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King Crimson

Live in Toronto

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog
Label: Discipline Global Mobile
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Pat Mastelotto Schlagzeug, Gesang
Bill Rieflin Schlagzeug, Keyboards
Gavin Harrison Schlagzeug
Robert Fripp Gitarre, Keyboards
Jakko Jakszyk Gitarre, Gesang
Tony Levin Bass, Stick
Mel Collins Saxophon, Flöte

Tracklist

Disc 1
1. Threshold Soundscape 4:00
2. Larks' Tongue In Aspic: Part One 10:29
3. Pictures Of A City 8:32
4. VROOOM 5:18
5. Radical Action (To Unseat The Hold Of Monkey Mind) 3:20
6. Meltdown 4:51
7. The Hell Hounds Of Krim 3:31
8. The ConstruKction Of Light 6:44
9. Red 6:47
10. Epitaph 9:02
Gesamtlaufzeit62:34
Disc 2
1. Banshee Legs Bell Hassle 1:43
2. Easy Money 8:33
3. Level Five 7:04
4. The Letters 5:38
5. Sailor's Tale 6:56
6. Starless 15:18
7. The Court Of The Crimson King 7:17
8. 21st Century Schizoid Man 11:41
Gesamtlaufzeit64:10


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Gut ein Jahr nach dem doch etwas arg kurz geratenen Live at the Orpheum erschien im März 2016 mit Live in Toronto endlich ein „richtiges“ Live-Dokument der neuen Septett-Besetzung von King Crimson. Es handelt sich um den kompletten Mitschnitt eines Konzerts vom 20. November 2015 im Queen Elizabeth Theatre in Toronto und erschien in der „Collector’s Club“-Reihe, die ja mittlerweile auch ganz normal im Handel erhältlich ist. Abgesehen von einem kleinen Edit nach der berühmt-berüchtigten Ankündigung des Fotografier- und Filmverbots wurde nichts verändert.

Mit jeweils knapp über einer Stunde Laufzeit sind die beiden CDs gut gefüllt. Dei Setlist enthält mit Ausnahme von One More Red Nightmare alles, was auch auf dem vorherigen Livealbum drauf war, dazu kommt eine weitere Auswahl von lange nicht mehr live gehörten Klassikern dieser Institution des Progressive Rock. Der Schwerpunkt liegt klar auf der frühesten Phase, also den Jahren 1969 bis 1974; insbesondere ist In the Court of the Crimson King gleich mit drei Songs vertreten. Dagegen fehlt die 80er-Phase komplett.

Dieser Punkt stößt, wie in anderen Rezensionen zu lesen ist, manchem sauer auf. Bisher ist noch jede Crimso-Inkarnation zu musikalisch neuen Ufern aufgebrochen, diese Inkarnation ist zunächst einmal mit Aufarbeitung der Vergangenheit beschäftigt. Und warum nicht? Mit einer Bandhistorie von bald 50 Jahren im Rücken darf man ruhig einmal ein wenig Werkschau betreiben. Die Band zeigt sich dabei voller Saft und Kraft, legt eine druckvolle, krachende Performance hin, die in der brachialen Wucht des Klassikers 21st Century Schizoid Man kulminiert. Daneben ist aber auch Platz für leisere Passagen wie in The Letters oder hymnische Erhabenheit bei Starless und The Court of the Crimson King. Hach, das Mellotron!

Die Interpretationen halten sich dabei meist recht nah an den Studioversionen. Natürlich macht die veränderte Instrumentierung einen Unterschied, so gibt es bei Larks’ Tongues in Aspik Part I anstelle von David Cross’ Violine ein ausgedehntes Flötensolo von Mel Collins, und originell ist auch, wie dieser auf VROOOM Adrian Belews Gitarrenpart auf dem Saxophon spielt. Und dann ist da natürlich die gegenüber den Originalen dreifache (gut, bei VROOOM anderthalbfache) Anzahl an Schlagzeugern! Alles wird durchzogen von einem Teppich aus permanentem Getrommel, Gerassel, Geplinge und Geplonge, das dank bester Aufnahmequalität in allen Facetten zu hören ist. Jakko Jakszyk ist als Sänger zwar nicht so ausdrucksstark wie weiland Greg Lake oder John Wetton, macht seinen Part aber mehr als ordentlich. An der Gitarre bringt er auch nicht unbedingt die originellen Einfälle eines Adrian Belew, was in anderen Rezensionen moniert wird; aber, hey, in den 70ern ging es auch ohne einen Belew. Warum also nicht auch jetzt?

Neben den zahlreichen Klassikern gibt es auch komplett neues Material in Form von zwei neuen Stücken: das instrumentale Radical Action, von Fripp in seinem Online-Tagebuch als "12/8 Blues shuffle" bezeichnet, und das nahtlos dann anschließende Meltdown, ein Stück mit Gesang. Beide klingen nach dem typischen Crimso-Sound der 90er und 00er Jahre. Das folgende Hell Hounds of Krim ist eine Improvisation der drei Schlagzeuger.

Diese Doppel-CD ist ein wunderbares Live-Dokument einer kraftstrotzenden Band, von der hoffentlich irgendwann auch ein Album mit komplett neuem Material kommt. Einstweilen kann man Live in Toronto genießen und darf sich auf die für Herbst 2016 angekündigte Tourbox freuen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.4.2016
Letzte Änderung: 19.8.2016
Wertung: 12/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 2)


"Live at the Orpheum" - wisster noch? 2015 das erste Lebenszeichen der runderneuerten King Crimson. Mit drei Drummern und Mel Collins.

Und ich war echt unzufrieden mit "Live at the Orpheum". Zu wenige Songs - nur 7 von gespielten 18 -, zu wenig von den drei Drummern, zu wenige Improvs, zu wenig Jakszyk. King Crimson haben sich lumpen lassen und viel zu wenig geliefert. Das war keine gute Idee.

Entsprechend hagelte es im Netz auch Kritik. Zu Recht. Woran lag's? Geldschneiderei? War die Band mit ihrer Performance nicht zu frieden? Sollte es ein Teaser sein? Wenn ja: Teaser waren vor zehn, fünfzehn Jahren mal spannend, haben einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen - inzwischen nerven sie nur noch. Insbesondere Fans von Bands wie King Crimson, ältere Semester, die nun wirklich schon so einiges erlebt haben, und über derlei Aufgeregtheiten erhaben sind.

Yep, scheiße, ich meine uns.

Nun erscheint also "Live in Toronto", das erste vollwertige Live-Konzert der neuen Band. Das hätte man auch gleich so machen können.

Und? Wie isset?

Na, immer noch ist die Songauswahl ein Thema - "Islands", "Red", King Crimson als Oldieband? Vermutlich doch nicht. Dagegen sprechen die neuen Stücke "Radical Action", "Meltdown", "The Hell Hounds Of Krim" und "Banshee Legs Bell Hassle". Und immerhin hat Robert Fripp in Zusammenarbeit mit Steven Wilson in den letzten Jahren den Back-Katalog der Band genauestens Revue passieren lassen, da darf man ihm wohl zugestehen, dass er seiner wiederentdeckten Liebe zu einigen der älteren Songs folgt und sie live zu Gehör bringt. Mir fehlt "Ladies of the Road"...

Zudem hat die Band mehr Power als viele, die halb so alt sind. Vor allem die drei Drummer tragen zu dieser Intensität bei. Hatte ich bei "Live at the Orpheum" noch nicht kapiert, wozu man die braucht - vielleicht lag's an meiner negativen Einstellung zu diesem Teaser - wird es hier deutlich. Wie schrieb Jochen? Alles wird durchzogen von einem Teppich aus permanentem Getrommel, Gerassel, Geplinge und Geplonge, das dank bester Aufnahmequalität in allen Facetten zu hören ist. So ist es. Diese Band braucht drei Drummer. Mir unverständlich, wie "Red" je anders hatte klingen können als hier. "Level Five"! Krass!

Was ist mit Mel Collins? Braucht King Crimson auch Mel Collins? Nun, einiges musste umarrangiert werden, um ihm Platz zu schaffen. Da ist manches dabei, was mir sehr gelungen erscheint, "Larks' Tongues In Aspic" etwa, das hier eine völlig neue Qualität bekommt - das Riff von "VROOOM" dagegen klingt in der Version mit Saxophon einfach cheesy, dieser Eindruck will sich auch nach mehrmaligem Hören nicht verziehen. Trotzdem, zumeist sind Collins' Blasinstrumente sehr gut integriert, auch bei den jüngeren Stücken ("The ConstruKction Of Light"), und nach ein wenig Eingewöhnungszeit hat man den neuen Sound der Band verstanden.

Überhaupt: Eingewöhnung. Vermutlich war es die fehlende Eingewöhnungszeit, die mir den doch recht anderen Sound der Band auf "Live at the Orpheum" so widerspenstig machte. Mittlerweile konnte ich mich dran gewöhnen, und so ist für meine Ohren "Live in Toronto" das weitaus überzeugendere Release. Das liegt aber nicht nur an mir. Vielmehr ergibt dieser neue Sound erst im Gesamtzusammenhang eines vollständigen Konzerts, das ja schließlich seine ganz eigene Dramaturgie hat, erst so richtig Sinn. Diesen kann man jetzt mit "Live in Toronto" endlich nachvollziehen. Scharte ausgewetzt!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.4.2016
Letzte Änderung: 18.4.2016
Wertung: 12/15
47 Jahre King Crimson - und immer noch neu und überraschend! Da sage nochmal einer, man könne von alten Bands nichts Bahnbrechendes mehr erwarten.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von King Crimson

