SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
19.11.2017
Cluster - Cluster & Farnbauer Live in Vienna
18.11.2017
Babils - The Joint Between
Reinhard Lakomy & Rainer Oleak - Zeiten
Deluge Grander - Oceanarium
Virgil & Steve Howe - Nexus
Sons of Apollo - Psychotic Symphony
Yurt - III - Molluskkepokk
17.11.2017
The Gerald Peter Project - Incremental Changes, Pt. 1
Tohpati Ethnomission - Mata Hati
Dialeto - Bartók in Rock
The Gerald Peter Project - Incremental Changes, Pt. 1
Necronomicon - Verwundete Stadt
Millenium - 44 Minutes
16.11.2017
Smalltape - The Ocean
Dworniak Bone Lapsa - Fingers Pointing At The Moon
Kotebel - Cosmology
Focus - The Focus Family Album
Peter Hammill - From the Trees
ARCHIV
STATISTIK
24090 Rezensionen zu 16463 Alben von 6400 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Van der Graaf (Generator)

The Least We Can Do Is Wave To Each Other

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1970 (Remaster-Ausgabe mit Bonustiteln 2005)
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Virgin
Durchschnittswertung: 10.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Hugh Banton organ,piano and backing vocals
Peter Hammill acoustic guitar and lead vocals
Nic Potter bass guitar and electric guitar
Guy Evans drums and percussion
David Jackson tenor and alto sax,flute and backing vocals

Gastmusiker

Mike Hurwitz Cello ("Refugees")
Gerry Salisbury Horn ("White Hammer")

Tracklist

Disc 1
1. Darkness (11/11) 7.11
2. Refugees 6.13
3. White Hammer 8.08
4. Whatever would Robert have said? 5.50
5. Out of my Book 3.58
6. After the Flood 11.34
7. Boat of Millions of Years   (Bonustitel der Remaster-Ausgabe, B-Seite der 'Refugees'-Single) 3.50
8. Refugees   (Bonustitel der Remaster-Ausgabe, Single Version) 5.24
Gesamtlaufzeit52:08


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 3)


Zuerst einmal ein Zitat zum Ursprung des Titels dieses zweiten VdGG-Albums: "We're all awash in a sea of blood, and the least we can do is wave to each other" (John Minton). Als wäre das nicht ermutigend genug, schrieb Peter Hammill Ende 1969 noch einige Warnungen, diese Platte betreffend, nieder : "Don't listen when you're angry, because you'll smash something. Don't listen when you're depressed, because you'll get more so".

Nein, "The Least..." ist glücklicherweise keine erste Death Metal-Platte der Geschichte geworden, wie es die textliche Ebene vielleicht vermuten ließe. Zu den wenigen wahren Horror-Fragmenten von "The Least.." zählt ein hektisch-dissonantes Saxsolo mit obsessiver Orgeluntermalung auf "After The Flood", der Weltuntergang-Geschichte über die schmelzenden Polkappen. Des weiteren liefert Mr.Jackson einige schrille Saxparts am Ende von "White Hammer" ab, einem Stück, das sich mit Hexenverfolgung und der schriftlichen Vorlage dazu, dem Hetzwerk "Hexenhammer" beschäftigt.

Statt, wie von Hammill befürchtet, zur Vernichtung der Wohnzimmereinrichtung überzugehen, bescheinigen viele der VdGG/Hammill-Anhänger dieser Musik eine eher reinigende Wirkung, auch Hammill selbst gibt vor, mit seinen Werken musikalische Selbstherapie zu betreiben.

Also keine Angst : trotz der subtilen, melancholisch-düsteren Stimmung des Albums, wird hier die raffinierte Musikalität groß geschrieben. Hammills akustische Gitarre wird um Jacksons flexibles Sax- und lyrisches Flötenspiel, sowie um Nic Potters pumpenden Bass erweitert. Außerdem sind zwei Stücke von "The Least"..., "Refugees" und "Out of my book" musikalisch von eher beschwichtigender, beinahe pastoraler Natur. Auf "Out of my book" geht es um eine gewisse Hoffnungslosigkeit der zwischenmenschlichen Beziehungen, denen, laut Hammill, eine elementare Unsicherheit zugrunde liegt. Die musikalischen Einfälle Hammills wirken keineswegs abweisend. Die für ihn charakteristische Melodik, die nur selten von Dissonanz durchdrungen wird, konterkarriert seine depressiv-apokalyptischen Texte. Das war scheinbar Grund genug, um die breitere Hörerschaft bis heute zu verschrecken.

