Still Life
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Charisma |
| Durchschnittswertung: |
12.5/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Hugh Banton |
organ, bass pedals and guitar, mellotron & piano |
| Guy Evans |
drums & percussion |
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| Peter Hammill |
vox, guitars & pianos |
| David Jackson |
alto, tenor & soprano saxophones, acoustically, electrically, & flute |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Pilgrims
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7:08
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| 2. |
Still Life
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7:21
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| 3. |
La Rossa
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9:48
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| 4. |
My Room (Waiting for Wonderland)
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7:59
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| 5. |
Childlike Faith in Childhood's End
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12:23
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| 6. |
Gog
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10:26
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| Gesamtlaufzeit | 55:05 |
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Rezensionen

"Still Life" ist das mittlere von drei Alben, die in dem kurzen Zeitraum zwischen Oktober 1975 und Oktober 1976 erschienen. Von seiner Grundstimmung ist es wesentlich ruhiger und zurückhaltender als der Vorgänger "Godbluff" und der Nachfolger "World Record". Auffällig ist das fast vollständige Fehlen der Gitarre. Bei VdGG hat dieses Instrument nie eine besonders große Rolle gespielt, auf "Still Life" ist es nur an ganz wenigen Stellen zu hören. Musikalisch werden die Songs von Hugh Bantons Orgel und David Jacksons Saxophon dominiert.
Mit "Pilgrims" geht es für VdGG ungewohnt optimistisch, geradezu fröhlich los. Besonders am Ende des Stück legt sich David Jackson, der auch als Co-Komponist von "Pilgrims" aufgeführt ist, so richtig ins Zeug.
Das folgende Titelstück ist für mich einer der ganz großen Klassiker im VdGG Repertoire. In der langen Auftaktsequenz wird Peter Hammills Gesang nur von leisen Orgelklängen begleitet, dann steigert sich der Song, erreicht seinen Höhepunkt, um leise und intim mit wenigen Pianoklängen auszuklingen.
"La Rossa" wird an einigen Stellen ziemlich aggressiv, vor allem, was den Gesang betrifft. Hugh Banton zeigt hier sein ganzes Können an der Orgel. Thematisch geht es um kaputte Beziehungen, ein Thema, das auch Hammills im gleichen Jahr erschienenes Soloalbum "Over" behandelt, wo im abschließenden Song ebenfalls von einer "La Rossa" die Rede ist.
"My Room" ist dann ein sehr zurückhaltender Song. Instrumentiert ist er hauptsächlich mit Klavier und Saxophon, Orgel fehlt hier ganz. Am Ende des Stücks steht ein längerer instrumentaler Teil, bei dem Jackson dem Saxophon wieder reichlich ungewöhnliche, aber stets die Atmosphäre perfekt untermalende, Töne entlockt.
"Childlike Faith in Childhood's End", benannt nach einer Erzählung des Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke, fällt mit 12 Minuten schon fast in die Kategorie "episch". Musikalische ist dies vielleicht der vielfältigste Song des Albums, mit einigen majestätischen Sequenzen. Am Anfang ist Jackson kurz an der Flöte zu hören.
Insgesamt ist "Still Life" für mich eines der besten VdGG-Alben. Gehört in jede Prog-Sammlung!
| Anspieltipp(s): |
Still Life, La Rossa |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.1.2003 |
| Letzte Änderung: |
22.12.2003 |
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Nach der Veröffentlichung von "Godbluff" tourte man wieder ausgiebig durch ganz Europa. Dabei kam es in Italien, wo sie eigentlich gefeierte Stars waren, zu einem unangenehmen Zwischenfall, als nämlich ihr Tourbus in Rom geklaut wurde, so daß sie die Tour abbrachen und die nächsten Konzerte in England mit geliehenen Instrumenten bestreiten mußten.
Bereits im Januar 1976 stand man wieder im Studio, umd die verbliebenen Songs aufzunehmen ("Pilgims" und "La Rossa" entstanden bereits während der Godbluff-Sessions). Die Songs sind nicht ganz so intensiv ausgefallen wie auf dem Vorgänger. Es herrscht bisweilen eine sakrale Atmosphäre vor, die man Hugh Banton zuschreiben muß, der seine selbstgebaute Orgel wie eine Kirchenorgel bedient. Eine Ausnahme bildet "La Rossa", das, noch aus den Godbluff-Sessions stammend, ähnlich energetisch und aggressiv ist, wie die Songs dort.
Was noch auffällt, ist, daß sich Peter Hammill diesmal sehr viel Text auf den Leib geschrieben hat. Banton und Jackson bekommen damit nicht ganz so viel Freiraum wie noch auf dem Vorgänger. Immerhin ergeht sich David Jackson auf "My room" in relaxten Jazzeskapaden.
