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Dennis Young

Wave

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016 (Aufnahmen von 1984-1988)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: bureau b
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dennis Young Synthesizers, Instruments, Electronics, Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Project Ozma 6:47
2. Arabian Nights 4:39
3. Spirit of the Ages 5:01
4. Empty Quarter (Rub al Khali Desert) 5:27
5. Celestial Voyage 4:17
6. Twilight 4:28
7. River in the Sea 2:27
8. Found Trees 4:41
9. Ancient Vision 9:51
10. Starlight, Starbright 3:19
11. Interference 1:51
Gesamtlaufzeit52:48


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Dennis Young lebt wohl in New York und tut das offenbar schon eine ganze Weile. Schon Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, damals hatte er gerade sein zweites Lebensjahrzehnt begonnen, war er als Perkussionist (Marimba und allerlei weiteres Schlagwerk) bei der New Yorker Formation Liquid Liquid tätige, deren vornehmlich aus Bass und Rhythmus bestehende Musik zumindest in Post-Punk- und No-Wave-Kreisen größere Aufmerksamkeit erfuhr.

Young begann schon früh mit dem Schlagzeugspielen, entwickelte aber schnell ein multiinstrumentales Interesse, welches dann die auf seinen Solowerken zu findenden Klänge bestimmte. Seit 1981 nahm er eigene Musik auf. Erstmals waren Youngs Kompositionen auf der 1985 erschienen Tonbandkassette „Concepts“ zu hören, der die Alben „Reflections“ (1987) und „Quest“ (1988) folgten. Mit den meist sehr gut tanzbaren Nummern von Liquid Liquid hatte die darauf zu findende Musik allerdings wenig gemein.

Schon Ende der 70er Jahre hatte sich Young einen ersten Synthesizer (einen Davolisint) – angeblich inspiriert von einem ELP-Konzertbesuch - zugelegt und begann damit Klang zu erforschen. 1984 legte er sich schließlich ein Multitrack-Aufnahmesystem zu, mit dem die auf den eben erwähnten Kassetten zu hörende Musik festgehalten worden war. 2016 legt nun bureau b eine von Young zusammen gestellte Auswahl davon vor, die den Titel „Wave“ bekommen hat. Der Untertitel „Electronic Music 1984-1988“ gibt zudem an, welcherart Klang hier zu finden ist und wann derselbe entstanden ist.

Wurde die Musik von Liquid Liquid ob der monoton-großstädtischen Rhythmen bisweilen mit der von Can verglichen, bieten sich auch für die auf „Wave“ zu hörenden Sounds E-Krautrock-Vergleiche an. Young selbst nennt Klaus Schulze, Edgar Froese und Cluster als Einflüsse, dazu noch Brian Eno, Larry Fast und Tim Blake. Wie eine Mischung aus deren Hervorbringungen wirkt „Wave“ auch in der Tat ein wenig. Kosmisch-Ausladendes a la Schulze und Froese, Verspielt-Kurzweiliges a la Eno und Cluster und Spacig-Symphonisches a la Fast und Blake ist hier zu finden, allerdings dicht verwoben zu einem eigenen Ganzen. Sehr farbig und abwechslungsreich mischt Young seine Elektronikgemenge, rhythmisch pulsierend, munter auf- und abwogend, getragen hallend, bis nervöser tackernd. Am ehesten klingt das tönende Ergebnis wie eine kurzweiligere, impressionistische Version von Schulze, oder eine kosmischere Variante der späteren Werke von Cluster.

Das lange „Ancient Vision“ gleitet dagegen erhaben und mystisch dahin, versehen mit textlosen Stimmeinlagen, hallenden Violinenspuren und allerlei Klanggewölk, und erinnert eher an Popol Vuh, wenn man denn einen Vergleich braucht. Das anschließende hymnisch-luftige „Starlight, Starbright“, die einzige Nummer mit Text, ist dann eine Spur zu süßlich ausgefallen und hat ein leichtes New-Age-Geschmäckle. Allerdings wird der Hörer dann mit dem abschließenden sperrig-schrägen Elektronikdurcheinander „Interference“ unsanft aus etwaigen Träumen gerissen.

„Wave“ ist eine rundum gelungene Zusammenstellung mit sehr unterhaltsamer und kreativer, ein wenig obskurer, amerikanischer elektronischer Musik aus den frühen 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, die allerdings keinerlei damals zeitgenössische Verunreinigungen beinhaltet, sondern recht klar den Geist der mittleren bis späten 70er Jahre atmet. Wer denselben schätzt, sollte „Wave“ nicht verpassen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.5.2016
Letzte Änderung: 5.8.2016
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Dennis Young

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 Reel to Real 10.00 1
2018 Synthesis 11.00 1

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