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 In The Court Of The Crimson King - An Observation By King Crimson 14.40 6
1970 In The Wake Of Poseidon 12.00 7
1970 Lizard 14.25 5
1971 Islands 12.75 6
1972 Earthbound 8.60 5
1973 Larks' Tongues In Aspic 12.50 2
1974 Starless And Bible Black 12.50 3
1974 Red 12.50 3
1975 USA 10.50 2
1976 The Young Persons' Guide to King Crimson - 1
1981 Discipline 12.00 4
1982 Beat 8.50 2
1984 Three Of A Perfect Pair 9.67 3
1986 The Compact King Crimson - 1
1991 The Essential King Crimson: Frame by Frame - 2
1992 The Great Deceiver 13.00 2
1994 Vrooom 9.00 2
1995 THRAK 12.00 2
1995 B'Boom 10.00 1
1996 THRaKaTTaK 11.00 2
1996 Schizoid Man 8.00 1
1997 Epitaph 12.00 1
1997 The Nightwatch 14.00 2
1998 Live at Jacksonville 1972 9.00 1
1998 Live at the Marquee 1969 - 1
1998 Absent Lovers 11.00 1
1999 The Beat Club Bremen 1972 10.00 1
1999 On Broadway 1995 11.00 1
1999 Deja VROOOM (DVD) 11.00 1
1999 Live at Cap D'Agde 1982 10.00 1
1999 Cirkus - The Young Person's Guide to King Crimson Live 12.00 2
1999 The Vrooom Sessions 7.00 1
2000 A Beginners' Guide To The King Crimson Collectors' Club 10.00 1
2000 The ConstruKction of Light 10.60 6
2000 Live in Central Park 1974 12.00 1
2000 Heavy ConstruKction 10.00 1
2000 Live At Summit Studios 1972 8.00 1
2000 Nashville Rehearsals 11.00 1
2000 Live at Plymouth Guildhall 1971 12.00 1
2000 Discipline - Live At Moles Club 1981 8.00 1
2001 Vrooom Vrooom 12.00 1
2001 Live in Mainz 1974 12.00 1
2001 Live in Berkeley - 1
2001 Level Five 11.00 1
2001 Live in Detroit 1971 10.00 1
2002 Champaign-Urbana Sessions 11.00 1
2002 Happy with what you have to be happy with 8.00 1
2002 Ladies of the Road 10.00 1
2002 Live at the Zoom Club 1972 9.00 1
2002 Live in Hyde Park 1969 11.00 1
2003 Eyes Wide Open (DVD) 14.00 1
2003 Live in Guildford 1972 13.00 1
2003 The Power To Believe 10.00 2
2003 EleKtrik (Live in Japan 2003) 13.00 1
2003 Live in Orlando 1972 10.00 1
2004 Live in Warsaw, June 11, 2000 10.00 1
2004 Live in Philadelphia, PA, July 30, 1982 11.00 1
2004 The 21st Century Guide To King Crimson Volume One (1969-1974) - 1
2004 Neal and Jack and Me (DVD) 11.00 1
2005 The 21st Century Guide To King Crimson Volume Two (1981-2003) - 1
2005 Live at the Wiltern 1995 12.00 1
2005 Inside King Crimson. 1972 - 1975. An independent critical review (DVD) 9.00 1
2005 Live in Brighton. October 16, 1971 12.00 1
2006 Zoom Club, Frankfurt, Germany, April 12, 1971 10.00 1
2006 Zoom Club, Frankfurt, Germany, April 15, 1971 10.00 1
2006 Zoom Club, Frankfurt, Germany, April 14, 1971 10.00 1
2006 Zoom Club, Frankfurt, Germany, April 13, 1971 11.00 1
2006 The Collectable King Crimson Vol.1 12.00 1
2006 The Roxy, Los Angeles, California, November 23, 1981 11.00 1
2006 Stadthalle, Cologne, Germany, October 14, 1981 11.00 1
2006 Place De Nations, Montreal, Quebec, Canada - August 4, 1982 11.00 1
2007 Olympia, Paris, France, June 25, 2000 10.00 1
2007 The Collectable King Crimson Volume 2 10.00 1
2007 Augsburg, Germany, March 27, 1974 10.00 1
2008 40th Anniversary Tour Box 12.00 1
2008 Park West, Chicago, Illinois, August 7, 2008 10.50 2
2008 The Collectable King Crimson Volume 3 - Live at the Shepherds Bush Empire, London, 1996 12.00 1
2008 Congresgebouw, Den Hague, Netherlands, May 15, 1995 11.00 1
2009 The Collectable King Crimson Volume Four - Live at Roma, Warsaw, Poland 2000 11.00 1
2011 June 04, 1996. Rosengarten-Musensaal, Mannheim, Germany 11.00 1
2012 Larks' Tongues in Aspic - The Complete Recordings 15.00 2
2012 Live at the Marquee 1971 12.00 1
2014 The Elements of King Crimson. 2014 Tour Box 13.00 1
2015 Live at the Orpheum 10.33 3
2015 The Elements of King Crimson. 2015 Tour Box 13.00 1
2015 THRAK Box - King Crimson Live and Studio Recordings 1994 - 1997 - 1
2016 Radical Action To Unseat The Hold Of Monkey Mind 13.00 1
2016 Rehearsals & Blows (May - November 1983) 12.00 1
2017 Heroes 9.00 1
2017 Live in Chicago 15.00 1

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