Insgesamt eine auf den ersten Blick vielleicht unspektakuläre Platte, die allerdings die eventuell investierte Mühe lohnt. Man entdeckt nämlich eine dunkel eingefärbte, proggige Pioniertat (aufgenommen im Dezember 1969), die das musikalische Konzept der frühen Genesis in vielen Teilen vorwegnimmt.Ganz nebenbei handelt es sich bei diesem Album um die Geburtsstunde der "klassischen" Van der Graaf Generator.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.7.2002
Letzte Änderung: 15.11.2002
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 2 von 3)


Wenn man obiges Hammill-Zitat liest, könnte man wirklich abgeschreckt werden. Aber ganz so schlimm wird es dann doch nicht, im Gegenteil sogar richtig eingängig. Total abgedrehte Stellen gibt es eigentlich nur zwei (das Ende von "White Hammer" und im Mittelteil von "After the flood" - die sind dafür aber wirklich extrem). Mit "Refugees" und "Out of my book" sind zwei sehr ruhige Stücke am Start; pastoral paßt hier wirklich sehr gut. Ansonsten ist die Platte für VdGG-Verhältnisse eher unspektakulär, stellt aber eine klare Weiterentwicklung vom Debut hin zu den späteren Platten dar.

Nachtrag zur remasterten Fassung:

Das Aufpolieren des Sounds hat sich absolut gelohnt. Und auch das Booklet ist sehr informativ. So erfährt man, daß das Charisma-Label eigens für diese Platte ins Leben gerufen wurde. Das kryptische (11/11) im Titel von "Darkness (11/11)" bezieht sich übrigens auf das Aufnahmedatum (11.11.1969). Als Bonus gibt es leider nur zwei Songs, da sind die anderen beiden erschienenen Remaster-Versionen deutlich üppiger bestückt worden. Aber das wäre auch schon der einzige Kritikpunkt.

Anspieltipp(s): Refugees, die letzten 90 Sekunden von White Hammer
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.3.2004
Letzte Änderung: 7.6.2005
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 3)


Endlich kommen die Alben von Van der Graaf Generator jetzt nach und nach als Remaster-Versionen mit Bonustiteln heraus (bisher war nur das bei Peter Hammills Fie!-Label erschienene Debüt als Remaster erhältlich). Angeblich überzeugte der unerwartete Erfolg der im Herbst 2000 veröffentlichten Box die Herren in der EMI-Chefetage vom Vorhandensein eines Käuferpotenzials für eine der wichtigsten Bands des britischen Progressive Rock.

Zur Musik haben die Kollegen schon alles wesentliche gesagt, daher sei nur kurz angemerkt, dass der Klangunterschied zur alten CD-Ausgabe (und zur Schallplatte) durchaus beträchtlich ist, die Musik klingt hier viel klarer.

Die Neuausgabe enthält als Bonustitel eine Singleversion von "Refugees", sowie "Boat of Millions of Years", das als B-Seite dieser Single erschien. Dazu gibt es ein informatives Beiheft, in dem nun endlich auch die Songtexte abgedruckt sind. Bei Hammill lohnt es sich ja durchaus, mal einen Blick auf die Texte zu werfen.

Anspieltipp(s): After the Flood
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.6.2005
Letzte Änderung: 3.6.2005
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Van der Graaf (Generator)

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 The Aerosol Grey Machine 10.00 3
1970 H to He Who am the Only One 14.00 4
1971 Pawn Hearts 12.33 3
1974 The long hello Vol. I 10.00 1
1975 Godbluff 13.00 4
1976 Still Life 12.50 4
1976 World Record 10.33 3
1977 The Quiet Zone / The Pleasure Dome 10.75 4
1978 Vital 11.00 4
1985 Time Vaults 8.50 3
1986 First Generation (Scenes From 1969-1971) - 1
1986 Second Generation (Scenes From 1975-1977) - 1
1993 'I Prophesy Disaster' - 1
1994 Maida Vale 12.00 1
2000 The Box 13.50 2
2003 Godbluff Live 1975 Charleroi Palais des Expos 27.09.75 (DVD) 13.00 1
2005 Present 11.75 4
2007 Real Time 12.00 2
2008 Trisector 11.67 3
2009 Live At The Paradiso, 14.04.07 10.00 1
2011 A Grounding in Numbers 11.50 2
2012 Recorded Live In Concert At Metropolis Studios, London 12.50 2
2012 ALT 10.00 2
2015 Merlin Atmos 12.00 2
2015 After The Flood / At The BBC 1968-1977 13.00 1
2016 Do Not Disturb 12.00 4

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum