World Record
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Charisma |
| Durchschnittswertung: |
10.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Hugh Banton |
Orgel, Bass Pedals |
| Guy Evans |
Schlagzeug |
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| Peter Hammill |
Gesang, Gitarre |
| David Jackson |
Saxophon, Flöte |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
When She Comes
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7:58
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| 2. |
A Place to Survive
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10:00
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| 3. |
Masks
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6:55
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| 4. |
Meurglys III, The Songwriter's Guild
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20:47
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| 5. |
Wondering
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6:33
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| Gesamtlaufzeit | 52:13 |
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Rezensionen

"World Record" war das letzte Album in der klassischen VdGG-Besetzung Hammill/Banton/Jackson/Evans. Nachdem auf dem Vorgänger "Still Life" leisere Töne angeschlagen wurden, knüpft "World Record" musikalisch an das 1975er Album "Godbluff" an. Hammills Gesang klingt hier noch aggressiver, man hört hier, warum Hammill von manchen Punk-Musikern als Inspiration genannt wird. Gleichzeitig wirken die Songs vor allem in der ersten Hälfte des Albums durch den stärkeren Einsatz elektrischer Gitarre rockiger als frühere VdGG Werke, Hammill ein Jahr zuvor erschienenes Punk-Outing "Nadir's Big Chance" klingt hier noch nach. Die Songstrukturen sind aber typisch VdGG.
Die Stücke der zweiten Hälfte wirken dagegen etwas introvertierter, vor allem das lange "Meurglys III", das zu einem Großteil aus einem Gitarrensolo zu Reggae-Rhythmen (!!) besteht. Dieser Teil ist vielleicht etwas überdimensioniert, was Hammill selbst mittlerweile wohl auch so sieht und das Stück daher für die 2000 erschienene Box um ein paar Minuten gekürzt hat.
Das abschließende "Wondering" ist einer der wenigen VdGG-Songs, die nicht aus Hammills Feder stammen, es handelt sich um eine etwas pathetisch klingende Komposition von Hugh Banton, zu der Hammill nur den Text lieferte.
Insgesamt finde ich "World Record" etwas schwächer als seine Vorgänger. Ein gutes, in der ersten Hälfte auch sehr gutes, Album ist es aber immer noch.
| Anspieltipp(s): |
When She Comes, Masks |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.1.2003 |
| Letzte Änderung: |
11.1.2003 |
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Dieses letzte Album in der klassischen VdGG-Besetzung zerfällt deutlich in die beiden (LP-)Seiten. Zum einen die ersten drei Songs, die VdGG von ihrer gewohnten (routinierten) Seite zeigen, mit sehr intensiven, bandbezogenen Strukturen. Zum anderen "Meurglys III", Hammills Liebeserklärung an seine Gitarre. Dieses besteht vor allem in den zweiten 10 Minuten eigentlich nur aus einem großen Gitarrensolo Hammills. Dies ist sehr ungewöhnlich für VdGG, die damit auch nicht ihre typische, intensive Stimmung aufbauen können. Hammill wollte hier wohl mal was Neues ausprobieren, was er so aber nicht wiederholt hat, weder auf der letzten VdG(G)-Studioplatte, noch auf seinen Solowerken (zumindest nicht, daß ich davon wüßte).
| Anspieltipp(s): |
When she comes, Wondering |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
29.3.2004 |
| Letzte Änderung: |
30.3.2004 |
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Wie man in dem CD-Heft der remasterten 2005-Neuauflage nachlesen kann, begann 1975 für die Mitglieder von Van der Graaf Generator eine sehr intensive Zeit, nachdem sie leichtsinnigerweise die Band reaktiviert haben. Sie hätten es eigentlich besser wissen müssen, zumal das zu intensive Musikerleben schon der wichtigste Grund für die Trennung im Jahr 1972 gewesen sein soll.
Und genauso kam es auch beim zweiten Versuch: Nach 3 Alben in zwei Jahren (man hatte soviel Material beisammen, so dass "World Record" die zweite VdGG-Scheibe war, die 1976 auf den Markt kam) und sehr intensivem Touren kündigte der Organist Hugh Banton seinen baldigen Ausstieg an, da er seine Ehe und das Musikerleben als miteinander unvereinbar ansah.
"World Record" markiert eine musikalische Weiterentwicklung der Band: man bevorzugte etwas einfachere Strukturen, die mit gestiegener Aggresivität einhergingen. Auch das hörbar amateurhafte (elektrische) Gitarrenspiel von Peter Hammill trug bei mir zu dem Eindruck bei, dass hier das nahe Ende des Progrock (wie man ihn bisher kannte) eingeläutet wird. Gleichzeitig werden Elemente von New Wave vorweggenommen. Die Musik von Van der Graaf Generator wirkt noch ein Stück rotziger als z.B. in Teilen von Godbluff, so dass einigen Einfällen von "World Record" vielleicht die Bezeichnung "Punkprog" gebührt. Der oft aggressive Gesang von Peter Hammill ist auch nicht gerade typisch für den klassischen Prog.
So ist "A place to survive" zwar 10 Minuten lang, es bietet aber im Refrain eine eher punkige Kampfansage an gemeine Schicksalschläge. In dem zwanzigminütigen "Meurglys III", das Hammill bekanntlich seiner elektrischen Gitarre widmete - die er paradoxerweise erst spielen lernte - stehen aggressive Ausbrüche den düsteren Fragmenten gegenüber. Es folgt ein längeres dilettantisches Gitarrensolo zum Reggaerhythmus, als wäre das den Progmusikern bisher so wichtige professionelle Erscheinungsbild auf einmal der Vorahnung auf die demnächst anbrechende neue Zeit gewichen, in der Perfektionismus und Instrumentenbeherrschung nur noch lächerlich wirken sollten.
"Masks" beginnt zwar wie eine VdGG-typische finstere Ballade, bald zeigt jedoch der hinzugekommene Gitarrenriff, und dann das feurige Saxsolo zum angezogenen Tempo, dass bei Van der Graaf Generator wichtige Änderungen ins Haus stehen.
Die für Hammill vergleichsweise einfachen, kämpferisch-wütend-depressiven Texte dieser Platte, seine Feststellung im Text zu "Meurglys", dass seine Gitarre sein einziger Freund sei, und auch die auf traumatischen Erlebnisse hindeutenden Schilderungen einer selbstverliebten Frau in dem verhalten aggressiven "When she comes" belegen, dass die Songs von Hammill für ihn vor allem theraupeutische Wirkung haben. Im Booklet spricht der Musiker auch von näher nicht beschriebenen traumatischen Erlebnissen seines Privatlebens, die in diese Zeit fiellen.
Den eben geschilderten Tendenzen steht das hymnische "Wondering" aus der Feder von Banton gegenüber, das im Vergleich zum Rest der Platte wie ein Überbleibser aus anderer Zeit wirkt.
Als Bonus Tracks der Neuauflage von 2005 kommen live in Studio-Versionen von "When she comes" und "Masks", die im Rahmen von The John Peel Show am 11-en November 1976 aufgenommen wurden. Die Unterschiede zu den bekannten Studioaufnahmen sind minimal.
Insgesamt bin ich der Ansicht, dass "World Record" nicht an die vorausgegangenen Alben der Band heranreicht. Ob VdGG aufgrund des selbstauferlegten Arbeitstempos auf einmal aus proggiger Sicht schlechtere Musik komponierten, oder wir es hier mit einer begrüßenswerten Weiterentwicklung zu tun haben, sollte jeder für sich entscheiden.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.8.2005 |
| Letzte Änderung: |
15.8.2005 |
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