten. Gerade die Songperle "Squid 1 / Squid 2 / Octopus" setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Ein 15minütiger psychedelischer Trip am Rande des Wahnsinns. Vor allem Schlagzeuger Evans, sonst ja eher etwas im Hintergrund, und Organist Banton gehen hier voll aus sich heraus. Aber auch Hammill lässt sich gesanglich nicht lumpen. Es wäre wirklich ein Verlust gewesen, wenn dieser Track nicht das Licht der Veröffentlichung erreicht hätte. Die 'Work-In-Process'-Version von "Emperor..." ist sicherlich auch allemal interessanter als kaum anhörbare Liveaufnahmen.
"H To He Who Am The Only One"... für mich der Höhepunkt Van der Graaf'schen Schaffens, ein zeitloses Meisterwerk und durch die Neuauflage tatsächlich nochmals aufgewertet. Ich liebe es ;-)
| Anspieltipp(s): |
Hört Euch alles an! Für Hektiker: "Killer" |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
23.8.2005 |
| Letzte Änderung: |
23.8.2005 |
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Wenn ich bedenke, dass ich Hammills Gesang anfangs scheußlich, Jacksons Saxophone gräuslich und überhaupt die ganze Musik der Band irgendwie völlig neben der Spur fand, kann ich heute darüber nur noch grinsen. Van der Graaf sind ein Beispiel dafür, dass man sich Musik "schön hören" kann.
Auf der Suche nach YES-ähnlichem durchforstete ich das damals neue Rocklexikon nach mir unbekannten Gruppen und stieß dabei u.a. auf diese Band (die anderen beiden waren Gentle Giant und King Crimson). Schnell waren LPs der drei Bands gekauft ("Interview" von GG, "Starless and bible black" von KC) und neben "The least we can do.." auch diese hier.
Wie gesagt, mein Schock war groß (ich war 15)- das sollte YES-verwandtes sein? Der Sänger klang völlig unmusikalisch und quäkte sich in mir verhasster tiefer Tonlage durch die Gegend, das Saxophon ist an sich schon ein Folterinstrument und gehört durch die Genfer Konvention verboten und dazu noch völlig merkwürdige Musik, die nun überhaupt nicht rockte (was YES taten ;->).
Nun ja, wenn ich mal nicht wußte, was ich hören wollte, legte ich die genannten LPs auf (mit den anderen Bands ging es mir ja genauso) und irgendwann machte es einfach "Klick". Seitdem ist Hammill für mich ein begnadeter Sänger, das Solowerk von Jackson steht (hoffentlich) komplett in meinen Regalen und die Musik ist göttlich. Besonders die erste Periode der Band gefällt mir und davon gerade diese LP/CD.
Hauptvorteil der LP ist, dass sie zumindest teilweise noch einen echten Basser haben, der der Musik den nötigen Druck gibt, der auf späteren Werken fehlt. Dazu kommen Hammills Lyrics, die z.B. das lyrische "House with no doors" konterkarieren. Dass die Band alle Spielarten des Prog, von symphonisch-schön bis schräg-avangardistisch beherrscht, zeigt z.B. "Lost"und besonders der Bonustrack "Squid 1 / Squid 2 / Octopus".
Insgesamt ein Album, das alle Facetten der Band zeigt und auch aufgrund der Texte mein Lieblingsalbum der Band ist. Die Neuausgabe klingt dazu noch grandios. Also - volle Punktzahl.
| Anspieltipp(s): |
als geschlossene Einheit zu betrachten |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
5.2.2006 |
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