Als Bonustrack auf der remasterten Fassung findet sich der Song "Gog", der ursprünglich vom Hammill-Solowerk "In Camera" stammt, dort aber nicht von der VdGG-Besetzung eingespielt wurde. Diese Aufnahme stammt vom 10. Mai 1975, also von der zweiten Show nach der Wiedervereinigung. Peter Hammill bezeichnet sie als "a truly scary version", was sich zum einen auf die grauenhafte Aufnahmequalität, als auch auf die wirklich angsteinflößende Interpretation beziehen läßt.
| Anspieltipp(s): |
La Rossa, Still life |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.7.2005 |
| Letzte Änderung: |
19.7.2005 |
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Irgendwie fand ich immer die "zweite Phase" der Band (also von 1974 - 1976, oder in Alben: "Godbluff", "Sill Life" und "World Record") etwas schwächer als die erste. Aber eigentlich ist das Blödsinn und trifft nur bedingt auf das in der Tat etwas schwächere "World Record" zu. Und so wie "H To He Who Am The Only One" die erste Bandphase überstrahlt (dazu später mehr), ist "Godbluff" das Überalbum der zweiten Phase. Und unter diesem Eindruck leidet möglicherweise auch etwas "Still Life"
"Still Life" ist nämlich für VdGG-Verhältnisse über weite Strecken etwas ruhiger ausgefallen. Nur das aggressive "La Rossa" sprengt etwas den Rahmen. Das führte beim ersten Hören meinerseits dazu, dass sich eigentlich nur das besagte "La Rossa" im Gehör festsetzen konnte und der Rest eher einen durchwachsenen Eindruck hinterlies.
Auch das ist aber eigentlich Blödsinn: "Pilgrims" ist ein geradezu überirdisch schöner Track. Und hier kann man auch wirklich mal von "schöner Musik" im Wortsinn bei Van der Graaf Generator sprechen, so beschwingt und fast fröhlich kommt der Track daher. Das folgende "Still Life" macht seinem Namen alle Ehre und überzeugt durch eine dunkle, aber nicht düstere Atmosphäre.
"La Rossa" schlägt dann wie beschrieben in die Heavy-Kante, während "My Room" wieder den lyrischen Pfad der Anfangstracks aufnimmt. Wobei "My Room" zu tränenrührend intensiv ist. Hier gelingen vor allem David Jackson allerlei wunderschöne Saxophon-Parts (sonst nicht gerade mein Lieblingsinstrument, aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel).
Das abschliessende "Childlike Faith in Childhood's End" kommt getragen, fast schon hymnisch daher. Mit zunehmender Dauer nimmt der Song aber auch ordentlich Fahrt auf. Sicherlich auch ein eher ungewohnter Klang für die sonst immer eher düster agierenden Van der Graaf Generator.
Überhaupt ist "Still Life" wenn man so will, das am wenigsten düstere, manchmal eher fröhlich, zumindest aber irgendwie sakral wirkende Album der Band. Trotzdem kreieren VdGG auch hier ihren typischen Sound, der von Saxophon, Orgel und dem exaltierten Gesang von Hammill getragen wird, wobei hier Orgel und Gesang grössere Anteile als sonst haben. Auch eine Art Meisterwerk, wenn auch nicht ganz so beeindruckend wie "Godbluff" oder "H To He...". Interessanterweise altert die Musik von Van der Graaf Generator nicht. Die Musik ihrer Alben klingt heute noch zeitgemäss und interessant. Zeitlose Musik im wahrsten Sinne des Wortes.
Wer Van der Graaf Generator mag, kommt an "Still Life" nicht vorbei, aber eigentlich gilt das für alle an toller, zeitloser Musik interessierten. Einsteiger kommen vielleicht mit diesem Album leichter zurecht, als mit anderen Van Der Graaf-Werken, aber werden möglicherweise ein klein wenig auf eine falsche Fährte gelockt (also dann doch lieber mit "Godbluff" beginnen).
Als Bonustrack der 2005er Neuauflage gibt es auch hier eine Liveaufnahme aus der Zeit des Entstehens des Albums. Nett, aber aufgrund der schlechten Soundqualität für mich nicht recht zu geniessen.
| Anspieltipp(s): |
Pilgrims |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
21.8.2005 |
| Letzte Änderung: |
21.8.2005 |
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Von: Gün Schote @ (Rezension 4 von 4)

Nachdem ich mich in meinen bisherigen Rezis im punktemäßigen Bodensatz des Progressive Rock ausgiebig ausgetobt habe, nehme ich mir nun die Freiheit, mich einem bereits recht ausführlich besprochenen Album zuzuwenden.
"Still Life" war das erste VdGG-Album, das ich als Jugendlicher in Grund und Boden gehört habe. Das lag nicht zuletzt am geradezu poppigen Eröffnungsstück "Pilgrims", das mich noch heute, sehr zum Unmut meiner Umgebung, zum Mitsingen zwingt. (In besagten Jugendtagen dachte ich, wenn Fish, wie man sagt, versucht Gabriel zu immitieren, dann ist Peter Nicholls eine Peter Hammill-Kopie. Schön ist die Jugend.)
Ohne nun nochmals auf alle einzelnen Stücke des Albums einzugehen, möchte ich das Titelstück doch als einen der bewegendsten Momente in der an bewegenden Momenten nicht eben armen Karriere Hammills und VdGGs bezeichnen.
"La Rossa""from head to toe"!
"My Room": was für den Neo-Progger angeblich das Einhorn, muss für Hammill der "Raum" sein. Wer herausfindet, wie häufig das Wort "Room" in seinen Lyrics vorkommt, darf sich einen aufmerksamen Beobachter nennen.
Folgt noch das grand finale in Form des nahezu perfekten Stückes "Childlike Faith in Childhood's End".
Für mich stellt "Still Life" neben den großen Werken von Genesis und Yes einen Höhepunkt der 70er dar.
| Anspieltipp(s): |
Pilgrims |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
18.6.2009 |
| Letzte Änderung: |
24.3.2013 |
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